Weisheit der Jugend?
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Hast Du – oder haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, schon bemerkt, daß heute Freitag der 13. ist? Mein Glückstag, ehrlich, schließlich bin ich ja an einem 13. geboren, an einem Donnerstag.
In einem meiner alten, sehr, sehr alten Heftchen lese ich immer mal wieder nach, was ich 1980 bis 1982 – das war während der elften und zwölften Klasse, also im zarten Alter von 17 oder 18 – für aufschreibenswert hielt. Gestern wunderte ich mich einmal mehr über mich selbst.
Aus Träumen und konzentrierter Luft baute ich mir meine Welt, in der ich lebe. Beim leisesten Anschnipsen von außen löst die sich einfach in Nichts auf. Wenn meine Welt stabiler sein soll, muß ich richtige Taten und die richtigen Menschen hinzugeben.
Träume und konzentrierte Luft. Was war der Anlaß für diese Sätze? Ich glaube, damals steckte ich in einer Beziehungskrise. (Nannte sich das 1982 schon so?) Oder war es die Umstellung vom Schülerleben ins Arbeitsleben, die ich nach dem Abitur “überstehen” mußte? Immerhin habe ich drei Monate lang fast ausschließlich Nachtschicht gearbeitet, ehe es zur NVA ging.
Allerdings finde ich es immer wieder erstaunlich, über was ich mir damals Gedanken machte. Wie ich manches schon vor 30 Jahren formulierte. (Und mit welcher Handschrift ich das tat.) Wie oft fragte ich mich schon, warum ich mich nicht an meine eigenen Hinweise gehalten habe. Oder wieso es nichts geändert hat. Woher kamen all diese Ideen, Gedanken, Sätze, Überzeugungen, Hoffnungen, Wünsche usw.?
Träume … Und konzentrierte Luft …
Träume (hier sind die Wunschträume gemeint, nicht die im Schlaf) sind mir heute noch wichtig. Immernoch habe ich davon mehr als genug. Es sind heute sicher andere als vor dreißig Jahren. Und ich gehe sicher auch anders mit ihnen um. Ich schreibe sie auf. Ich plane und arbeite an ihrer Umsetzung, mehr als damals, glaube ich.
Wenn ich zurückschaue: Oft habe ich meiner Welt die falschen Menschen hinzugefügt; und die richtigen Taten habe ich mich oft nicht zu tun getraut. (Da ist es, » Vorauseilendes Scheitern durch Nichtversuch «, wie es Dora Asemwald nannte und wie ich es schoneinmal als “Meine Denkfalle” bezeichnete.)
Eieiei – aber ich kann an der Vergangenheit nichts mehr ändern.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 12. September 2013 waren freundliche Nachrichten und ein sehr ausgedehnter Mittagsschlaf.
© 2013 – Der Emil. Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Vorauseilendes Scheitern durch Nichtversuch – muss ich mir merken.
Oh, ich danke Dir! Hättest Du es hier nicht wiederholt, hätte ich nicht bemerkt, daß ich die unfertige Version (ohne die wichtigen Links) online gestellt hatte!
Der Spruch ist nämlich von Dora Asemwald (s.o.).
In der Tat ist dieser Ausdruck grandios!!
Er ist es. Deshalb hatte ich ihn ja schonmal „in der Mangel“.
(Peinlich, daß ich zu unachtsam war …)
Warum hält man sich nicht an seine Erkenntnisse? Weil sie idealisierte „Man-müsste“-Formulierungen sind, gerade in jungen Jahren. Sturm und Drang in Literatur und Politik stammen oft aus der Feder sehr junger (vor allem) Männer, die diesen Aktionsradius zur tatsächlichen Umsetzung in dem Augenblick noch gar nicht hatten, und oft auch gar nicht erreichten.
… und oft auch nie erreichen. Ja, Du hast Recht.
Freitag, 13., auch für mich Glückstag!
„Oft habe ich meiner Welt die falschen Menschen hizugefügt; und die richtigen Taten habe ich mich oft nicht zu tun getraut.“
Warum ist man / frau nur immer danach erst schlauer?
Lieben Gruß Amelie
Oh weh! Wenn ich das wüßte und formulieren könnte, wäre ich Nobel-Preis-Kandidat 😉
Verdientermaßen :o))
Ach für mich ist Freitag der 13. ein Glückstag.
Denn an einem Freitag dem 13. habe ich meinen Mann zum erstenmal gesehen. Damals wußte ich allerdings, nicht, dass er mein Mann werden könnte.