Zwei verwandte Worte.
To get a Google translation use this link.
Heimtückisch hat es sich angeschlichen, dieses Wort, dessen ziemlich engen Verwandten viele Menschen weniger mögen (als Wort, nur als Wort – und beide werden immer seltener benutzt, ist mein Eindruck). Hinterlassenschaft bzw. Hinterlassenschaften. Sind ja Dinge, die unsereiner am besten schon zu Lebzeiten vernünftig regelt. Also wer was bekommen soll und noch wichtiger: wer Bestimmtes nicht bekommen darf. Zumindest im Erbfall. Und dann gibt es ja auch noch die alltäglichen Hinterlassenschaften, welche meist Müll und Unrat sind und einfach wild in der Gegend herumgeschmissen oder liegegelassen werden. Noch seltener sind die schönen kleinen Dinge, die uns jemand hinterläßt: kleine Zettelchen zum Beispiel, die an unerwarteten Stellen versteckt sind. Und jedesmal, wenn einer davon gefunden wird, geht das Herz auf und ein Lächeln zieht in die Augen und die Mundwinkel und durch die Seele. Oder auch das “vergessene” T-Shirt …
Aber wenn die Hinterlassenschaften dann der Nachlaß sind, dann stecken in ihnen außer den ersichtlichen Informationen und Werten ja auch noch ganz andere Dinge: Unsere Erinnerungen verknüpfen mit allem irgendetwas, das wir nicht vergessen wollen. Trotzdem können wir nicht alles aufhebe, aufbewahren, dann weitergeben. Nein, leider müssen viele Hinterlassenschaften aus einem Nachlaß auch einfach entsorgt werden, weil sie ihren Nutzen, ihren Zweck, ihren Sinn verloren haben. So traurig das oft ist, so bleibt es doch die einzige realistische Möglichkeit, mit den Hinterlassenschaften umzugehen.
Der enge Verwandte dieses Wortes Hinterlassenschaft bezeichnet oft traurige Menschen, die für eine Zeit keinen Sinn mehr in ihrem Leben finden, die von Trauer überwältigt sind: Hinterbliebene. Ein schwieriges Wort, für viele Menschen wirklich schwierig. Und auch der Umgang mit den Hinterbliebenen ist fast immer schwierig.
Welche Hinterlassenschaften welche Hinterbliebene von uns erhalten sollen: Rechtzeitig geregelt ist es später einfacher zu klären und umzusetzen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 01.06.2019 waren positiv das Blutgeleckthaben beim Florett- bzw. Rapierfechten, viel ruhige Lesezeit, am Abend nochmal in der Stadt unterwegszusein.
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Münzen.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

