2020-174 — Banal

Und dann seltsame Gedanken dazu.

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Als ich letztens meinem Vater beim Sockenanziehen zusah, dachte ich mir nichts dabei. Jedenfalls nichts in Bezug auf das, was er da tat. An etwas anderes aber dachte ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit schon. Als ich mir heute morgen die Socken anzog, dachte ich mir: »Ach, schau an, ich mach das ja wirklich ganz genauso wie mein Vater. Ich glaube, ich mache dabei sogar die gleichen Geräusche. Dabei ist er schon 80 und ich hab noch ein paar Jahre bis dahin.«
 
Wie merkwürdig es mir erscheint, wenn mir solche Banalitäten plötzlich auffallen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 22.06.2020 jemanden beim Auszug zu unterstützen, ein »Beste-SMS«-Buch von anno Tobak (Oh mein Gott!), Feierabendbier.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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3 Kommentare zu 2020-174 — Banal

  1. sabeth47 sagt:

    Ach ja. Die Hand unter das Kinn, Konzentration. Wie aus dem Nichts fliegt der Gedanke mir zu. Mein Vater. So saß er.
    Und am Telefon das Husten meiner Schwester. Das könnte meine Mutter sein. Beide haben geraucht.
    Manchmal rühren mich die Ähnlichkeiten. Ich spürte aber auch schon Trotz. Ich will mein eigener Mensch sein!

  2. Elvira sagt:

    Ich wollte nie wie meiner Mutter werden!! Und doch…
    In Kleinigkeiten Ähnlichkeiten oder gar Übereinstimmung zu entdecken, ist doch spannend. Ich versuche gerade, mir dich mit 80 vorzustellen.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Der Emil sagt:

      Ich bin mir sicher, daß ich (in weiten Teilen) nicht war, wie mein Vater war (jetzt nur nicht genauer darüber nachdenken, besser nicht). Und wenn ich ihn mir jetzt ansehe: Zum Teil wäre ich froh, mit achzig so zu sein wie er jetzt, zum anderen mag ich mir das auch nicht vorstellen …

      Aber diese Ähnlichkeit in Bewegungen und Gesten ist höchst interessant gewesen für mich.

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