Erster Blick auf 2015 (362/3)

Meckern muß sein

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2015. Fast vergangenes Jahr. Noch drei Tage hält es für mich und für euch bereit. Drei Tage.

Ich behaupte, 2015 war ein echt beschissenes Jahr. Und ich glaube fest daran. Denn es gibt nur wenig Positives, nichts Herausragendes, an das ich mich zu erinnern wünsche. Privat war es nicht ganz so schlecht: Etwas sehr privates Positives, das ich nicht öffentlich erwähnen werde, gab es doch; und den Besuch auf dem einsamen Gehöft unterm Birnbaum mit all den Menschen dort; und auch Weihnachtspakete und -brief und -geschenke gab es, ja. (Welt-)Politisch aber gab es meiner Meinung nach allerdings keinen Fortschritt, nichts, das diese Erde besser bewohnbar macht.

Vor allem bin ich unzufrieden mit der tagtäglichen Politik und der allgemeinen Gesellschaft. Gute Ideen wurden einfach verworfen, eingestampft, abgeschmettert, der Lächerlichkeit preisgegeben. Überall auf der Welt. Und ganz besondere enttäuscht bin ich von dem, was sich hierzulande Regierung und Parlament nennt. Das war nichts, gar nichts, was die dieses Jahr verzapften. Das macht mich sogar wütend, zornig. Ich kann mich nur wiederholen: Wandlitz war viel näher am Volk als BRD-Regierungen und -Parlamente (auch in den Ländern).

Wenn es möglich wäre, müßten diese Frauen und Herren, diese Weiber und Männer die 2015er Runde nocheinmal drehen – mit Hartz-IV-Satz als Einkommen, ohne Privilegien und ohne Lobby und Lobbyisten. Vielleicht würde daher ein wenig mehr Demut kommen, nicht gegenüber der USA-Weltpolizisten-Scheiße, sondern gegenüber dem eigentlichen Souverän: Demut gegenüber dem Volk, der eignen Bevölkerung, den normalen Menschen.

Manchmal rauche ich seltsames Zeug und habe davon seltsame Träume, glaube ich.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 27. Dezember 2015 waren ausschlafen, scannen, musikhören.
 
Tageskarte 2015-12-28: Die Sieben der Münzen.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Erster Blick auf 2015 (362/3)

  1. alltagsfreak sagt:

    Was Du zu den Herrn und Damen Politikern schreibst, spricht mir direkt aus dem Herzen.

  2. Elvira sagt:

    Ich hätte auch gerne so etwas zum Rauchen. Hast du Urban Priol gesehen? Tilt?

  3. Gudrun sagt:

    Oh, Demut? Der, der sich Finanzminister nennt, meint, wir müssten das noch lernen. Das sagt auch ein Ex-Wirtschaftsminister, ein SPD- Mann und ich habe das Gefühl, es wird das neue Modewort. Klingt ja auch besser als Armut.

    • Der Emil sagt:

      Es ist schon lange das, was ich von den Verantwortlichen erhoffe/erwarte.

      Was die Ministerdarsteller dazu sagen, zählt erst, wenn sie selbst die untersten Schichten für mehrere Wochen/Monate selbst wirklich erlebt haben.

  4. Sofasophia sagt:

    Du sprichst mir großflächig aus dem Herzen.
    Gut, dass das Jahr doch noch ein paar Tolligkeiten für dich hatte. Nicht zu unterschätzen das.

  5. Frau Momo sagt:

    Ich hatte allerdings selten soviel Berührung mit einem Teil des sog. Souverän, den ich am liebsten auf den Mond oder sonst wo hin wünschen würde. Aber auch da Totalversagen der Politik, vor allem der sächsischen. Trotzdem, der Souverän hat gerade oft eine sehr hässliche Fratze

    • Der Emil sagt:

      Und ich weiß, daß das von Dir Erlebte nur ein Minderheitsanteil des Souveräns ist.

      Wenn es nur die schweigende Mehrheit schaffen würde, aus ihrem Schweigen auszubrechen …

      • Frau Momo sagt:

        Tut sie aber nicht und leider verbreitet diese Minderheit Angst und Terror

        • Der Emil sagt:

          Wie die Minderheit der Muslime …

          • Frau Momo sagt:

            Der Vergleich hinkt aber gewaltig…. meiner Meinung nach

            • Der Emil sagt:

              Wieso?

              Eine Minderheit der Muslime verbreiten Angst und Terror.

              Eine Minderheit der Deutschen verbreiten Angst und Terror.

              Ja, Angst und Terror sind unzerschiedlich. Doch es sind Angst und Terror.

              Beide Minderheiten aber schaffen es, die Mehrheit der eigenen „Gruppe“ (die Gruppierung, in der sie eine Minderheit sind) bei der Mehrheit der jeweils anderen „Gruppe“ zu diskreditieren — ganz abstrakt betrachtet.

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