(2017: 337) Das 3. Türchen – Erster Advent

Aardäpplkuuhng vun meinr Gruußemutter.

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen.
 
Ich wünsche all diesen Menschen und mir eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für all jene, die Hoffnung brauchen.

 

 
Kartoffelkuchen (Aardäpplkuuhng), Rezept von meiner Oma
 

– 50 g Hefe in 3 EL lauwarmem Wasser zergehen lassen
– mit ½ Pfd. Mehl anrühren, gut aufgehen lassen
– 1 Teller gekochte Kartoffeln reiben
– 3 Eier
– ¼ Pfd. Butter
– 2 EL Zucker, Prise Salz
– ½ Mandelaroma, Rosinen und Zitronat nach Geschmack

Alles tüchtig zu einem Teig verkneten und den auf einem vorgewärmten Backblech fingerdick ausrollen. Mit einer Gabel oft einstechen, zerlaßne Butter draufpinseln, mit Zucker und Zimt bestreuen. Nochmal mit brauner Butter bespritzen.

Etwa ½ Std. lang schön braun backen. Am besten noch warm essen.

 

 

Nach diesem Rezept wurde er in der Böttcherfamilie gebacken, der Kartoffelkuchen, den es mit Rosinen und Zitronat und Mandelaroma zur Adventszeit gab, an den Nachmittagen zum Kaffee. Wenn ich mich recht erinnere, dann hat Oma die Hefe auch mit lauwarmer Mischung aus Milch und Wasser angesetzt. Oh, wenn meine Backröhre nur funktionieren würde, dann hätte ich ihn schon längst gebacken, auch schon längst aufgegessen. Ich weiß nämlich, daß ich mich da nicht beherrschen kann. Hmmmm! Wahrscheinlich gäbe ich heute auch ein wenig Kardamom und Sternanis dazu. Für mich als Kind jedenfalls war es immer ein kleiner Festtag, wenn es den “Aardäpplkuuhng” gab.

Ohne die weihnachtlichen Zutaten Zimt, Rosinen und Zitronat schmeckt der Kartoffel­kuchen auch recht gut, wenn ihm im Herbst stattdessen geriebener oder feingewürfelter Apfel (bitte eher säuerliche, feste Sorte verwenden) beigemischt wird.

Heute Nachmittag, zum Kaffee am Ersten Advent, würde ich gerne Kartoffelkuchen essen, werde es aber nicht können. Vielleich ist jemand von euch mutig, backt einen und schreibt mir dann, wie er schmeckte.

 

Euch allen wünsche ich eine Zeit voller glücklicher Momente.

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das täglich 24 Stunden lang bei der Versteigerung von #hand2hand tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

Der Emil

P.S.: Das Gute am 02.12.2017 waren eine halbe Kiste Mandarinen in meinem Bauch, Pfefferkuchen und Marzipan, gute Nachrichten von Unterwegs.
 
Die Tageskarte für heute ist XV – Der Teufel.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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0 Kommentare zu (2017: 337) Das 3. Türchen – Erster Advent

  1. Kai sagt:

    50g Hefe … das bringt uns 42g-Hefewürfelkäufer ganz schön ins Schleudern 😉
    Dass Dein Ofen hin ist, ist ja doof. Hast du den selber mitgebracht, oder ist der mitgemietet? Dann wäre es Vermietersache, ins reparieren zu lassen.
    Schönen 1. Advent!


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  2. Lieber Emil.
    Ich wünsche dir einen schönen 1. Advent. Kennst du nicht jemanden der mit dir dieses Rezept machen würde um es hinterher mit dir zu genießen?
    Das würde ich dir wünschen.
    LG, Nati

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  3. Weena sagt:

    Kartoffelkuchen gab es in meiner Kindheit immer, wenn Stollen gebacken wurde. Der „Restteig“ wurde dann zum Kartoffelkuchen weiterverarbeitet. Sehrsehrsehr lecker.
    Allen einen schönen Adventssonntag!


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  4. Arabella sagt:

    Ich habe noch 2 Portionen eingefroren. 🙂 🙂 🙂


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  5. Da merke ich wieder, dass ich aus einem ganz anderen Kulturkreis komme – Kartoffelkuchen gab es bei uns nicht. Dafür Hefezopf in allerlei Variationen, von süß bis salzig.

    • Der Emil sagt:

      Das sind wohl regional unterschiedliche Kochtraditionen, zu Festtagen ebenso unterschiedlich wie beim Armeleuteessen. Ich kenne auch den „Düwwekochen“ (Kartoffelkuchen) aus der Koblenzer Gegend, der wird ja ganz anders gemacht. Und in Mecklenburg gab e auch Kartoffelkuchen, einen wiederum ganz anderen, an den ich mich nur noch sehr vage erinnere.

  6. Gudrun sagt:

    Kartoffelkuchen wird im Volkskundemuseum Wyhra immer im großen Bauernofen gebacken. Ich werde dort immer gut versorgt, denn übrig ist am Abend nie etwas geblieben.

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