Den Kopf voll mit Vielem
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Den Spruch kennt ihr doch auch, oder?
» Kümmere Dich doch nicht um ungelegte Eier! «
Das Blöde ist, daß ich mich gerade um ungelegte Eier kümmern muß. Also planen muß, in Erfahrung bringen muß, Alternativen finden muß. Wobei ‘muß’ nun auch wieder nicht ganz stimmt. Aber heute ist der achte September, und in 230 Tagen möchte ich mich auf meinen Weg machen. Görlitz, Vacha, Franken, Zweibrücken, Stuttgart, Windisch, Fitou, Andorra la Vella, Santiago de Compostella, Finisterra. Die Ankunft dort ist für Oktober 2016 geplant, mit Tagesetappen von 25-30 km. Nix dagegen einzuwenden, daß ich/es auch schneller gehen kann.
Ich komme mir vor wie … wie … wie einer, der von Nichts eine Ahnung hat. Und ich will bis dahin unbedingt noch einen Schrittzähler haben. Und ausrechnen, wieviele Kilometer Weg ich da in Angriff nehmen will. Oder lasse ich das besser sein, damit ich im Angesicht dieser riesigen Zahl nicht vor Angst erstarre und verzweifle? — Wie machen das die anderen, die sich auf einen solchen oder ähnlichen Weg mach(t)en? Ich kann, nein, ich muß den Irgendlink fragen, und vielleicht noch Michelle?
Wenn ich nur …
Wenn ich nur anfangen könnte zu glauben, daß sich alles Notwendige zum richtigen Zeitpunkt ergibt … (Ha, das “Erfolgreich wünschen” war/ist der zweite hier im Blog veröffentlichte Artikel!) Sollte ich wieder – denn das habe ich irgendwie aus den Augen – glaube ich aber noch daran?
Andererseits habe ich so manchmal genau das erlebt: Daß im richtigen Moment das Notwendige einfach geschah/vorhanden war. Früher nannten’s die Menschen wohl “Gottvertrauen”. Früher glaubte auch ich an Gott (ganz ehrlich: ich tu es noch immer, aber eben nicht mehr an den der institutionellen Kirchen). Oder Grundvertrauen?
Jedenfalls befleißige ich mich in der Übung eines solchen Vertrauens, mindestens bis zur sicheren Heimkehr.
Was notwendig ist, wird zum richtigen Zeitpunkt passieren/da sein. Ab sofort.
Hoffentlich. 😉
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 7. August 2015 war das sonnige Gemüt des Jobcenter-Mitarbeiters.
Tageskarte 2015-09-08: Die Neun der Münzen.
© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


gottvertrauen, grundvertrauen, urvertrauen, selbstvertrauen!
ich vertraue darauf, dass du GANZ GENAU den richtigen weg gehst.
dein projekt lässt mich aufgeregt auf meinem stuhl rutschen. ob wir dich virtuell begleiten dürfen? unterstützen auch?
Virtuell begleiten: Wenn ich das Stromproblem und das Netzproblem gelöst habe …
der jürgen hatte so solar-akkus. damit könntest du strom haben.
Wichtiger war beim Nordkapritter der Dynamo …
Solarhut, 2,5 m²?
ganz bestimmt 🙂
Dein Wort in Gottes Gehörgang, bitte.
In der Tat würde ich die Tour auch gerne einmal wandern. Bin nur am Überlegen wie und wann. Freue mich jetzt schon auf Deine Berichte. Liebe Grüße
Bei mir sind es eher die praktischen (und monetären) Problemchen, welche mir Kopfzerbrechen bereiten …
Du wirst sie lösen 🙂
Dein Wort in Gottes Gehörgang 😉
(Alleine werde ich das nicht schaffen, befürchte ich. Aber vielleicht finde ich die nötige Unterstützung in Form von Mobilfunknetzkenntnissen für Frankreich und Spanien, Stromerzeugungswissen für Fußgänger, Speichertechnikwissen für Photographierende usw. usf.)
Falls Du es noch nicht gemacht hast. Vielleicht hilft es, Punkt für Punkt (Hindernisse, Unklarheiten, Probleme) aufzuschreiben und dann schrittweise nach Lösungen suchen. Die Leser Deines Blogs werden sicher alle gerne helfen….
Bin grad dabei. Da fällt mir ein: Du bist doch so halb Spanierin mit Deiner Finca?
Finca ist gut..Apartment…Halbspanierin wäre ich gerne :-). Wenn ich Dir irgendwie behilflich sein kann, melde Dich..
Ha, Vodafone prepaid mit viel Internet — gibt’s das dort?
Ja, es gibt alles. Movistar ist wie die deutsche Telecom der Nachfolger von Telefonica. Daneben gibt es Vodafon. Allerdings ist auf Teneriffa „Internet und Telefonieren “ teurer als in Deutschland.
Ich bleibe ja auf dem Festland. Nach Teneriffa zu Wandern scheitert an der fehlenden Schweren Taucherausrüstung samt Begleitschiff. 😉
🙂
Es gibt auch unter Jobcenter-Mitarbeitenden also feine Menschen. Wie mich das freut! Schrittmesser? Hm.
Ich glaube ja, es gibt keinen für alle richtigen Weg der Vorbereitung. Wenn ich vor einem Jahr gewusst hätte, vor der Pilgerreise, wie hoch die Berge sind, die ich erklimmen würde, hätte ich den ersten Schritt vielleicht nie getan. Irgendlinks Methode des „ich darf jederzeit scheitern/abbrechen/umkehren und gehe jeden Tag, so viel ich will und kann“ hat mir dabei extrem geholfen. Das Nicht-Fixiertsein auf das Ziel. Ich muss nirgends ankommen. Weder an der Quelle der Reuss noch in Santiago. Ich gehe um meiner selbst willen. Das ist es, was ich will. Ich will mich und meinen Flow, meine Stille, meine Herzstimme finden.
Mit dieser inneren Haltung ging es bei mir. Aber wie es bei dir gehen wird, weiß nur einer. Und selbst der weiß es noch nicht. Der Weg wächst beim Gehen, sagen die Iren. Und du mit ihm.
Go raibh maith agat as an bheannacht.
Wenn ich gewußt hätte … Das beschäftigt mich so sehr! Momentan kämpfe ich gegen die Angst vor der eigenen Courage.
Gerne doch.
Das ist er wohl, dein Weg? Dir und deinem Mut zu trauen; zutrauen, dass …
Nun, ich möchte aber doch gern ankommen, am Ziel, also in Santiago. Ein 4000-km-Spaziergang. Recht einfache Sache, das Gehen zumindest. Aber das drumherum!
Als Beamter/Mitarbeiter im öffentlichen Dienst kann mensch ein Sabbatjahr nehmen (sogar mit Bezügen/Gehalt — irgendeine Regelung gibt’s da) — als ALGII-Empfänger darf ich den Wohnort nur 21 Kalendertage im Jahr verlassen …
Es wird klappen, ganz bestimmt.
Yessss!
Das Projekt gefällt mir 👍🏻
Danke, aber … Ach, wird sc hon werden!
Zu einem Projekt gehört noch eine genaue Zieldefinition 😉
Ja, das hab ich auch schon. Ein minimales, ein normales, ein optimales und ein maximales Ziel; dazu ein moralisches, ein selisches usw. usf. 😉
Hoffentlich sind die auch alle erreichbar 😀
Sind sie, müssn aber nicht alle erreicht werden 😉
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Das Motto finde ich gut: Man muss nicht, man kann. So habe ich mir das Rauchen abgewöhnt. Und was keiner wusste, ich habe eine Schachtel Kippen ständig mit mir herumgetragen.
Ich finde dein Projekt richtig gut, lieber Emil. Jetzt hast du noch Zeit und Kraft. Ein bissel Angst gehört wahrscheinlich dazu, aber es gibt für Notfälle die Netzwerke.
Ach Gudrun,
seit 1991 trag ich das Wegelein schon mit mir herum, es hatte Genug Zeit zu gären. Und nun scheint es wohl reif zu sein. Ja, nach 25 Jahren ist auch guter Rotwein soweit. Und ist Jürgen nicht auch 25 Jahre nach seinem ersten Versuch am Nrodkap angekommen?
Vielleich hab ich auf dem Weg Gelegenheit, der Raucherei weitgehend abzuschwören — ab und an eine Zigarre sollte auch danach noch möglich sein.
Ich würde mir nicht immer die ganze Strecke vor Augen halten…. jeden Tag eine Etappe…. das macht es vielleicht weniger bedrohlich
In der Planung muß ich schon die Gesamtstrecke sehen, beim Gehen dann nicht …
Ich wohne nicht weit weg von Andorra, in Frankreich (falls du auf einer Karte schauen willst: Tarscon sur Ariege) und du kannst dich gern mit Fragen bei mir melden.
Von uns aus sind mehrere Freunde auch bis Santiago gelaufen…Ich kann Fragen eventuel weiterleiten.
Ansonsten denke ich, es kommt immer das, was man braucht, gerade bei so einem Projekt.
Das Wichtigste ist das Loslaufen…
Tarascon sur Ariege (sorry, Tippfehler)
Vielen Dank für das Angebot.
Naja, wenn es denn soweit ist, dann hilft mir wahrscheinlich jeder Tip zu mobile phone und internet … Aber noch ist Zeit.