Viertel acht (#106)

Zeitreisende Normalität

To get a Google translation use this link.

Gestern morgen wurde ich ungewollt wach, zumindest empfand ich es so. Meinem Gefühl nach viel zu früh. Ich hatte echt Schwierigkeiten mit dem Einschlafen gehabt. Und als ich endlich ein Auge vorsichtig öffnete und nach der Uhr an der Wand gegenüber des Schlafsofas sah, war es viertel acht.

Auch gut. Ich hab das Fenster aufgemacht (die Vögel waren noch im Käfig). Dann wollt ich noch ein Stündchen schlafen. Ich drehte mich zur Wand, zog mir die Decke bis ans Kinn und schlief.

Irgendwann mußte ich dann doch ins Bad. Bin eben ein alternder Mann. Danach schloß ich das Fenster, im Dämmerzustand schaute ich zur Uhr (viertel acht) und legte mich wieder ins Bett. Ich war noch müde, und so früh muß ich sonnabends nicht aufstehen.

Tatsächlich schlief ich nochmal und träumte ziemlich wirres Zeug. Eine blaue Armbinde mit dem FDJ-Emblem mußte ich tragen, weil ich auf einer Bühne für Stimmung sorgen sollte. Schräg waren auch die hellgraublauen Teichfolienanzüge derjenigen, die am Bühnenausgang alle Vorübergehenden auf Irgendetwas abtasteten.

Dann war der Kaffeedurst zu stark und die Vögel wünschten lautstark, aus dem Käfig entlassen zu werden. Ich erhob mich von meiner Schlafstatt, schaute beiläufig zur Uhr. Viertel acht.

Viertel acht? Habe ich in der Zeit rückwärts geschlafen?!

Das war es doch mindestens schon zweimal heute? Kopfschüttelnd sah ich am PC nach. Neun Uhr achtunddreißig. Kurze Zeit später ging ich mit einer Tasse frischen Kaffees zur Uhr und wechselte die Batterie. Und die Nymphensittiche übten Tiefflugattacken gegen mich.

Der Tag begann also völlig normal.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 14. April 2012 waren eine gelungene Überraschung, ein leckeres Eintopfessen, eine entspannte Party.

© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.

106 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 331 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, Gesehenes, One Post a Day, postaday2012 #oneaday abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Viertel acht (#106)

  1. Gabi sagt:

    Ist doch schön, wenn man den Tag so gemütlich und ohne Zeitdruck beginnen kann.
    lg Gabi

  2. Herbstbaum sagt:

    Zeit ist dehnbar ~ ~ ~ 🙂

  3. Sofasophia sagt:

    herrlich. 🙂

  4. M. sagt:

    Ich finde es einfach nur schön, wenn man einen Tag so relaxt beginnen kann. Leider musste ich schon so früh raus, während du dich mindest noch zehnmal auf die andere Seite gedreht hast. Wollen wir morgen früh mal tauschen?

  5. Follygirl sagt:

    Dem Glücklichen schlägt keine…

Antworte auf den Kommentar von der_emil Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert