Und vom heutigen Tag auch.
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Ich fang mit heute an: In einem der Discounter gibt es für kleines Geld Rucksäcke (70 l), die der Anatomie meines Rückens besser angepaßt sind als mein bisheriger. Ich wollte unbedingt einen haben, war also früh schon unterwegs. Um neun waren in der einen Filiale schon keine mahr da, halb elf in der zweiten auch alles verkauft. In der dritten aufgesuchten Filiane hier in der Stadt habe ich dann doch noch einen schwarzen erstehen können. Neuer Rucksack, neues Packsystem, das ich erst ausprobieren muß. Die vielen großen und kleinen von außen zugänglichen Taschen des alten Rucksacks waren schon ziemlich praktisch, ich hoffe, die werden mir an dem neuen nicht fehlen. In den nächsten Wochen werde ich sicherlich öfter mal einpacken und auspacken und probetragen.
Am Sonntagabend habe ich mich (sozusagen “nebenbei”) den Zetteln gewidmet, die in der schlaflosen Nacht beschrieben wurden. Hätte, könnte, müßte, würde. So viel davon. Angefangene Sätze mir Worten, die nicht hierher gehören, vulgäres, übereindeutiges Gestammel. Es waren Zettel dabei, auf denen ich nur zwei oder drei Wörter entziffern konnte: War ich zu genervt oder zu müde für ein saubereres Schriftbild? Weg damit! Und manches waren Wiederholungen schon längst geschriebener und teilweise sogar schon gebloggter Texte und Textpassagen: Weg damit! Beinahe wäre neben dem Tisch ein Knüllpapierhaufen entstanden, die rechtzeitige Erinnerung an den Shredder verhinderte das. Und weil ich dann einmal dabeiwar, fiel mir gleich noch ein zweiter Zettelhaufen in die Hände und der Eimer des Zerschnipselapparates füllte sich ein zweites Mal (auch mit fünf bis zehn Jahre alten Papieren). Ich gestehe, daß ich sonst beim endgültigen Entsorgen des Altpapiers bestimmt einige Zettel wieder heraussortiert und weiter aufgehoben hätte; der Shredder hilf mir also wirklich beim Wegwerfen.
Am Sonnabend wollte ich auch den mir zugeschickten Scanner ausprobieren. Ich habe ja noch einen Laptop mit Windows Irgendwas und Parallelport. Aber der Oldtimer wollte am Sonnabend einfach nicht mehr starten. Ein Windows XP oder 2000 oder Vista konnte ich mangels CD/DVD nicht aufspielen. Ich probierte es mit einem Knoppix vom USB-Stick: Der Rechner arbeitete, aber um den Scanner betrieben zu können, müßte dieser alte Rechner ins Internet gehen können, was ich ganz bewußt nicht zulassen möchte. Ich werde diese Woche ein neues Knoppix herunterladen und die Pakete für SANE und dann einen weiteren Versuch starten. Noch aber weiß ich nicht, ob der Scanner scannt.
Nebensächliche Dinge …? Jedenfalls Dinge von drei Tagen, die ich trotz aller anderen Umstände für drei gute Tage halte. (Ach, andere Umstände? Was? – Ja, dieses Alleinsein, diese Sehnsucht nach Haut und allem, was dazugehört, die schiebt mich ziemlich weit an den Rand der Depression; ich kämpfe dagegen, bin nicht bereit, mich dem Schwarzen Loch hinzugeben, werde das auch nicht so leicht sein. Ein wenig Hilfe aber wäre sehr willkommen …)
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 23.04.2018 waren der Rucksack, die Bücher aus der Bibliothek, die junge Frau am Markt, die sich über meine Powerbank und den etwas aufgeladenen Akku ihres Telephons (von 6% auf 12%, oder waren es 15%?) freute.
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Schwerter.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

