Die schreib aber nicht nur ich alleine. Oder doch?
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Ich habe gestern Abend damit begonnen und heute damit weitergemacht: Ich schrieb Briefe an Menschen, die schon vor langer Zeit gestorben sind. Vorgenommen hatte ich mir, Briefe zu schreiben, ja, aber an Lebende. Als ich jedoch vor dem Papier saß, entstand etwas ganz anderes. Ob es damit zusammenhängt, daß ich in letzter Zeit mal wieder ein paar (wichtige) Erinnerungen zugelassen und notiert habe? Ich denke schon. Und in diese Briefe sind auch sehr viele Erinnerungen eingeflossen, mithilfe derer ich mein Handeln zu erklären versuche. Es scheint, daß ich noch ein Weilchen damit beschäftigt bin, mit meinen Briefen an Tote. Oder ich kann vielleicht zwischendurch den einen oder anderen an jemand Lebendigen schreiben, jetzt, wo die Schreibhemmung fast überwunden ist.
Es ist eine sonderbare Zeit.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 03.04.2020 Geschriebenes, Tränen, die Badewanne.
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Kelche.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Gute Intensivlebenszeitidee!
Aber wirklich nicht so einfach. Notwendig, ja, heilsam, ja, einfach nicht.