Am Bach (Nº 154)

Das Wasser steigt weiter

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Der Sonntag war ein Zitter-Tag. Und zwar wegen des Hochwassers, das hier in Halle (Saale) die 6-m-Marke schon überschritten hat (genaue Werte hier). Schlimmer scheint es im Erzgebirge zu sein. Dort läuft die Talsperre Eibenstock über, was in den Ortschaften unterhalb an der Zwickauer Mulde zu weiter steigenden Wasserständen führen wird.

In der ehemaligen Kreisstadt Aue (Sachsen) ist wieder der Teufel los – die Flüsse Schwarzwasser und Zwickauer Mulde, die dort zusammenfließen, führen beide Hochwasser. Wahrscheinlich gilt dort schon Katastrophenalarm.

Auch in den Nebentälern ist die Situation zum Teil dramatisch. Das Dorf, aus dem ich stamme – Zschorlau, wird auch von einem Bach durchflossen. Mehrfach habe ich im Haus meiner Eltern, direkt am Dorfbach, Hochwasser miterlebt. Das schlimmste war das von 1994, glaube ich: damals drohte der Damm der ältesten Talsperre Sachsens zu brechen und deshalb wurde mehr Wasser dort abgelassen – der Zschorlauer Dorfbach wird wesentlich aus dem Filzteich gespeist. Glücklicherweise ist die Situation dort im Dorf zur Zeit zwar angespannt, aber noch ungefährlich.

Hier in der Stadt allerdings geht es auf die 2011 erst erreichte Marke von 6,92 m zu. Und damals war es ziemlich knapp.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 2. Juni 2013 waren die guten Nachrichten aus dem Erzgebirge und das Lob für mein Bild.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Am Bach (Nº 154)

  1. Oh, oh! Es wird Zeit, dass der Regen nun endlich aufhört. Es ist ja sowieso längst Zeit für den Frühling bzw. meteorologisch Sommer sogar schon! Also „Frommer“ sozusagen.

    Ich drücke (weiterhin!) die Daumen, dass das Wasser rasch zurück geht und nicht doch vorher noch große Schäden anrichtet!

  2. Gudrun sagt:

    Hoffen wir mal, dass wir alles besser überstehen als vor einigen Jahren. Ich weiß, dass in Grimma heute Abend wieder die Sirenen lärmten. Das tut mir so unsagbar leid, denn ich kenne Gewerbetreibende aus dem Stadtzentrum.
    Du machst dir Sorgen um deinen Heimatort im Erzgebirge. Stimmt’s?
    Gruß von Nebenan.

  3. Gabi sagt:

    Kein „gefällt mir“ dafür. Schlimm, was dieser Dauerregen anrichtet. Leider auch bei uns in Österreich. Wir im Osten haben diesmal Glück, aber in vielen Bundesländern ist viel Katastrophales passiert.
    LG Gabi

  4. Es ist so tragisch und dramatisch.
    Bei uns in Oberösterreich ist die Lage auch sehr schlimm.
    Ich hoffe, wünsche und bete für alle Betroffenen.
    Mit Herz & Segen!
    M.M.

  5. Follygirl sagt:

    Habe gestern auch die Bilder im TV gesehen… sieht wirklich schlimm aus. Hoffe mal, das es nun endlich aufhört mit dem Regen und das Wasser wieder zurückgeht.
    LG, Petra

  6. Inch sagt:

    Ich bin so dankbar für unsere Auwälder und Wiesen

  7. Sofasophia sagt:

    ich habs gestern vorm tatort ersten gesehen. verrückt.
    „sonst sind solche katastrophen immer weit weit weg!“ gedacht.
    kommt es eigentlich eher bei begradigten flüssen vor oder auch bei natürlichen?
    wie auch immer: ich hoffe der regen hört endlich auf!

  8. Frau Momo sagt:

    Im Norden scheint die Sonne, wir haben diesmal Glück. Aber die Bilder aus der Mattscheibe lassen mich auch nicht kalt. Hoffentlich hört es bald auf zu regnen.

  9. der Regen soll ja aufhören, hoffen wir mal !

  10. Utasflow sagt:

    Ich bin betroffen in Form von Mitgefühl mit den Menschen, denen jetzt Wasser durch die Wohnungen schwappt. Ängste, die Existenz zu verlieren kenne ich aus den Jahren 2002 und 2006. Wir weiter im Norden konnten uns vorbereiten und räumen – und die Deiche hielten und sind in der Folge verstärkt und das Hochwasserschutzmanagement deutlich ausgebaut worden (mit Freiflächen, die geflutet werden können u.m.). Ich habe mir mal in Tharandt die Wilde Weißeritz angeschaut und war geschockt, wie schmal und verbaut das Flußbett dort ist, ohne Ausweichfläche für erhöhten Wasserdurchfluß. Das ist ein Kontrast zum weiten sandigen Flußbett der Elbe hier. Ich wünsche allen Betroffenen, dass die Schäden ertragbar sind und Maßnahmen zum Schutz vor ähnlichen Ereignissen unternommen werden.

  11. leonieloewin sagt:

    Ich habe in den Nachrichten von den vielen schrecklichen Katastrophenmeldungen gehört. Hier in Freiburg ist es wohl nicht so schlimm. Nur sind kleine Bäche auch zu reißenden Flüssen geworden und Spaziergänge im Schwarzwald mit viel Schlamm und Modder verbunden.

  12. Man kann wirklich nur hoffen, dass dieses dramatische Ausmaß an Schäden für die Betroffenen möglichst unbürokratisch angegangen und gelöst werden kann.

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