Glücksgedichte (#208)

Zwei lyrische Versuche aus dem Jahr 1984

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Nachdem ich gestern dieses Zitat über die Gedichte vom Glück (von André Schinkel) hier präsentierte, suchte ich in meinen Schreibereien – auch in den ganz alten Versuchsschwulstigkeiten – nach einem Glücksgedicht.

Und ich wurde fündig:

 
Der kleine Gesang

Im Morgengrauen singt ein Lied
ganz tief aus uns heraus.
Ich sehe, wie der Nebel zieht
rings um das kleine Haus.

Du räkelst Dich noch neben mir
und streckst Dich Glied um Glied.
Hinaus drängt sich durch unsre Tür,
mein Mädchen, nur Dein Lied.

Du, Du! singst Tag für Tag für mich,
von Leid und Glück, das hier
in diesem Bett, an diesem Tisch
mich fröhlich macht mit Dir.

Geschrieben am 10. Oktober 1984

 
 

Noch eines? Wirklich? Ich meine: Da trieft doch schon Schmalz genug, oder?

Na gut. Noch eines, das ich während meiner Dienstzeit in der NVA schrieb (aber ihr müßt es auf dem vergrößerten Bild selbst entziffern, ich bin jetzt zu faul, es abzutippen):

Amseln

Liebesbriefe XVIII – Amseln
zum Vergrößern das Bild anklicken

Vom 30. Oktober 1984. Das muß jetzt aber reichen. Mehr Glück und mehr Gedicht hab ich grad nicht.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 25. Juli 2012 waren ein Besuch im Labyrinth, ein Besuch im Verein.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Glücksgedichte (#208)

  1. Auch wenn es schmalzig trieft … das finde ich unwichtig. Wenn man sowas schreibt, tut man es ja normalerweise mit tiefsten Gefühlen. Die waren eben in dem Moment so. Sie dann in solchen Zeilen festzuhalten finde ich sehr schön!

  2. Toll, wenn man so alte Papiere noch in seinen eigenen Unterlagen hat. Und so schwülstig finde ich das gar nicht. Hans-Eckardt Wenzel macht aus ähnlich gearteten poetischen Einlassungen ganz wunderbare Lieder, die ich zumindest als kein Stück schmalzig empfinde.

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