Erkennbar in die Falle getappt
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Da bin ich wieder in die Falle getappt. In die Falle.
Elendiglicher Macher, ich. Meins krieg ich kaum auf die Reihe. Aber für andere will ich alles perfekt machen, nach meinem Gusto perfekt. Also setze ich mich hin und suche Musiktitel heraus, die meiner Meinung nach absolut gut zusammenpassen und eine ganze Sendung füllen können. Auch und gerade weil es eben nicht meine Sendung ist, sondern weil ich “nur” Mensch an den Reglern bin, der den Schnitt zu verantworten hat. Den Inhalt sollte der Sendungsmacher liefern.
Aber so bin ich nunmal. Habe Stunde um Stunde zugebracht vorm Rechner und Musik gesucht. Gute Musik, für meine Ohren gute Musik, die mir auch etwas von diesem Land zeigt und zu hören gibt. Klasse Balafonmusik. Klingt etwas traditionell, ist aber neu. Die Künstler leben in der Schweiz, stammen aber aus Burkina Faso. Es ist auch andere Musik als die sonst in der Sendung oft gespielten Reggea- oder Hiphoptitel.
Zum Glück, zum Glück! habe ich es noch rechtzeitig bemerkt, daß da etwas entstehen wollte, das nicht richtig sein konnte. Es war mir wirklich peinlich, alles in meine Hände genommen und damit etwas völlig anderes angefangen zu haben, als es in dieser Sendung werden sollte. Nur: Wie bitte ich jetzt um Verzeihung? Wie kann ich mein Verhalten erklären? Und wie kann ich diese Klippe in Zukunft umschiffen?
An mich reißen, Dinge, die mich nicht betreffen, an mich reißen. Das ist einfach, das ist … Zumindest ist es dumm und unhöflich, scheint es doch zu zeigen, daß ich dem Sendungsmacher (in diesem Fall) nichts oder nur sehr wenig zutraue!?
Dabei ist diese Sendung nur ein Beispiel für – ja, für eines meiner Verhaltensmuster (wenn, dann muß das schon genau so gemacht werden, wie ich das will; sonst laß ich die Finger davon).
Aber die Musik gefällt mir trotzdem.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 27. Mai 2014 waren der Regen, der erkannte Fehler, die fertige Sendung.
Tageskarte 2014-05-28:
© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Du hast das Problem doch erkannt, das erscheint mir wichtig zu sein.
Ja, das ist wichtig. Diese Muster zu erkennen ist notwendig, wenn ich sie durchbrechen will. (Und es ist eines der erstem, die ich erkannt habe.)
Nehmen wir mal an, es war die Sendung eines anderen, und nehmen wir mal an, du hast fast jemand die Butter vom Brot genommen, dann ist es aber gut, dass du es erkannt und dich entschuldigt hast. Weißt du, lieber Emil, dazu gehört viel Mut. Und den hattest du.
Es ist die Sendung von jemand anderem. Ja, gut war es, daß ich es bemerkte.
Und, wurde Deine Bitte um Entschuldigung angenommen?
Das Leben ist eines der Schwierigsten überhaupt …
Amelie
Das ist alles gutgegangen. Ja, es ist das schwierigste …
Gut :o)