Bügeln. Und dabei an die alten Mangeln denken.
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Heute hatte ich richtig viel Zeit zum Nachdenken, zum Phantasieren, zur Meditation. Heute nämlich habe ich nur zwei Dinge getan: Essen gekocht (Gurkensalat, Rührei und Salzkartoffeln) und gebügelt. Und das meiste von dem, was ich bügelte, habe ich sogar richtig zugeordnet. Ja, richtig erkannt, es war nicht meine Wäsche. Aber ich konnte mich an vier Wäschekörben wirklich sattbügeln.
So sonderbar das auch immer wieder klingt: Ich bügele gern. Vielleicht nicht unbedingt alles, was gebügelt werden kann, aber doch fast alles. Zuhause sogar meine Boxershorts. Und Taschentücher. Und Geschirrtücher. Es ist schon immer eine meiner liebsten Tätigkeiten im Haushalt gewesen … Und wenn ich Mangelwäsche hätte, mehr Mangelwäsche als meine drei Garnituren Leinenbettwäsche, ich glaube, dann würde ich auch mangeln gehen. Kalt. Nicht zur Heißmangel. Sondern an eine dieser urtümlichen Maschinen mit dem Holztrog voller Steine, der in meiner Erinnerung immer bis fast an die Decke eines Kelleraumes reichte und über einen sehr breiten Riemen angetrieben wurde. Ach, da brauchte es Docken und Mangeltücher und einen Handwagen für den einen oder die zwei Wäschekörbe aus Weiden geflochten …
Ich weiß, es gibt auch in meiner Stadt noch solche Kaltmangelungetüme. Ich muß wohl einmal eines davon photographieren. Hm. Das sollte ich in diesem Jahr noch schaffen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 06.07.2018 waren die ruhige Bügelei, der Gurkensalat, das Feierabendbier.
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Kelche.
© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das wäre schön, wenn du sie einmal fotografieren würdest, ich kenne nämlich nur Heißmangeln und habe sofort wieder den Duft von frisch gemangelter Bettwäsche in der Nase, das habe ich geliebt!
herzlichst, Ulli
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Ja, so ein Foto würde ich gerne sehen
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Dann kannst du gerne einmal die Woche bei mir vorbei schauen und einen Korb voll Wäsche bügeln. 😉 Ich finde es so langweilig zu bügeln.
Dafür mag ich Unkraut jäten, ist fast wie meditieren. Aber dafür hat auch nicht jeder Verständnis. Gut das jeder anders ist und andere Vorlieben hat.
Wegen eines Korbes lohnt sich die Anreise nicht. 😉
Ach wie schade, ist auch zuverlässig voll. Woche für Woche. 😉