Amtswut

Das Haus, das verrückt macht. Das Dschobb-ßenter.

To get a Google translation use this link.

 

Guten Tag, mein Name ist Asterix und ich habe soeben Rom erobert. Die gestrige Prüfung war “das Haus, das verrückt macht”.

 

Nein, zu diesem Amtsbesuch schreibe ich nichts. Ich würde mich nur ereifern, ausfällig werden, beleidigend usw. usf. Aber die Schüler, die damals bei der PISA-Studie für so schlechtes Abschneiden der deutschen Schulen vor allem beim verstehenden Lesen verantwortlich waren, diese Schüler scheinen jetzt zum Teil dort arbeiten.

Mehr muß ich dazu nicht sagen, oder? Naja, daß meine andere Befürchtung eintraf, das war dann schon weitaus berichtenswerter. In dieser Eingangszone 771 gibt es keine Möglichkeit, nicht im Großraumbüro beraten zu werden. Ich wollte ja nicht, daß andere Kunden mithören, welcher Quark da verzapft wurde; ich hatte auch nicht vor, die Mitarbeiterin mit der Frage zu blamieren, nach welchem Paragraphen welchen Gesetzes dieses Behördenersatzkonstrukt Kopien von meinen Verträgen mit der Bundesrepublik, vertreten durch das Bundesamt für Familien und Sozialblabla, von mir verlangen und bei sich aufbewahren darf. Niemand Unbeteiligtes sollte hören, wie ich lautstark nach dem Teamleiter verlangte, den auch (im Großraumbüro bekam und) zu den “hervorragenden Qualifikationen” beglückwünschte, die seine Mitarbeiter im Durchschnitt so haben. Auch sollte niemand – stop! Ich wollte nichts dazu schreiben.

Es gibt wieder Arbeit für die Datenschutzbeauftragen des Bundes, das Landes und des Jobcenters. Soviel ist sicher. Und zum Glück war ich danach noch als Beistand mit. Ein Bekannter wurde zu einer “Informationsveranstaltung” vor eingeladen. Ein Auffrischungskrus mit Praktikum, ausschließlich für kaufmännisch vorgebildete Menschen geeignet. Er selbst hat keinerlei Kentnisse auf diesem Gebiet – und er traute sich nicht, das zu thematisieren. Es hätte ja ein ausführliches Vorgespräch mit dem zuständigen Berater stattgefunden (hat nicht, davon wüßte ich ja auch, weil ich bei ihm immer als Beistand dabeibin). Nein, diese Maßnahme ist an ihm vorübergegangen (ich hatte sie über den Jahreswechsel 2012/13).

Aber wie war das? Ich wollte nichts zum Amtsbesuch gestern schreiben.

Allerdings kann ich zum Rest des Tages auch nicht mehr viel sagen. Ich war zu einer Familientherapie gebeten worden und deshalb dabei. Hm. Was schreibt mensch dazu?

Ach, genug. Genug für den vergangenen Tag.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 12. März 2014 war ein kleiner Erfolg im Amt.
 
Tageskarte 2014-03-13: Vier der Kelche.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2014, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Amtswut

  1. Sofasophia sagt:

    da geht was ab bei dir. ich wünsch dir gute nerven! und einen guten mut!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert