Stimme abgeben. Ausgezählt werden.
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Es ist ja morgen in einer Woche Bundestagswahl. Ich als Mensch bin dann einmal nicht nur «Verbraucher» oder «Kunde», sondern «Wähler» – aber schonwieder nicht Bürger. Egal, als Wähler habe ich die Wahl zwischen Teufel, Beelzebub, Satan, Luzifer, Mephistopheles, Urian usw. oder Pest, Cholera, Ruhr, BSE, Skorbut, HIV, Milzbrand usf.
Irgendwie sehe ich – jedenfalls zu dieser Wahl – fast nichts, was nicht zur eher negativen Seite der Politik gehört. (Nun, doch, es gibt zwei Ausnahmen: eine winzig kleine und eine von vielen von vornherein abgelehnte.)
Egal.
Am Tag der Bundestagswahl darf ich meine Stimme abgeben. Und es ist erschreckend, wie wörtlich das gemeint ist: Am Wahltag zählt meine Stimme etwas, dann wird sie ausgezählt. (Auch ein Boxer im Boxkampf wird ausgezählt, und dann hat er verloren.) Ich habe sie abgegeben. Habe sie für eine ganze Legislaturperiode dann nicht mehr, meine Stimme, jedenfalls nicht mehr so, daß sie von den Gewählten gehört wird, nicht mehr jedenfalls von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages.
Trotzdem werde ich zur Wahl gehen. Und nicht nur hingehen, sondern auch wählen.
Zu den bisher Unentschlossenen gehöre ich nicht. Aber die, die noch nicht entschieden haben, was (oder wen?) sie wählen sollen / können, bekommen in den Medien ja auch nur die alternativlosen Möglichkeiten gezeigt – oder hab ich da was verpaßt?
Warum werden SPD und CDU/CSU ständig erwähnt, ebenso Grüne und FDP? Die Linke wird in den meisten Fällen (meiner Meinung und Wahrnehmung nach) nur als leider nicht zu umgehendes Übel präsentiert. Nun gut. Die “Großen” werden gezeigt, weil sie groß sind. Toll. Deshalb muß nicht über die “Kleinen” gesprochen werden. Die haben ja sowieso keine Bedeutung – und bekommen so auch keine echte Chance, jemals eine Bedeutung zu erlangen!
Jedenfalls sind die «Christlich» im Namen führenden Parteien schon lange nicht mehr christlich (Nächstenliebe!?) geprägt. Und die mit «Sozial» im Namen haben nichts mehr von der ursprünglich damit verbundenen Solidarität. Ähnliches läßt sich von vielen, den meisten zur Bundestagswahl antretenden Parteien sagen. Soll die Politik diese beiden Begriffe Nächstenliebe und Solidarität nicht bald wieder umsetzen?
Es bleibt mir nichts anderes übrig als allen zu sagen: Geht hin und wählt! Sonst wird sich an der Politik hierzulande nichts, garnichts zum Guten wenden. Es wird weitergewurstelt wie in den letzten acht Jahren, immer weiter hinein in den Abgrund. Und davon, davon haben doch wirklich genug Leute genug.
Oder?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 13. September 2013 war, daß ich selbst die richtige Idee hatte, wie sich ein kleiner Fehler ausbügeln ließ, und das so auch schaffte.
© 2013 – Der Emil. Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Ja, ich werde auch hingehen, und ich werde auch wählen. So schwer wie dieses Mal ist es mir noch nicht gefallen. Und unseren Landtag werde ich gleich mit wählen.
Das die Kleinen so keine Chnace haben groß zu werden, sehe ich allerdings so nicht. Es kann natürlich eine Weile dauern. Und es kann natürlich passieren, dass sie auf dem Weg dahin wieder verschwinden. Aber dieser Weg ist auch ein Test dafür, wie ernst es den Beteiligten wirklich ist.
Ich hab die Entwicklung der Grünen von Anfang an mitbekommen. Niemand, auch kaum jemadn bei den Grünen, hätte sich damals je träumen lassen, dass die irgendwann zu den etablierten Parteien gehören würden, wiewohl ich auch über deren gegenwärtige Entwicklung nicht unbedingt glücklich bin. Wer den Quasi-Elder-Statesman Fischer heute sieht und ihn in den 70ern erlebt hat, kann kaum glauben, dass das der selbe Mensch sein soll, vielleicht ist er es auch gar nicht mehr.
Alles entwickelt sich und nicht nur im 4 Jahresrhythmus, und auch die Kleinen werden wachsen, wenn sie Potential in sich haben, wenn nicht, werden sie verschwinden, langfrisitig jedenfalls.
Was ich wählen werde, weiß ich immer noch nicht. Welche zwei, drei der bekanntenren Parteien ich nicht wählen werde, weiß ich schon. Unentschlossen bin ich nicht, unentschieden schon.
Ja,ja, es ist in diesem Jahr ein Kreuz mit den beiden Kreuzen. Aber da ich briefgewählt habe, sind meine Kreuze gemacht. Leider muss ich konstatieren, dass es von Mal zu Mal schwerer fällt. Politik fühlt sich nach austauschbarem Einheitsbrei an, wenn man die extremen Ränder mal außen vorlässt.
Ich habe mir gerade das Video von Silly „Vaterland“ angesehen. Das erleichtert mir die Entscheidung einwenig.
Oh ja …
Ich denke auch an Udo Lindenbergs „Wozu sind Kriege da“ – das war schon 1983 (VOR 30 JAHREN!!!) im Palast der Republik!
ich geh auch wählen 😉 eine Stimme habe ich schon vergeben, bei der 2. schwanke ich noch hin und her… ich bin ja echt gespannt ob diesmal die Wahlbeteiligung höher sein wird als das Letzte mal … ich hoffe doch das ganz viele Leute wählen gehen ….auf das Ergebnis bin ich gespannt, aber ich habe schon Befürchtung das alles beim Alten bleibt *leider* aber vielleicht werde ich doch überrascht und die Menschen sind bereit für Veränderung … 😉
Oke, und das ist auch kein Geheimnis, mein Herz schlägt links. ^^
Ich habe auch schon gewählt. In Hamburg steht auch ein wichtiger Volkentscheid an und ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung, auch wenn die unwahrscheinlich ist. Auch wenn der Frust groß ist, auch bei mir, wir können wählen, woanders riskieren sie ihr Leben um für freie Wahlen zu kämpfen.
Ich gehe nicht nur wählen, ich bin auch Wahlvorsteherin und sitze somit den ganzen Tag im Wahllokal und zähle abends aus.
Hallo Emil, ich war schon im Briefwahllokal. Ich mag diese ganz besondere Stimmung dort.
Ja es fällt zunehmend schwer, die richtige Wahl zu treffen. Doch am gefährlichsten ist es ja, dass viele Menschen so wahlverdrossen sind und gar nicht von ihrem Recht Gebrauch machen.
Ich befürchte, es wird sich nichts ändern für die nächsten vier Jahre. Egal wie die Wahl ausgeht