Motivationsspruch

Ungeklärte Herkunft. “Erwiesene” Wahrheit und Wirkung.

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«Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr …»

Kennt jeder, den Spruch; weiß auch jeder, wie er weitergeht («… kommt irgendwo ein Lichtlein her »). Aber woher er kommt, von wem er stammt: Wer weiß das? Stammt er wirklich aus einer Shakespeare-Überstetzung des Christoph Martin Wieland [∗ 5. September 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Riß; † 20. Januar 1813 in Weimar, Sachsen-Weimar-Eisenach]? Im Internet findet sich keine wirklich sichere Angabe dazu.

 

Manchmal hilft mir dieser Spruch tatsächlich, teilweise. Er läßt mich den Mut, die Zuversicht nicht vollständig verlieren. Er verschafft mir Zeit und Gelegenheit, mich selbst wieder zu motivieren. Er verleitet mich zum Rückblick, in dem ich erkenne, daß es in meinem Leben tatsächlich bisher immer so war. Wenn ich glaubte, ganz am Boden zu liegen und nicht wieder auf die Beine zu kommen, dann erschien auf wundersame Weise immer wieder irgendeine hilfreiche Hand.

Beispiele sollte ich jetzt berichten, weingstens ein Beispiel sollte ich dafür jetzt niederschreiben. Stimmts? Uch, naja, ich würde ja gerne, aber es sind so viele, da fürchte ich, daß ich damit durcheinandergerate und am Ende Unsinn verbreite. Okay, ich versuch’s.

Also damals, als ich bei der Armee war und erfuhr, daß meine erste Ehefrau einen anderen hat und die Tochter nicht von mir gewesen sein sollte und ich zum ersten Mal anfing, meinen Kummer zu ertränken, damals stand plötzlich eine Frau vor mir, die mich zu trösten und wieder aufzubauen vermochte. Bedenkt mal: Bei der NVA, wo es kaum Ausgang und/oder Urlaub gab, traf ich diese Frau in einer Kirche (die ich in Uniform besuchte, was eigentlich garnicht gern gesehen war), an einem normalen Donnerstag, zu tiefster DDR-Zeit. Wir hatten mehrere wundervolle Gespräche in der Gartenaustellung und anderswo.

Oder als ich nach der Wende für eine Firma arbeitete, Unterricht gab im Bereich EDV, und dafür mit ungedeckten Schecks bezahlt wurde, wieder und wieder. Da war plötzlich dieser eine Bildungsfirmenchef, der mein Dilemma mitbekam, der mich bat, als Freiberufler bei ihm weiterzuunterrichten. Der mich auch an zwei andere Firmen vermittelte/empfahl und mir ein recht vernünftiges Honorar zahlte.

Zwei Beispiele.

Stellvertretend für viele, viele andere Gelegenheiten, zu denen es ähnlich funktionierte.

Also motiviere ich mich jetzt und weiß, daß es auch bei meinem derzeitigen Problem eine Lösung geben wird, eine Hilfe auftauchen wird, an die ich überhaupt nicht denke. Das Schicksal wird mich bestimmt wieder überraschen. Mir den genau notwendigen Schubs geben. Oder den richtigen Menschen die Einsicht schenken.

Ich weiß es.

Aus der Erfahrung heraus.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 13. Mai 2014 waren die Pilze und die Nascherei am Abend.
 
Tageskarte 2014-05-14: Der Bube der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Motivationsspruch

  1. Sofasophia sagt:

    das ist wohl das gute und schöne am älterwerden: der erfahrungsschatz. zu wissen, dass es weitergeht.
    über selbstmotivation denke ich dieser tage auch grad viel nach.
    hoffentlich kommt deine helfende hand bald!!!

  2. alltagsfreak sagt:

    Wie es auch so schön heißt „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Das Beispiel mit der Begegnung in der Kirche finde ich gut. Es ist schön, wenn sich aus der Not ein Ausgang finden lässt – schön wäre es, wenn gewisse Notsituationen (Arbeitslosigkeit…) von vorneherein nicht auftreten würden. Bei der Lösung Deines aktuellen Problems (was immer es ist) wünsche ich Dir viel Erfolg!

  3. Inch sagt:

    Prima Einstellung. Und das beispiel von der Armee, also das mit der Frau, die da auftauchte, ist wirklich wie ein Wunder

    • Der Emil sagt:

      Nunja, die Schwiegertochter des Pfarrers in der Kirche zu treffen, von ihr in dann eingeladen zu werden zum Grillen: Typisches DDR-Ereignis, denke ich mal. Oder typisch für Kirchenkreise, für besondere Menschen?

      Egal, wir trafen uns mehrfach, sie konnte wunderbar reden und singen und Mut machen.

  4. Gudrun sagt:

    Der Spruch ist gut, richtig gut. Und weißt du warum?
    Wir richten unser Leben manchmal auf den ganz schnellen und vollen Erfolg aus. Egal, was wir tun und egal um was es geht, um Berufliches, um eine Beziehung, um Heilung nach einer Erkrankung. Es muss alles immer ganz schnell perfekt werden.
    Ein Lichtlein braucht Zeit und Ruhe ehe es ein Feuer werden kann. Ach, man kann schon mal ins Kissen heulen, seine Wut rausschreien, albern sein … Nur vergessen, nach dem Lichtlein Ausschau zu halten und Späne aufzulegen, das sollte man nicht. Ich wünsch dir eins, lieber Emil.

    • Der Emil sagt:

      Diese „Gesellschaft“ ist auf schnellen (geldwerten) Erfolg aus. Und viele machen den Zinnober einfach mit. Manche verinnerlichen ihr Versagertum dann und sehen nur noch selten, was sich ihnen bietet: Einer von denen war/bin ich.

      Weißt Du, Gudrun, manches Lichtlein muß kein Feuer werden, es muß nur leuchten und die Dunkelheit ein wenig vertreiben. Als ich die Augen fest verschlossen hatte vor der Realität z.B., hätte mich ein Feuer umgebracht …

  5. Myriade sagt:

    Bei den Buddhisten gibt es den Ausdruck “glückliches Zusammentreffen”. Man geht davon aus, dass alles, was immer einem auch passieren mag immer ein glückliches Zusammentreffen ist, weil sich ja aus den schlimmsten Situationen auch immer positives ergeben kann. Zum Beispiel “hätte ich dies oder das nicht verloren, hätte ich das andere nicht kennen gelernt.”
    Da ist dann das ständig leuchtende Licht die Gewißheit, dass jeder Moment neu ist und der Samen für Glück sein kann.

  6. minibares sagt:

    Ja, dieser Spruch hat schon vielen geholfen.
    Auch dir wird irgendwas oder-wer begegnen, der dir den rechten Weg zeigt.
    Das muss einfach so sein. Aber nicht zu sehr die Gedanken drauf richten.

  7. Gabi sagt:

    Darf ich ehrlich sein?
    Ich vermisse dieses Lichtlein oft. Oder kann es sein, dass es Wochen, Monate, Jahre dauert, bis es auftaucht? Oder kann es sein, dass ich es nicht sehe?
    Ich wünsche Dir bei Deinem Problem, dass es sich bald zum Guten wendet.
    LG Gabi

    • Der Emil sagt:

      Das Lichtlein kommt erst dann, wenn ich glaube, daß es wirklich nicht mehr weitergeht …

      Ich kann Dir Deine Fragen leider nicht beantworten.

      • Gabi sagt:

        Ich muss zugeben, dass ich noch nie “ganz unten” war. Auch wenn ich oft jammere, weil so viel nicht klappt, oder es mir manchmal wirklich nicht gut geht.
        Diese Frage war auch quasi eher nur laut gedacht. Wahrscheinlich muss ich die Antwort selber finden. Aber es gibt mir Ansporn, mal vielleicht bewusst darauf zu achten.

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