Beim Blick aus einem Fenster.
To get a Google translation use this link.
Aus meinem Entwurfsordner, überarbeitet und hierher geholt:
Ab und an – gut, ziemlich oft sogar – überlege ich, was das (von mir und insbesondere von anderen) primär Wahrgenommene ist. Habt ihr vielleicht auch schon darüber nachgedacht? Ob ihr wie ich zuvörderst das Fenster als Teil eines euch umschließenden Raumes wahrnehmt (was bei mir mit der Höhenangst zu tun hat) – oder ob ihr daran (beinahe) überhaupt nicht denkt und nur wahrnehmt, was ihr durch das Fenster hindurch betrachtet?
Für mich gibt es Tage, da ist es tatsächlich nur das eine von beidem. Es gibt Tage, da changiert meine Wahrnehmung; manchmal überlagern sich beide, dabei mehr oder weniger mal zu dem einen Haupteindruck “Fenster als Teil der Wand” oder zum anderen, zur “Sicht hinaus auf das Draußen” sich neigend.
Und wie oft war dieser Fensterblick nur eine Metapher bei einer/für eine ganz andere Betrachtung?
(Erstveröfentlichung am 7. Februar 2017 in meinem Entwurfsordner-Blog.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 30.07.2019 waren positiv sechs ausformulierte Szenen, Gebügeltes, eine Vereinsversammlung am Abend.
Die Tageskarte für morgen ist XIV – Die Mäßigkeit.
© 2017 & © 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Meine Fenster sind für mich die Verbindung nach draußen. Darum bleibt der Blick frei und meine Vorhänge werden mit Ausnahme des Schlafzimmers fast nie geschlossen. Auch abends und nachts nicht. Allerdings gehen nur wenige Menschen an meinem Haus vorbei und das Wohnzimmer wird durch den Garten geschützt. Als eine Freundin im Urlaub in einem sehr einsam gelegenen dänischen Ferienhaus die Vorhänge immer schloss, sobald es dunkel wurde, fand ich das seltsam. Ich fühlte mich sofort unwohl und eingeschlossen. Meine Freundin fühlte sich sicher.
Weder Teil der Wand noch Sicht nach draußen. Hm. Eher der durchlässigste Teil meines Schutzpanzers, der mich von außen verletzlich & sichtbar macht. (Ich wohne Parterre. Mit Wohnhaus gegenüber.)
Spannende Gedanken. Und ja, die Wahrnehmung ändert je nach Befindlichkeit.