Nº 059 (2019): Ultimosammelsurium

Und die Absätze werden länger und länger.

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Oh. Ein Sechstel des Jahres ist rum. Huch?

Lief die Zeit, rückblickend betrachtet, schon immer so schnell? Es war doch grad noch Oktober? Gut, Dezember, aber trotzdem?

Irgendwie sonderbar. Irgendwie wie … wie … Ich habe keine Ahnung. Aber viel gelesen habe ich. Und einigermaßen viel geschrieben. Krudes Zeug zum Teil. Aber wo diese ganzen Tage und Wochen hin sind?

Die Entropie in meiner Wohnung ist signifikant gesunken, das kann ich feststellen und vermelden. Ich brauche dringend Regale für die Bücher, die jetzt unter dem Sessel liegen und die sich auf einem Beistelltischchen stapeln. Obwohl ich nur in diesem Monat nun 38 Bücher weggebracht habe. (Gut, ich konnte nicht immer widerstehen und habe auch Bücher mitgebracht.)

Die Ernährungsumstellung ist schwierig. Schwieriger jedenfalls, als ich dachte. Weil ich nun anderthalb Kilogramm Gemüse und Obst am Tag esse und kaum noch Kohlehydrate wie Brot, Nudeln, Kartoffeln – auch Süßigkeiten habe ich tatsächlich extrem wenige gegessen. Aber selbst dann, wenn ich die drei Pfund zu einer Mahlzeit esse, habe ich danach noch Hunger. Wirklich Hunger, nicht Appetit. Ich bleibe zwar hart, aber die Situation ist nicht zufriedenstellend. Wie gerne möchte ich mal wieder ein echtes Sättigungsgefühl haben! Ich habe ja erst jetzt gelernt, daß mein Eßverhalten auch Intervallfasten 16:8 genannt werden kann, d. h. ich esse 16 Stunden am Tag wirklich nichts, auch keine zuckerhaltigen Getränke nehme ich dann zu mir. Das ist seit Jahren so, und doch habe ich nie wirklich abgenommen. Und ich hatte nie wirkliche Hungergefühle, doch wenigstens einmal am Tag fühlte ich mich satt. Aber seit ich bewußt auf Kohlehydrate verzichte, fehlt mir das Sattsein.

 

Jetzt im März möchte ich einen Ausflug an ein bisher nicht besuchtes Ziel machen. Darüber schreib ich dann morgen, am Tag der NVA (immerhin wurde mir mein Dienstgrad “Leutnant der Reserve der NVA” nie aberkannt). Der Rest des Jahres 2019 wird noch viele Überraschungen für mich bereithalten, weil ich mich immer wieder überraschen möchte, Neues versuchen, probieren möchte, Ungutes weglassen möchte. Und weil ich nun nach acht Jahren endlich einen Termin für ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten habe, hoffe ich, daß es auch auf diesem Gebiet wesentliche Fortschritte geben wird. Und auch in anderen Bereichen wird ja einiges passieren: Da ist mein neuer Verein, in dem ich wieder als Marktmönch unterwegs sein werde. Da sind meine Eltern, die ich öfter besuchen möchte. Da gibt es Dieses und Jenes, das ich weiterhin pflegen und entwickeln möchte. Und ganz ehrlich: Schreiben möchte und werde ich. Weiter. Wieder. Immer. Ohne den Zwang, das in ein Buch pressen zu müssen. Nur schreiben. Worte. Wörter. Sätze. Kapitel. Anfänge. Ob ich je ein Ende schaffen werde, ist mir mittlerweile egal, Rille, schnurzpiepegal, wie man so sagt. Und Lesen werde ich weiterhin viel, sehr viel. Und zwar auf Papier, in Buchform, wie bisher. Weiterhin.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 28.02.2019 waren positiv der aufgenähte Flicken, Spiegelei, weitere 5 weggebrachte Bücher (jetzt Σ=38 im Februar, ein echter Erfolg).
 
Die Tageskarte für morgen ist VII – Der Wagen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Nº 059 (2019): Ultimosammelsurium

  1. Nati sagt:

    Das klingt alles sehr positiv, Emil.

  2. Gudrun sagt:

    Ja, ein Sechstel ist schon wieder um. Kannst ja schon mal wieder horchen, ob es den Figuren im Pappkarton gut geht.
    Heute lasse ich mal wieder einen Kommentar da. Ich habe nämlich immer keine Zeit, hocke ständig über meinem Spinnbuch. 🙂

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