Und da sind die Zweifel wieder
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Die Gedanken springen Trampolin, nachdem ich gestern mehrere Hundert Gigabyte Daten löschte. Waren die wirklich alle doppelt und dreifach vorhanden? Was alles habe ich unwiderbringlich verloren? Hätte ich nicht besser alles nocheinmal auf DVD brennen sollen? Ist mir das Wichtige geblieben?
Weg. Nicht wiederherstellbar gelöscht.
rm -Rdf ./* ./.*
Uff. Und weg war alles. Ganz weg.
Aber jetzt, einige Stunden nach der Reinigungsaktion, jetzt kamen Zweifel. Es ist ja, als hätte ich Fotoalben, Tonbänder, Briefe, T-Shirts, Jeans, Socken usw. usf. einfach verbrannt. Nur, daß ich hier nichteinmal einen Aschehaufen übrigbehielt.
Wie einfach es ist, im digitalen Zeitalter Dinge ungeschehen zu machen, Dinge vollständig verschwinden zu lassen, Dinge vollständig zu vernichten, solange sie nicht irgendwo im Internet zu finden sind oder waren … Aus Geschehnissen Nichtgeschehenes, aus Dingen Nichtdinge, aus Andenken Nichtdenken zu machen ist so leicht und macht so viele Gewissensbisse. Genichtet. Ein Ereignishorizont, hinter dem die Gigabytes, Megabytes, Kilobytes, Bytes und Bits und vielleicht sogar Qbits für mich nicht mehr aufzufinden sind. Für niemanden mehr, da ich sie vollständig genichtet habe.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 4. Januar 2015 war die Couch.
Tageskarte 2015-01-05: Der Ritter der Kelche.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Und wie schwer fällt auch hier das Loslassen…
Jein … Das Sortieren war anstrengend, weil umfangreich, das Löschen war einfach, weil nur der kurze Befehl. Und jetzt ist ein klein wenig Jammern auf hohem Niveau angesagt, mitleiderheischendes 😉
Armer Emil, alles wird gut.:-D
*zwinker*
😉
Gibts eigentlich einen Ort auf einem Ubunturechner, wo die Inhalte aller geleerten Abfalleimer landen? Und wenn ja, wie kann ich die ganz nichten, unwiederbringlich?
Loslassen ist schon verdammt schwer.
Diesen Ort gibt es. Es ist das sagenhafte, sagenumwobene NUL-Device (/dev/nul), in welches zB Inhalte von geleerten Papierkörben verschoben werden … Aber das sind IT-Legends biblischen Ausmaßes. 😉
*seufz* Ja leider aber notwendig.
Hihi, danke. Und die kann man leeren, diese Müllhalden? Mit welchem Terminalbefehl? (sudo apt-get müllkippen?) 😉
Loslassen gibt neuen Raum.
/dev/nul ist das Datennirwana. Was dort hinkommt, verwandelt sich in einen Entropiezuwachs – da gibt es nichts zu leeren und nichts wiederherzustellen. Das zerschlagene rohe Ei ist unzusammensetzbar …
Gutes Bild. Daanke again.
Dazu möchte ich folgende Bemerkungen machen: So wurde erzählt“ Bei der Abspaltung Europas von Pangea haben die Alpen am Meer gelegen und dort ganz oben sind die Dinosaurierspuren im Sand des Meeres versteinert zu sehen. Nun ist der Forscher der Meinung diese zu konservieren und zu digitalisieren“
Da ist doch ein leises Schmunzeln erlaubt beim Gedanken an die Vergänglichkeit!
Und ein herzhaftes Lachen scheint auch angebracht.
Allerdings weiß ich aus Studentenkreisen, daß in den Naturwissenschaften wieder vermehrt Handskizzen auf Papier gefragt sind.
Bei meiner Kiste mit dem Obst und dem Unix-Kern kann ich meinem „Finder“ anweisen “ Sicher löschen“. Dann passiert bestimmt Ähnliches wie bei dir, ich weiß es nur nicht, weil ich mich hüte über die Shell auch nur nachzudenken, geschweige denn, mich da hinein zu bemühen. Das würde mein Spatzenhirn nicht schaffen. Und so vertraue ich darauf, dass es ordentlich erledigt wird, wenn es denn muss.
Gruß von nebenan.
Ja, der macht das dann ordentlich. Löscht (wie Windows) den Anfang des Verzeichniseintrages (dann kann nix mehr gefunden werden) und überschreibt die Sektoren, in denen die Daten wirklich lagen, mehrfach mit nix (wipe file).
Okay, mit extremem Aufwand läßt sich auch dann unter Umständen noch Restmagnetisierng nachweisen. Aber der Aufwand ist wirklich extrem.
Oh je, das lass ich mir nochmal erklären, wenn du mal wieder in Leipzig bist. 🙂
Oh weh. Dann muß ich wohl mal wieder … Ernstlich habe ich das sowieso vor in diesem Jahr: einmal im Quartal LE.
Das endgültige Löschen von Daten fällt genauso schwer, wie das Wegwerfen von Dingen. Und mit beiden hab ich so meine Probleme.
Das war bei mir aber sehr sehr notwendig. Und auch von meinen Haufen muß einiges endgültig entsorgt werden.
2015 sind eine ganze Menge Notwendigkeiten zu erledigen.