Die Weihnachtsbeleuchtung ist (k)ein Problem
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Heute habe ich in meinem Adventskalendertürchen zur Abwechslung einen kleinen Film versteckt. Er verleiht – augenzwinkernd – meiner Abneigung gegen das weihnachtliche Wettrüsten Ausdruck. Wenn schon das ganze Jahr nur noch Kampf ist, nur noch Besser-als-alle-andern-sein-müssen, wie wäre es dann zur Advents- und Weihnachtszeit mit einem friedvollen Miteinander? Statt des ständigen Gegeneinander? Möchtet ihr, möchte ich ein Weihnachtsfest “feiern” wie die Paare in diesem Film?
Was hätten diese Nachbarn nicht alles gemeinsam erleben können …
Und nach diesem Film frage ich mich: Früher, als es noch nicht “alles” zu kaufen gab, in den Fünfziger und Sechziger, auch noch in den Siebziger Jahren wurde Weihnachten doch ohne das alles gefeiert? War Weihnachten dadurch weniger wert? Ist der Begriff “Friedensweihnacht” schon so weit aus den Gedächtnissen der Menschen verschwunden? (An den Weihnachtsfrieden – keine Mahnung und Vollstreckung durch staatliche Stellen in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester – denken doch auch sehr viele?)
Ist nicht eine freundliche, herzliche Begegnung erstrebenswerter als der Sieg in einem ominösen Wettbewerb? Auch und gerade dieser Zeit?
Ein Friedenslicht wünsche ich allen ins Herz und ins Haus.
(Ich schreibe ja nicht nur diesen Adventskalender, nein, ich kann wie immer nicht genug kriegen und schreibe auch für andere Weihnachtsvorbereitende Blogs. Zum Beispiel an Germanys next Kabinettsküchentisch. Schaut mal hin!)
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 10. Dezember 2012 war der Brief vom Hausverwalter mit der Ankündigung der Heizanlagenreparatur (17 bis 18 °C sind auf Dauer doch etwas kühl gewesen).
© 2012 – Der Emil. Der Text (nicht der Film!) steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
346 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 300 words)


KLASSE! Ich hab genau so ein Beispiel fotografiert…
LG, Petra
Pingback: Türchen No.11 – Emils “Coruscans terrorem” ( ❧ 346) | Germanys next Kabinettsküche
ein sehr treffender kurzfilm..
Pingback: 11. Türchen: Viel Licht macht nicht viel Frieden (#346) | Germanys next Kabinettsküche
Echt Klasse der Film!
Natürlich war früher Weihnachten auch so viel wert, wenn nicht sogar mehr wert. Naja, eigentlich bin ich ziemlich überzeugt davon.
„Friedensweihnacht“ und die Zeit der Stille gibt es doch kaum mehr. Mir kommt vor, es wird alles jedes Jahr hektischer und verrückter.
Jedoch was die Weihnachtsbeleuchtungen an den Häusern und Wohnungsfenstern betrifft, habe ich das Gefühl, dass es vor ein paar Jahren schon schlimmer war und es in den letzten 2, 3 oder auch 4 Jahren sogar wieder etwas weniger wurde. Zumindest in meiner Wohngegend. – Ob die Leute vielleicht mehr sparen müssen?
In einer Wohnung gegenüber von uns hatte jemand vor ein paar Jahren einen sehr penetrant rot und blau blinkenden Weihnachtsschmuck mit großer Schrift angebracht. Ich fühlte mich dabei eher an Las Vegas als an Weihnachten erinnert. Doch die gibts nun auch schon länger nicht mehr (Gott sei Dank!).
lg Gabi
kann den Film leider nicht gucken, mein Ton geht Zurzeit nicht, muss mal schrauben … aber heute nicht mehr-
was du zu Weihnachten an sich schreibst, sehe ich auch, wie sind nicht allein. Vielen ist all das Gerenne und Gerammsche zuwider. Letztlich geht es am Sinn vorbei und das spüren wohl mehr und mehr Leute!
Was der Sinn war? Nun, zuerst haben die Menschen die Wintersonnenwende gefeiert, die Widergeburt des Lichts, genau dann, wenn sie am tiefsten steht. Dies allein ist ein feines Symbol, finde ich. Dann kam das Christentum und hat mit all den „heidnischen“ Feiern und Bräuchen aufgeräumt (was allerdings auch nur teilweise gelang), so feierte man ab dann die Geburt von Jesus, ein Mensch, der Licht und Liebe brachte (wenn ich es mit der Widergeburt des Lichts gleichsetze). Nicht zu vergessen, dass die Menschen sich in ihre Häuser zurückgezogen hatten (viel ging ja früher imn den Schneewintern nicht), die Ernte war eingefahren und nun konnte man eben backen, neue Socken stricken und … ja und dann hat man sich eben innerhalb der Familie zusammen gehockt, gut geschmaust und sich mit Kleinigkeiten gegenseitg erfreut. Aber nun, dann kamen die Amis, machten aus dem Christkind einen Weihnachtsmann und das Gerenne ging los …
rennen wir einfach nicht mit!
herzlichst Ulli
Klasse. Ja das ist aus uns geworden, eine wettrüstende Gesellschaft.
Ich habe spontan auch noch was zu dem Thema (schon ein bisschen älter, aber auch immer noch gut)
Ebenfalls super, dieser Beitrag.
lg Gabi
Die Kirchenglocken am Ende und bei Dunkelheit haben mir gut gefallen ~ sowie die Paarung: Mann – Mann.
Lieber Emil, mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet, aber egal.
Wir haben überhaupt nichts an den Fenstern.
Wir haben ein Bäumchen im Büro, im Wohnzimmer ein Kirchlein mit Licht. Das ist es, ansonsten schöne Kerzenhalter.
Wir begehen den Advent, wir feiern Weihnachten, bei uns kommt erst die Kirche, erst das, was Advent, was Weihnachten ist.
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