Traumwunder (Nº 278/2018)

Gibt es Menschen mit ähnlichem Erleben?

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Ich träume Fortsetzungen. Immer wieder taucht einunddieselbe Kreuzung auf, die es nicht gibt, und die ich doch kenne wie meine Westentasche, weil ich so oft von ihr träume. Auch das Mischgrundstück aus den großelterlichen Anwesen und Häusern ist mir mittlerweile geläufig, selbst mit dem Anbau aus der Schlosserei im Zinnerz Ehrenfriedersdorf. Den Bus, den ich im Traum fahre, hab ich nie selbst chauffiert. Aber seine Schaltung und der ganze Rest sind mir aus dem SIL 135 bekannt.

In manchen Nächten und an manchen Morgen kann ich vollständige Dialoge aus diesen Träumen aufzeichnen, hätte ich die Möglichkeit dazu, könnte ich Fotos aus diesen Träumen direkt ausbelichten, so tief haben sich manche Örtlichkeiten in meinem Hirn verankert. Und das verwunderlichste ist, daß ich seit Jahren, bis heute in drei Serien träume, drei verschiedene Traumgeschehen sich immer wieder fortsetzen, sich nicht überschneiden, keine Berührungspunkte haben (außer der Tatsache, daß immer ich dabeibin).

 

Ich finde es wirklich bemerkenswert, daß ich solche Serienträume habe und sie sich seit Jahren (!) immer wieder weiterentwickeln. In den Szenenbildern und der Ausstattung und selbst in den anderen Haupt- und Nebendarstellern sind sie noch immer konsistent.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 05.10.2018 waren eine erstandene Schreibtischleuchte, im Baumarkt alles Gesuchte gefunden zu haben, Sauerkrautsalat am Abend.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Traumwunder (Nº 278/2018)

  1. Carlie sagt:

    Ich träume ganz anders – weniger genau und nie in Fortsetzungen, ich wusste gar nicht, dass es solche Serienträume gibt. Ich glaube, ich würde mich schon jeden Abend auf die Fortsetzung freuen. 🙂
    Meine Träume sind in einer Nacht immer abgeschlossen, manchmal mit einer Handlung wie eine Kurzgeschichte, und oft tauche ich darin gar nicht auf. Am andern Morgen erinnere ich mich an einzelne Bilder, aber vor allem an Gefühle – an Dialoge erinnere ich mich fast nie, Sprechen spielt sowieso keine so große Rolle, und auch die Details in der Szenerie sind nicht so wichtig… verrückt.

  2. Sofasophia sagt:

    Boah, spannend! Was du beim
    Geschichtenschreiben nicht zu können sagst, klappt im Traum …
    Ich kann manchmal eine durchs Pinkeln unterbrochene Traumszene „weiterträumen“, aber sowas wie bei dir hatte ich noch nie. Ist das für dicb eher stressig oder eher inspirierend?
    Fällt mir auf, dass ich mich selten auf örtliche Details konzentriere, eher auf Gesichter und Stimmungen, auf Worte und Gerüche. Bestenfalls erinnere ich mich, WO es ist und ob vertraut oder unbekannt.
    Träumen ist faszinierend und geheimnisvoll.
    Gute Nacht!


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  3. sweetkoffie sagt:

    Leider träume ich keine Fortsetzungen. Manchmal bedauere ich das.

  4. look2him sagt:

    Träume kommen nicht aus dem Nichts. Frage vielleicht mal denjenigen, der Dir die Träume schickt, um die Erklärung?

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