2020-140 — Ersetzung

Soll ich – oder soll ich nicht?

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Wer hat sich diese Frage noch nie gestellt? Oh, ich war schon oft, sehr oft (vielleicht sogar: Zu oft?) in genau dieser Lage, habe mir immer und immer wieder diese Frage gestellt. Irgendwann allerdings bin ich stutzig geworden. Sollen. Das hat so viele Bedeutungen (siehe hier oder auch dort) – aber bei mir schwingt bei dieser Frage und in diesem Wort immer ein Hauch Zwang mit. Ich weiß, daß das nur eine einzige von den vielen Bedeutungen, Verwendungen von “sollen” ist, natürlich weiß ich das. Aber – und das ist selbstverständlich irrational – das Gefühl …
 
Seit einiger Zeit versuche ich, die Frage “Soll ich – oder soll ich nicht?” durch zwei, nein drei, nein vier! andere Fragen zu ersetzen, durch die Fragen nach dem Können (meiner Fähigkeit), dem Wollen, dem Dürfen (dem Erlaubtsein) und dem Müssen. Ach ja: Die Beantwortung dieser Fragen ist nicht immer, aber häufig leichter für mich.
 
Wenn ich einen anderen Menschen fragte: “Soll ich – oder soll ich nicht?”, dann war mir die liebste Antwort oft: “Du sollst nicht, aber du darfst.”

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 19.05.2020 der fast leere Schreibtisch, mehrere entsorgte Dinge, der Entschluß zum Durchhalten.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Schwerter.

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Über Der Emil

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2 Kommentare zu 2020-140 — Ersetzung

  1. Gudrun sagt:

    Soll ich? Ich kenne das in den Anfangsjahren meines Berufslebens als „traust du dich das jetzt?“ Und dann habe ich mich eben freiwillig gemeldet, weil eine größere Abordnung bei jemand hospitieren wollten. Ich hatte nie wieder Angst vor solchen Sachen. Über „Zwänge“ habe ich nie nachgegrübelt. Ich habe gemacht oder eben nicht. Vielleicht ist das manchmal ganz gut, ein bisschen cholerisch zu sein.

  2. frauholle52 sagt:

    Mein Luxus: Ich soll gar nichts mehr. Ich muss ganz wenig. Aber ich will! Oh, fast hätte ich meine neueste Errungenschaft vergessen: Ich will nicht! Liebe Grüße! Regine

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