Irgendwie beendet. Resignierte Wut einer Ehefrau.
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Wohin mit der Wut, wenn sie nicht rausdarf, weil sie schon garnicht sein darf? Und aber trotzdem ist und den Druck in mir steigert, ins Unermeßliche steigert? Wie Druck ablassen, wenn es doch noch nichteinmal einen Grund für diesen Druck gibt – besser: wenn es keinen Grund geben darf?
Unschuld. Keine Schuld auf sich geladen haben. Ohne Schuld sein und trotzdem der Anlaß – oder der Grund? – für all die Wut und Aggression. Soetwas bringen nur ganz bestimmte Menschen fertig, das schafft nicht jede und nicht jeder. Aber dafür schaffen die, die es schaffen, es ganz regelmäßig. Jaaaaaaahaaaa! Bringt mich ruhig zur Weißglut, es darf mich nicht stören und deshalb stört es mich auch nicht.
Ertränken könnte ich die Wut in reichlich Whiskey, Wodka, Absinth oder Korn. Ertränken. Wenn die Wut ersäuft, wird sie Ohnmacht und Trauer. So daß die dann irgendwann hilflos aus meinen Augen tropfen können, diese Überreste der Wut. Vielleicht würde dann jemand sehen, daß keine Wut haben zu dürfen nicht richtig sein kann.
Jedenfalls kenne ich eines der menschlichen Gefühle seit einiger Zeit wieder sehr gut. Nämlich die Wut. Ich könnte sogar benennen, worauf und worüber ich wütend bin – aber das ist auch wieder so ein Tabu der modernen Beziehungsgestaltung. Das darf ja nicht passieren, daß ich wütend werde, also kann ich auch niemandem sagen, daß ich seinetwegen so wütend bin.
Und das, sage ich euch, DAS REGT MICH ERST RECHT AUF!
Und dann ist es für mich wirklich egal, ob nun mein Mann eine Geliebte hat und die zweimal wöchentlich besucht statt seiner Eltern, wie er mir weismachen will, oder ob meine Kinder mich in den Wahnsinn treiben. Völlig egal. Da nützt auch keine Therapie, die mir mehr Ruhe und Struktur bringen soll. Das kann keine Therapie, das könnte nur eine radikale Veränderung in meinen Beziehungen verursachen. Dafür aber reicht die Wut alleine nicht, da müßte auch noch Mut sein.
Ich habe jetzt noch zu putzen …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 3. Juni 2014 war der dritte Teil (Nichterlebt, und doch nicht grundlos).
Tageskarte 2014-06-04: XIX – Die Sonne. (Ungetrübte, sonnige Zeiten in der Partnerschaft.)
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


puh … die einsicht ist da, hoffentlich kann sich die wut einen heilsamen weg in die freiheit bahnen – mit geringstmöglichem „schaden“. wenn man zu lange wartet, wird das jedoch immer unwahrscheinlicher.
(gut geschrieben!)
Ein Buchstabe nur, einfach auf den Kopf zu stellen – wenn das wirklich so einfach wäre
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