Wieso elf eigentlich sechzehn sind und was die Schlechtschreibreform anrichtet und was ich dann so wissen möchte
To get a Google translation use this link.
Diese neue Rechtschreibung läßt mich am Namen des Herkunftblogs grad verzweifeln: Ist sie nun ein Tüpflischießer (schießt sie mit/auf Tüpflis) oder ist sie ein Tüpflischiesser (ißt sie also Tüpfli-Schi)? Ich sags doch, diese Schlechtschreibung bringt nur Unklarheiten …
- Diese 16 Fragen, von denen sie behauptete, es wären nur elf Fragen, bat Tüpflischiesser mich zu beantworten:
- Was ist Deine Lieblingsspeise?
Ganz eindeutig Bockwurst im Brötchen mit Bautz’ner Senf, mittelscharf. Die geht immer. - Liest Du Bücher? Welche? (Das sind ZWEI Fragen!)
2 a) Ja, ich lese Bücher
2 b) Ausschließlich solche aus Papier. Viele. Sehr viele. - Dein Geburtsjahr?
Mein Gebutsjahr? War (dezimal) vierstellig. Exakt: MCMLXIII, 111 1010 1011bin, 3653oct, 7ABhex oder 1963dec - Wo lebst Du? Stadt oder eher ländlich? (Das sind schonwieder ZWEI Fragen!)
4 a) N 51.486259519398 E 11.919128798948 – das ist wohl genau genug.
4 b) Gefühlter Stadtrand – und doch noch ziemlich mittendrin – mit guter ÖPNV-Anbindung - Du siehst, jemand wird drangsaliert. Schreitest Du ein?
Ich werde niemals eine BDSM-Session als Nichtbeteiligter unter- oder gar abbrechen. - Gibt’s eine/n Lebensabschnittsgefährten/-gefährtin?
Diese Frage ist eine, die ich nicht beantworten kann … - Trinkst Du Alkohol? Wenn nicht, warum? (Das sind schonwieder ZWEI Fragen!)
Erinnert mich an die Frage: “Rauchen Sie – und wenn ja, warum nicht?”
7 a) Nachdem ich einige Zeit echter Säufer war, beschloß ich, nicht mehr krank zu sein und ab diesem Zeitpunkt Alkohol wieder “normal” zu konsumieren. Klappt.
7 b) Obsolet. - Hast Du schon mal gekifft? Wie fandest Du es? (wenn die Frage Deinen Job gefährdet, darfst Du sie übergehen.) (Das sind schonwieder ZWEI Fragen!)
8 a) Sicher.
8 b) Ich finde es entspannend, so zwei- oder dreimal im Jahr. - Treibst Du Sport? Welchen? (Das sind schonwieder ZWEI Fragen!)
9 a) Im Prinzip nein, es sei denn, bewußtes Treppensteigen hinauf in den neunten Stock zählt dazu.
9 b) Blogmarathon im fünften Jahr. - Wie wichtig sind Dir Deine Mitmenschen?
Oha. Das ist einfach zu beantworten: Die einen mehr, die anderen weniger; einige mag ich nicht missen, auf viele könnt‘ ich verzichten. - Wie definierst Du Freiheit?
Nicht nur die theoretische Möglichkeit, sondern die tatsächliche Gelegenheit und Fähigkeit zu haben.
Und nun zu den Regeln (seht sie euch bitte bei Silvia nochmal an). Ich nominiere niemanden, denn ich bin stöckchenabstinent (und auch weiterreichungspflicht-awardabstinent). Wer aber mag, darf die von mir gestellten Fragen gerne beantworten.
- Baden am FKK oder im Textilbereich?
- Was wird zuerst angezogen: linker/rechter Strumpf, Unterhose, (falls notwendig) BH oder was?
- Welches war das letzte von Dir gespielte Brettspiel?
- Wann warst Du zuletzt im zuständigen Finanzamt?
- Wie trinkst Du Deinen Kaffe/Tee?
- Falls Du in der jetzigen BRD lebst: Hast Du bereits im “anderen” Teil Deutschlands Urlaub gemacht?
- Wenn Du für den Urlaub zwischen den beiden entscheiden müßtest: Nordsee oder Ostsee?
- Träumst Du von Sex?
- Wieviele wirklich gute Freunde hast Du, die Dir jede Wahrheit sagen dürfen?
- Traust Du Dir zu, da wo Du lebst vier Wochen ohne Geld, ohne Ausweis, ohne Krankenversicherungskarte leben zu können?
- Wann hast Du zum letzten Mal unter freiem Himmel geschlafen?
Ein ziemliches Durcheinander an Fragen. Aber ich, ich müßte da auch wieder ziemlich viel nachdenken. Na, wer antworten mag, der greife zu … (Obwohl es einige gäbe, deren Antworten ich gern läse.) Danke.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 3. Januar 2015 waren ein ruhiger Nachmittag und ein Schnäppchen.
Tageskarte 2015-01-04: Die Sechs der Stäbe.
© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Großartig 😀
Was genau? 😉
Guten Morgen, ich meinte, großartig beantwortet und analysiert, habe breit gegrinst beim Lesen. 😀
„Falls Du in der jetzigen BRD lebst“ klingt für mich komisch. Ich dachte, das tun wir alle. Ich werde vielleicht sogar ab Herbst im „anderen Teil Deutschlands“ leben, aber auch wenn ich nicht von Wiedervereinigung spreche, so fremd ist es mir dann doch nicht, als das ich von jetziger BRD und dem anderen Teil Deutschlands sprechen würde.
Ja, das klingt seltsam, aber besser als von DDR und Alt-BRD bzw. Neuen und Gebrauchten Bundesländern zu reden. Die entsprechende Formuliererei war mir zu stressig.
und warum nicht einfach von z.B. Hamburg und Sachsen, Bayern und Thüringen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sprechen?
Da wird die Frage ja noch länger …
🙂
Klasse:-D
Ist der Tüpflischiesser Schweizer? Dann heisst schiiesse nämlich was gaaanz anderes. Und zwar schon lange vor allen Reformen. Ich tus soeben auf dem Klo. 😉
Du stellst ja Fragen … 😉
Nein. Soweit ich wieß, nicht. 😉 Too much input … 😉
Nein, ist sie nicht. Aber eine der Freundinnen, die ihr alles sagen dürfen. Und da wir vor Eröffnung des Blos über Klugscheißerei lamentiert haben, lag das Schweizer Gegenstück fast auf der Hand 😉
Liebe Grüße,
Tuepflischiesser
Oh, ach, also doch ein klein bisschen nach Süden geschielt ist das worden. *lach* Ich muss mir das mal angucken. Demnächst.
Gerne.
Liebe Grüsse Frau Tüpflischiiesser von einer andern Schweizerin 🙂
Klar, immer schön über’n Tellerrand schauen 🙂
Liebe Grüße zurück in die Schwiz,
Silvia
Nichts gegen Stöckchen, aber das Dingens da von Tüpflischießer sind eindeutig zu viele Fragen, die niemanden was angehen
(Hast Du schon mal gekifft und wie wichtig sind Dir die Menschen? Zunehmend egaler!).
»Liest Du Bücher?« Das ist schon etwas beleidigend! Kann man eigentlich nur mit »Wieso? Du etwa nicht?« beantworten.
Deine Fragen etwas besser – die Antworten lassen sich in eineinhalb Zeilen unterbringen
1.Weder noch/2.Unterhose vor Stiefel/3.Schach/4.Steuerberater/5.Heiß/6.Ja/7.Nordsee/8.Ja/9.Dürfen auch Nichtfreunde/10.Kein unbekannter Zustand/11.Kommt vor (Biker)
Ich hoffe ja, daß die Fragen nur etwas unglücklich formuliert waren 😉
Dafür lieferst Du ein Klasse-Beispiel für effizientes Antworten 😉
Lieber Emil, tolle Antworten UND ja, ich habe etwas ausgedehnt 🙂
Danke, für die Hinweise. Angenommen.
Ich finde es schön, dass Du die Bücherfrage nicht beleidigend auffasst (mit Verlaub, ich kenne tatsächlich Menschen, die keine Bücher lesen und trotzdem intelligent sind und unheimlich viel wissen. Ich würde ja glatt den Herrn Gemahl beleidigen, wenn man mit dieser Frage beleidigen könnte).
Und ich bin überzeugt, hättest Du die ein oder andere Frage nicht beantworten wollen, hättest Du es nicht getan.
Deshalb, nochmals DANKE, auch für die Breiten- und Längengrade. Klasse Idee 🙂
Liebe Grüße,
Silvia, die Tuepflischiesserin
Quit pro Quo 🙂
Baden am FKK oder im Textilbereich?
Beides.
Was wird zuerst angezogen: linker/rechter Strumpf, Unterhose, (falls notwendig) BH oder was?
Schlüpper.
Welches war das letzte von Dir gespielte Brettspiel?
Dame.
Wann warst Du zuletzt im zuständigen Finanzamt?
September.
Wie trinkst Du Deinen Kaffe/Tee?
Meist pur.
Falls Du in der jetzigen BRD lebst: Hast Du bereits im “anderen” Teil Deutschlands Urlaub gemacht?
Usedom.
Wenn Du für den Urlaub zwischen den beiden entscheiden müßtest: Nordsee oder Ostsee?
Ostsee.
Träumst Du von Sex?
Ja.
Wieviele wirklich gute Freunde hast Du, die Dir jede Wahrheit sagen dürfen?
Darf eigentlich jeder. Tu ich ja auch.
Traust Du Dir zu, da wo Du lebst vier Wochen ohne Geld, ohne Ausweis, ohne Krankenversicherungskarte leben zu können?
Ja.
Wann hast Du zum letzten Mal unter freiem Himmel geschlafen?
Letztes Jahr im Sommer.
Werter Pantoufle,
ich sehe, dass Du die Frage nach den Büchern als beleidigend findest. Das erkenne ich an und bin doch anderer Meinung. Vielleicht, setzt Du das lesen von Büchern mit Weisheit oder Intelligenz gleich und empfindest deswegen so. Die Gründe kenne ich nicht.
Lass mich Dir sagen, ich kenne sehr intelligente, kluge und weise Menschen, die fast keine oder gar keine Bücher lesen. Schlicht, weil lesen nicht ihr Ding ist. Manch weiser Mensch KANN nicht mal lesen. Das macht sie in meinen Augen aber weder schlechter oder besser als andere.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Wie ist es mit Dir? Wenn Du diese Frage als Beleidigung empfindest; setzt Du damit nicht alle Menschen herab, die keine Bücher lesen?
Und wenn ich frage, ob jemand schon mal gekifft hat, steht es ihm frei entweder gar nicht zu antworten, die Wahrheit oder die Unwahrheit hin zu schreiben.
Das ist hier schließlich kein Verhör.
Ich persönlich freue mich sehr, dass Emil sich eingelassen hat. Denn eigentlich ist er ja stöckchenabstinent.
Ich wünsche Dir einen wunderbaren Sonntag!
Liebe Grüße,
Silvia Meerbothe, die Tuepflischiesserin
Moin Meerbothe
Also erst einmal: Diejenigen, die mich kennen, wissen, daß ich eine ziemlich große Klappe habe, das aber nicht wirklich böse meine. Jedenfalls meistens nicht. In diesem Fall jedenfalls definitiv nicht.
Das mit den Büchern… also ich brauche sie wie Sauerstoff zum atmen und ich kenne eigentlich niemanden, den ich ernst nehme, der nicht liest. Das heißt selbstverständlich nicht, daß es keine ernstzunehmenden Menschen gibt, die nicht lesen – ich kenne in meiner näheren Bekanntschaft nur keinen.
Und dann ist die Frage an einen Blogger schon wenigstens kurios, wenn man ihn fragt, ob er liest; wo er denn schreibt. Da ich selber Gelegenheitsblogger bin, weiß ich aus eigener Erfahrung, wieviel man lesen muß (oder es wenigstens sollte) um einen vernünftigen Text abzugeben. Bei Emil wäre ich mir jedenfalls absolut sicher. Die Frage im Zusammenhang mit bloggen irritiert schon etwas.
Natürlich haben diese Stöckchen immer ein klein wenig von einem Verhör; ob man sich darauf einläßt oder nicht, ist dabei nebensächlich. Wie ich schon andeutete (oder es heute Vormittag versuchte zu formulieren) hätte ich die Fragen anders gestellt. Was den Genuß von Drogen betrifft, so soll man es den ermittelnden Behörden nicht ganz so einfach machen. »Rauchen Sie – und wenn ja, warum nicht?« hätte auch gereicht 🙂
Dir auch noch einen schönen Restsonntag
Liebe Grüße
das Pantoufle
Na, da siehst, wie es geht. Ich kenne jemanden, der hat noch nie ein Buch gelesen (von der Schule mal abgesehen), der schreibt hammermäßige Gedichte und Geschichten.
Ich kann mir für mich allerdings auch keine bücherlose Welt vorstellen. Ich liebe es zu lesen.
Was das Rauchen und die Behörden angeht, gebe ich Dir allerdings recht. Das mag unüberlegt gewesen sein. Doch letztlich muss man, wie wir ja beide wissen, nicht antworten.
Und ich weiß beim nächsten mal, dass Du eine große, meist nicht bösartige, Klappe hast.
War nett, die kleine Diskussion mit Dir.
Einen schönen Abend wünscht,
die Silvia (Knicks und weg)
Ich finde es besonders amüsant, wenn Deine Antworten derart anspruchsvoll sind, dass man hinterher entweder ziemlich dumm dasteht, oder bewaffnet mit Atlas und Wikipedia zuerst herausfinden muss, wo/was/wann/wieso Du gerade meinst. Schelm! Das war Absicht! Ich lache immer noch….:-) 🙂 🙂
Natürlich war das Absicht. Und wer neugierig ist (wie ich), darf auch gern ein wenig Mühe haben bei deren Befriedigung.
Aber wo war Wikipedia notwendig? 😉
Bautz’ner Senf – woher zum Geier sollte ich wissen, was das ist? Keinen Plan hatte ich! 🙂 🙂 🙂
@Emil
Jetzt hab ich den halben Vormittag über solche Fragen nachgedacht; genauer: Welche ich stellen würde, um ein Bild meines Gegenübers zu bekommen. Ich poste das jetzt einfach mal (gittegitt… is das peiiinlich!)
1. Wenn Du gezwungen wärest, alle Versicherungen bis auf eine zu kündigen: Welche würdest Du behalten, welche wäre als erstes weg?
2. Welches Buch aus Deiner Jugend hat den dauerhaftesten Einfluß auf Dein Leben gehabt? (Mehrfachnennungen möglich)
3. Du stehst vor dem finanziellen Aus – der Vollkatastrophe – und hättest noch 250€. Würdest Du damit final noch einmal richtig gut essen gehen? Ja/Nein/Begründung
4. Ein Unglück ist passiert und jemand liegt im Koma. Die Patientenverfügung des von Dir sehr geliebten Menschen widerspricht vollkommen Deinen eigenen Einstellungen und Du hättest die Chance, diese Verfügung unauffällig verschwinden zu lassen. Würdest Du das tun (darüber nachdenken)?
5. Kommentiere Art. 20,4 des Grundgesetzes und Deine persönliche »Schwelle«.
»(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.«
1. habe ich keine Versicherung, echt nicht.
2. Die Indianerbücher von Lieselotte Welskopf-Heinrich, der Anti-Dühring, Christa Wolf „Kein Ort. Nirgends“ etc. p.p.
3. Essen, eine gute Zigarre, ein vernünftiger Wein. Oder ein sehr guter Schlafsack. Warum? Weil ich diese Katastrophe seit Jahren lebe …
4. Nein, nichtmal drüber nachdenken.
5. Oh weh. (Ich ziehe mich in Klausur zurück.)