Mittagsschlaf. Korrigierte Erinnerung.
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Seit vielen Jahren beherrsche und praktiziere ich Autogenes Training. Ich begann damit, als ich in Schlema (jetzt Bad Schlema) die POS “Otto Grotewohl” besuchte, wahrscheinlich in der zweiten Klasse, also 1971/72, ohne andere Anleitung als ein Heftchen in braunrotem oder blauem Einband. Wirklich, schon mit acht Jahren begann ich damit! (Es war nicht erst 1977, wie ich wegen fehlender Erinnerung in “Entspannung” des Jahres 2011 schrieb; heute weiß das sicher.) Und schon bald stellten sich Erfolge ein, die mir auch während des mehrwöchigen Aufenthaltes im Krankenhaus 1973 zugute kamen (auch das weiß ich wieder). Mit Gipsbein lag ich damals sechs (mindestens aber vier) Wochen drin; und einen Gehgips gabs erst nach weiteren Wochen zuhause. Meine Güte, das ist jetzt auch schon 40 Jahre her …
Das Autogene Training erlaubte und erlaubt mir, mich für kurze Momente zu entspannen, ganz gleich in welcher Umgebung ich mich befinde. Mit seiner Hilfe bin ich vom Säufer wieder zum Normaltrinker geworden und das auch geblieben bis heute. Ja, denn ich kann auch mit der Mittelstufe (formelhafte Vorsatzbildung) und mit der Oberstufe arbeiten, ganz für mich allein. Bei letzterer nutze ich aber weder deren analytische Form noch (bewußt) die mit Malerei und Zeichnerei und Textschreiberei (nur dieser Teil könnte mir gefallen) verbundene Variante. Nein, ich bleibe bei den ursprünglichen Übungen.
Was mir mithilfe des Autogenen Trainings auch fast immer gut gelingt, ist das, was heutzutage als “power napping” daherkommt: Ich kann mich hinstetzen oder -legen und für eine von mir festgelegte Zeit schlafen. Funktioniert wunderbar und auf fünf Minuten genau bis zu einer Stunde. Autogenes Training hilft mir auch des Nachts beim Einschlafen, es sei denn … Naja, manchmal hilft es eben auch nicht, wie letztens erst geschehen.
Gestern allerdings haben sowohl mein Gehör als auch das Autogene Training versagt. Der auf 45 Minuten geplante Mittagsschlaf sollte um 15 Uhr enden. Ich hatte mir sogar ein Telefon mit zwei Weckern gestellt – so daß ich hätte spätestens um 15.10 Uhr von meiner Couch fallen müssen. Als ich um 16.00 Uhr gerade erwacht auf mein Telefon blickte, waren zwei abgelaufene Wecktermine zu erkennen. Boah. Die klingeln ja nicht nur einmal, sondern alle fünf Minuten bis sie ausgeschaltet werden oder 30 min abgelaufen sind.
Na toll. Ich habe nichs gehört. War ich wirklich so kaputt, so müde? Scheinbar doch, denn ich war es dann auch noch den ganzen Nachmittag (an dem ich zu einem Technikertreffen bei Radio Corax eben 50 Minuten verspätet erschien) und den ganzen Abend. Es ist wohl die Hitze Schuld daran …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 18. Juli 2013 war eine mich wirklich positiv überraschende Nachricht. Ach, ich habe ja in diesem Jahr auch schonwieder 200 Beiträge geschrieben.
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wooow! das nennt sich dann der schlaf des gerechten!
🙂
Das kann ja mal passieren. Mir passierts öfter, dass ich (auch mehrere) Wecker nicht höre.
Autogenes Training ist eine tolle Sache. Hab vor sehr vielen Jahren einen Kurs gemacht und es auch eine Weile praktiziert. Ich war sogar begeistert davon.
Doch dann kam meine COPD und damit die Husterei. Seit dem kann ich es nicht mehr machen. Die Atemübungen sind nicht mehr möglich, weil ich dann sofort zu husten anfange. Ich kann damit leider nicht mehr entspannen – leider.
LG Gabi
Aber … vielleicht wäre es doch ganz hilfreich, mit einer anderen, abgewandelten (und mit einem Arzt abgesprochenen) Atemübung / -formel? Das ist ja möglich, weil AT kein starres Gerüst ist.
Da kannst Du recht haben. Und daran hab ich auch schon mal gedacht.
Aber ich glaub, diese Formel müsste ich selber finden. Ärzte sind da keine Hilfe. Jeden Kranken geht es anders, jeder hat seine Probleme woanders oder auf seine Art. Es gibt da vieles, wo man sich eher selber helfen kann, weil man ja nur selber mit der Zeit genau weiß, was für einem gut ist oder nicht.
Aber ich müsste ja auch wieder von ganz vorne beginnen. Es ist schon so lange her. Aber schlecht wäre es sicher nicht, wenn ich mal wieder lernen würde, mich zu entspannen.