Die Unterschiede sind gewaltig
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Ich war am Dienstag unterwegs zur Bibliothek; auf dem Hallmarkt fiel mir ein Radler auf. Und was für einer! Der kam mit seinem Klappfahrrad, hielt neben dem Stadtplan und sah nach einem Blick darauf recht verzweifelt aus. Also sprach ich ihn an.
Englisch möge ich bitte sprechen. Kein Problem. Er suchte die Bibliothek. Okay, wir standen genau davor – nur war das Gebäude unserem Blick hinter einem im Weg stehenden Reisebus verborgen. Als ich ihm das gesagt und gezeigt habe, lachen wir gemeinsam und ich frage ihn, ob er mit seinem Klappfahrrad Urlaub macht. Oh ja, er ist Kanadier und führe ein wenig durch Europa. Mit dem Klappfahrrad.
Mit diesem Klappfahrrad? Ja, bei Flügen, in der Bahn und im Bus sei das ziemlich praktisch, erklärte er mir, während wir in die Bücherei gingen. Dort wollte er den Internetzugang nutzen …
Und ich Dussel habe ihn weder nach einem Blog noch seinem Namen oder sonstwas gefragt. Im Internet habe ich auch nichts gefunden – ich dachte, alle Weltradwanderer sind wie unser Reisekünstler Irgendlink. Aber nein. Nichts. Niente. Nothing. Ничего не. Rien. Mitään.
Schade. Jetzt habe ich nur ein Bild von seinem Gefährt, das einsam dastand, als er den Stadtplan studierte.

Wanderklappfahrrad mit Anhänger
Es stand in Halle (Saale) auf dem Hallmarkt. Ein Kanadier suchte auf dem im Schaukasten daneben hängenden Stadtplan die Zentralbibliothek – die war unsichtbar, weil genau 8 m entfernt und vom Bus vollständig verdeckt.
Wird er schimpfen, der Weltwanderklappfahrradfahrer, wenn er sein Weltwanderklappfahrrad hier sieht? Ich hoffe nicht …
Aber eines, eines fand ich wirklich gut: Den Weltwanderklappfahrradanhänger. Ehrlich!
Falls vielleicht doch jemand etwas über den Mann weiß, der aus Kanada mit dem Klappfahrrad nach Halle (Saale) kam, sagt mir bitte, bitte Bescheid.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 17. Juli 2013 war die erfolgreiche Kopieraktion.
© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Das sieht ja wirklich faszinierend aus! Je länger ich mir das Rad ansehe, desto mehr Raffinessen entdecke ich! ;o) Ein tolles, sicher interessantes Treffen, lieber Emil. Ich drücke Dir die Daumen, dass sich noch ein Kontakt findet!
Was das Foto vom Fahrrad betrifft, brauchst Du keine Sorge zu haben. Alles was Du als normaler Fußgänger vor die Linse bekommst (ohne auf Mauern zu steigen o.ä.) darfst Du auch zeigen. Mit Personen auf Fotos wäre es etwas anderes aber ein Fahrrad wird kaum Persönlichkeitsrechte geltend machen! ☺
Um die rechtliche Seite weiß ich …
Aber auch um die verpaßte Gelegenheit.
Ja, das ist ein tolles Gefährt. Bester Emil, wie wäre es langsam mal mit einem Schwung Visitenkarten von Dir? Mit Bild natürlich, meine haben auch ein Foto von mir. In Deinem Fall nimmst Du Dein Gravatar-Bild. Drauf muss Dein Name: Der Emil, dann Deine Tätigkeit: Marathon-Blogger, Etwas Ironie schadet nie. Deine Blogadresse: Name, Untertitel, URL. Dann Deine Radiosendung mit Sendetermin und die Radio Corax URL und die Sendungsdurchwahl. Wenn Du magst noch eine ‚öffentliche‘ Handynummer.
Diese Visitenkarte hättest Du dem kanadischen Urlaubsradler schnell in die Hand drücken können und wahrscheinlich hätte er Dir dann seine gegeben. Visitenkarten sind nordamerikanischer Standard und auch in vielen europäischen und asiatischen Ländern weit verbreitet. Unter Japanern ist das ein richtiges Zeremoniell.
Einfach mal auf einem Din-A-4 Blatt was konzipieren und in einen Copyshop gehen, dort kostet das nicht so viel oder ein Internet-Angebot checken oder mal bei Radio Corax welche für die Moderatoren anregen und ein paar Vereinsgelder dafür locker machen. Habt Ihr schon einen Stand auf dem nächsten Weihnachtsmarkt? Denk mal an den Lions Club, Vier Wochen lang ein paar Stunden in Rotation Glühwein und Bratäpfel verkaufen und ein paar Euronen einnehmen. Davon kann man auch ein bischen Marketing einkaufen, wie Visitenkarten, die man dann zielgerichtet verteilen kann. Radio X hier in Frankfurt macht Tage der offenen Tür, dort eine Spendentombola veranstalten, was hieße, zuvor bei Firmen ein paar Preise zu erbitten und das spült auch Geld in die Kasse. Oder diese Spendentombola auf dem Weihnachtsmarkt anbieten. Dort verkaufen sich die Lose noch besser. Statt oder neben den Sachpreisen könnte man auch Schnuppertage beim Radio verlosen. Der erste Preis wäre eine Woche mit Einführung in die Sendetechnik, der zweite Preis drei Tage, der dritte Preis einen Tag. Am besten zwei zweite Preise und drei dritte Preise. Also fünf zweite und dritte Preise. Ich glaube schon, dass sich Leute für sowas interessieren. Hinter die Kulissen gucken kommt immer an und möglicherweise gewinnt man so auch neue Vereinsmitglieder.
Du siehst, ich hätte für einen 40 Stunden-Job beim Radio einige Ideen auf Lager, mit denen es nicht langweilig werden würde.
PS.: Magst Du diesen Artikel im Reiseministerium rebloggen? Ich reblogge in der Küche.
Ach ja, Visitenkarten … Hast ja Recht damit. Ich denk drüber nach.
Und die Ideen fürs Radio nehm ich mit dahin
Danke, schön ein positives Feedback zu erhalten.
Das ist ja ein faszinierendes Gefährt….. Wenn der Kanadier es hier sieht und sich ärgert, hast Du ihn jedenfalls wiedergefunden 🙂
Hoffentlich ärgert er sich nicht, sondern freut sich. Ich habe vom Rad leider nur dieses und noch ein verwackeltes Handyfoto 🙁
Hat dies auf Ministerium für Reiseangelegenheiten rebloggt und kommentierte:
Reisen, das ist nicht nur Kreuzfahrt, Fliegen, Strand und Sonne, sondern das ist auch Wandern und Radfahren. Früher war die Reise zu Fuß für viele die einzige Möglichkeit, von A nach B zu gelangen.
Manchmal treffen wir Reisende, die aus eben dieser alten Zeit zu stammen scheinen: Wie der Kanadier, der jetzt gesucht wird …
Hat dies auf Germanys next Kabinettsküche rebloggt und kommentierte:
Ein schöner Artikel über eine flüchtige Begegnung, so flüchtig wie ein vorbeihuschender Radfahrer. Gute Reise an den Radwanderer …
(ooops, wo ist den mein kommentar? komisch. habe heute morgen was geschrieben.)
ich hoffe, die beiden jungs treffen sich irgendwo, schrieb ich sinngemäss. so ein anhänger ist sicher toll, vor allem wenn man „nur“ ein klapprad hat. und vielleicht zwischendurch auch mal im zug reist oder fliegt. toller bericht! ich kann es mir super vorstellen, wie ihr euch getroffen habt. hoffentlich findest du ihn noch mal oder sein blog zumindest.
🙂
Ich hab jetzt geschaut: Kein Kommentar von Dir hier …
Wer weiß schon, wer wen kennt oder trifft? Außerdem scheint mir « “nur“ Klapprad » eine Untertreibung zu sein, denn dieses Gefährt ist recht gut ausgestattet für längere Touren. Der Kanadier wird weitergefahren sein, den Saale-Radweg entlang, ich werde ihn in nächster Zeit wohl kaum mehr treffen. Und im Internet? Ich finde nix, muß nochmal bei „Ums Meer“ nach Links von Weltumradlern suchen …
Eine interessante Art zu reisen. Aber das muss einem ja auch liegen.
Wünsche viel Glück beim Suchen und Finden. Aber wer weiß, ob er überhaupt bloggt?
Ich finde die Geschichte um den Kanadier total spannend, das Weltenbummlerfahrrad praktisch und lustig anzuschauen.
Der Kommentar von nextkabinett hat mich heute morgen schon gefesselt, aber mir fehlte die Muße zum bis zu Ende lesen. Auf jeden Fall ist die Idee mit der Emil-Visitenkarte ein verfolgenswerter Ansatz!!!
;o)