Angst (Nº 130)

Es ist zum Fürchten

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Nein, es ist nicht akut. Es ist eine weitere der angekündigten Fortsetzungen.

 

 

Wenn ich zweifelnd vor einer Enscheidung stehe, schäme ich mich dafür, mich nicht entscheiden zu können. Ich habe Angst vor den Folgen meiner Entscheidung.

Ich gehe nicht aus meiner Wohnung.

Ich zucke jedesmal zusammen, wenn ich ein Polizeiauto sehe.

Nachts muß Licht und Fernsehgerät anbleiben.

Vor lauter Angst laufe ich vor der Angst weg. Verstecke mich vor ihr.

 

 

Angst. Sogar vor dem Leben. Und dann, in dem “neuen” Leben, die Angst vor der Erinnerung.

Angst vor der Angst vor der Angst vor der Angst usw. usf.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 9. Mai 2013 waren das Ausschlafen bis zwölf und eine gute Nachricht.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Angst (Nº 130)

  1. Das ist symbolisch wie ein Hund, der sich so lange im Kreis dreht, um sich selbst in die Rute zu beißen, bis er ohnmächtig umfällt. Erreicht hat er damit leider gar nichts.

    • Der Emil sagt:

      Wenn nach Scham und Zweifel die Angst ersteinmal begonnen hat, das Leben zu bestimmen (gut, meine Höhenangst tut das manchmal heute noch; aber damit kann ich ein recht gutes Leben führen), wenn die Angst vor der Angst sich zu einer Routine, zur normalen Lebenswirklichkeit entwickelt hat, dann ist es wirklich so. Bis es endlich(!) in eine Klinik ging/geht …

  2. Follygirl sagt:

    oder könnte man sagen : Angst erkannt, Angst gebannt?
    LG, Petra

  3. Frau Momo sagt:

    Ich kenne diese Spirale sehr gut. Es ist schwer sie zu durchbrechen. „Da wo die Angst ist, geht der Weg lang“…. und der ist nicht einfach zu gehen. Kannst Du Dir da professionelle Hilfe holen? Du mußt es selber schaffen, aber vielleicht ja nicht alleine.

  4. leonieloewin sagt:

    Vielleicht hat die Angst auch einen Sinn, will Dir was sagen… (?)

    • Der Emil sagt:

      Am Anfang, ja. Dann hat sie sich verselbständigt, die Angst, und wurde sie zur Angst vor der Angst vor der – und der Ursprung war weg und nicht mehr erkennbar.

  5. Heute Nacht in den vielen Stunden Wachseins konnte ich deine Angst besser noch als sonst verstehen.

  6. Sofasophia sagt:

    die angstschlange kenne ich auch (ähnlich, aber anders) – vergesse sie aber auch immer mal wieder, wenn sie nicht akut ist. kennst du sicher auch?

  7. wenn man Angst hat,dann soll man das Wort Angst auch gar nicht aussprechen, weil die Angst dann noch intensiver wird, sage nicht ich sondern ein Psychologe …

    es ist schwer wenn man drinnen steckt, raus kommt man nur selber … auch mit Hilfe durch einen Arzt … aber trotzdem kommen solche Sachen immer wieder mal durch, man rennt ja dann nicht gleich zum Doc … also ich spreche jetzt nur von meinen Erfahrungen und bitte nicht nachmachen, das kann bei dir oder jedem anderen auch ganz anders wirken…

    wenn es da ist dieses beherrschende Gefühl, geht gar nichts und eine Auszeit ist genommen, da dieser Zustand ja genug Nebenwirkungen mitbringt, reicht das für ne kleine Krankschreibung von 1 – 2 Tagen, man kann ja nicht immer Urlaub nehmen… und dann mal wirklich fallen lassen mit allem drum herum … und sich dann wieder sammeln und aufraffen- unbedingt-, denn jeder weiß … das Leben findet draußen statt, nicht im sicheren Zimmer, auch wenn es da am aller schönsten ist , das ist einfach der sicherste und glücklichste Ort …. aber es kann auch zum Gefängnis werden… deswegen sollte man an die Ursachen gehen, aber dazu ist man noch nicht bereit…. 😉
    es muss so gehen erstmal 😉

    keine Dauerlösung, weil die Last immer schwerer wird … aber noch geht es nicht , weiter zu suchen nach dem wieso und warum und an welchem Punkt des Lebens ist was schief gelaufen… das es solche Ausmaße annehmen kann …

    LG lieber Emil und alles Liebe

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  9. Gabi sagt:

    Angst vor allem Möglichen, Angst vor der Angst… Eine teuflische Spirale. Nur wie man da wieder ganz rauskommt, weiß ich zeitweise leider nicht.
    lg Gabi

    • Der Emil sagt:

      Zu einem Gutteil hab ich es ja geschafft, indem ich meine Vergangenheit nicht mehr verdrängte und verleugnete.

      • Gabi sagt:

        Da sieht man wieder, dass nie alle Menschen gleich sind. Ich habe keine Probleme – oder zumindest größtenteils nicht – mit meiner Vergangenheit, sondern eher mit dem Hier und Jetzt und der ungewissen Zukunft. Im Gegenteil. Ich schwelge wahrscheinlich zu viel in der Vergangenheit und weine ihr zum Teil nach, weil ich denke, dass da alles oder vieles (vermeintlich oder wirklich) „besser“ war und weil so einiges eben jetzt nicht mehr so ist oder auch nicht mehr so sein wird.
        lg Gabi

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