Schwere Kost “Gott” (Nº 109)

Anregung zum Nachdenken und Umdenken

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Mir lief ein Buch übern Weg. Wie das so oft schon Bücher getan haben.

Gekauft hab ich es – nun ja, eher unbedacht. Bei einer der Buchhandelsketten gab es Bücher auf dem Grabbeltisch für 2,99 € und ich hatte gerade einen Zehner zuviel dabei. Ja, ich hätte das Geld auch für Wichtigeres ausgeben können. Manchmal sind mir dennoch die Bücher wichtig, die mich “anspringen”.

Seit dem Kauf schaute ich immer wieder mal hinein in “GOTT. Eine kleine Geschichte des Größten.” von Manfred Lütz.

Dieses Buch habe ich erst nach meiner Entscheidung für die Neuausrichtung gekauft. Wenn ich mir die paar Zeilen ansehe, die ich bisher gelesen habe: Es hätte mich nicht von der Umstellung abgehalten, hätte mich vielleicht sogar bestärkt. Nein, nicht in einem Glauben an Gott (Lütz ist nämlich bekennender Katholik und hofft das vielleicht für seine Leser).

Gestern abend habe ich nun endlich begonnen, ernsthaft im Buch zu lesen. Und das, obwohl ich diese Woche schon einige Rezensionen ansah, viele Verrisse fand oder auch eindeutig tendenziöse Lobeshymnen von Rezensenten, die der Institution Kirche nahestehen. Zum Beispiel bei DRadio Kultur: Plädoyer gegen schlampigen Atheismus oder Humanistischer Pressedienst: Das Elend der Theologie.

Auch ich finde es befremdlich, wenn im Nachwort erst, erst im drittletzten Satz zu lesen ist über “… die unbestreitbaren Defizite dieses Buches [die man] zum Anlaß nehmen könnte, nun endgültig die Suche nach Gott aufzugeben.” (Ja, Lütz selbst bleibt beim unpersönlichen “man”.)

Daß ich (der ich nicht auf der Suche nach Gott bin) die Suche nicht beginnen und somit also auch nicht aufgeben werde, kommt dem Herrn Lütz nicht in den Sinn, so scheint es. Vielleicht bin ich als Leser dieses Buches überhaupt nicht vorgesehen, erwünscht, zugelassen?

Macht nichts. Ich halte dieses Buch für genau das, was es auch für seinen Autor Manfred Lütz ist: ein sehr subjektives Buch. Das war es sicher beim Schreiben, das ist es bestimmt auch beim Lesen, weil meine ganz besondere, eigene Einstellung zum Gottesbegriff und zu Gott gefordert ist.

Das könnte auch heißen, daß mein agnostischer Atheismus – so ich einem solchen anhinge – mir für die noch folgenden 260 Seiten nur ein einziges Kopfschüttlen abnötigt …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 18. April 2013 waren (unter anderem) leckerer selbstgekochter Linseneintopf, die jetzt schon fertig produzierte Jojo-Sendung.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Schwere Kost “Gott” (Nº 109)

  1. Frau Momo sagt:

    Ich kenne Herrn Lütz nur aus diversen Fernsehauftritten. Glaube ist wohl immer subjektiv, aber ich mag es einfach nicht, missioniert zu werden, egal von welcher Glaubensfraktion. Und somit bezweifel ich, das das Buch für mich als Christin was ist. Ich habe nicht vor, zum Katholizismus zu konvertieren. Aber ich habe eh keine Zeit zum Lesen. Der Kirchentag (übrigens eine Laienbewegung und auch ausgerichtet von dieser und nicht von der Kirche, wie viele denken) rückt in bedenkliche Nähe.

    • Der Emil sagt:

      Wenn ich es durchhabe, werde ich berichten. Im Moment scheint es ähnlich amüsant zu sein wie zB „Irre – Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.“ oder „Lebenslust : wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult.“

      Zumindest für den Menschen in mir (ohne nähere Bestimmung) ist es bisher ganz interessant.

      • „Irre“ war zum Schieflachen und so abwegig erscheint es gar nicht, dass die Normalen neidig auf die „sogenannten“ Kranken sind.
        Viele können leider nicht abgrenzen zwischen Kirche und Glaube (wer sind denn in diesem Fall die Normalen?).

  2. Guten Morgen Emil!
    …. ich möchte nun so vieles schreiben —- tu es nun aber doch nicht —!
    nur soviel ….
    ich mag meinen Gott, ich mag Jesus.
    Ich bin Christin, bekennende Christin, habe mich aber schon vor vielen Jahren
    von der *Kirche* getrennt …. dort vermisse ich nämlich genau das was Jesus predigt.
    *Die Liebe und die Menschlichkeit.*
    Mit Herz & ganz viel Segen!
    M.M.

  3. Die Liebe und die Menschlichkeit sind eine Suche nach sich Selbst. dENK ICH MAL; Wenn Gott ein Ebenbild sei?

    Scheiß Motten!!

  4. Gabi sagt:

    Wie ich in den Kommentaren gelesen habe, hast Du das Buch “Irre – Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.” gelesen. Ich war schon mal fast so weit, es mir zu kaufen. Darf ich fragen, was Du von dem Buch hältst. Es klingt für mich so, als ob man es eher nicht ernst nehmen kann.
    lg Gabi

  5. Pingback: Am anderen Ende der Wahrheit VI (Nº 116) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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