Ein kleiner Copperfield
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Miniatur 6 / 8
Ein einziges Mal war ich zu einer Karnevalsveranstaltung. Es war zu laut, zu bunt, zu zwangslustig.
Als ein Zauberkünstler die Bühne direkt vor mir betrat, stellte ich mich als Versuchsperson zur Verfügung.
Auf der Bühne nahm der Künstler einen meiner Geldscheine, fingerte hier, fummelte dort. Zündete den Geldschein an, der sofort (!) in Flammen aufging. Kurz darauf gab er mir meinen Schein unversehrt zurück.
Damit war mein Gastspiel beendet. Am Platz bemerkte ich, daß mein Ring fehlt, ohne den ich niemals das Haus verlasse. Ich winkte und rief dem Zauberer zu, als der das Podium verließ. Er drehte sich nichteinmal um.
Mit dem Vorsatz, den Menschen hinter der Bühne gleich wegen meines Ringes zur Rede zu stellen, nippte ich an meinem Kaffee. Herzhaft biß ich in den letzten Berliner vom Tablett auf dem Tisch.
Was glaubt ihr, was ich in dem fand?
Himbeermarmelade. Was sonst.
Die Antwort steht dabei!
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 21. Februar 2012 war, daß ich dem Faschingselend komplett entgangen bin.
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Tolle Leistung – ich finde es erstaunlich, jemand unbemerkt einen Ring vom Finger zu ziehen, den man ihm dann im PFANNKUCHEN serviert.
Liebe Himmelhoch – schau mal ganz genau hin in meinem hellgrauen Kasten 😉
Nachdem ich dank Gudruns Tipp die Wahrheit gesehen habe, bin ich bitter enttäuscht von den Künsten des Herrn Copperfield und gehe lieber wieder selbst zaubern.
Kein klitzekleines Schmunzeln geblieben? 😉
Dooooooooooch! Nicht enttäuscht über dich, sondern über den Zauberer. Und wo wr der Ring dann wirklich???? Das will *stampf* ich jetzt aber irgendwann wissen.
Ach je – ich hab das Geschichtchen doch nur weitererzählt (urban legend). Es ist mir doch so garnicht passiert?!
Aber der Protagonist wird wohl, ehe er auf die Bühne stieg, alles Verschwindbare in seinen Hosentaschen (mit Reißverschluß) oder im Brustbeutel verstaut haben 😉
Jaaaa! Das will ich sehen, liebe Clara. 😀
Zunehmend sind sie heutzutage mit Pflaumenmus gefüllt ;o)
Ich hatte früher™ auch schonmal Senf – den guten AXA …
Da beißt Berliner??? So schlimm sind die ja nun auch nicht, dass man sie gleich beißen muss…
Berliner, Krapfen, Pfannkuchen, Kräppelchen – der Namen sind Legion!
Ich sehe, dass dort etwas steht, kann es leider nicht lesen (Altersblindheit?).LG
Pssst! Markieren hilft …
Die konnte dir die Stimmung bestimmt nicht versüßen, oder?
(Der Mac stellt alles heller dar als die Kistchen der anderen. Ich sehe keinen hellblauen Kasten. aber wenn man die Tastenkombi für „alles auswählen“ drückt, …. Ich bin dann mal weg. :D)
Hm. Sollte eingerückt und auf sehr hellgrauem Hintergrund stehen, der Text …
*hahaha* Man ist sich der Antwort anfangs recht sicher. 😉
Ich nehme an, du hast Marmelade im Berliner gefunden und den Ring irgendwann in deiner Hosentasche 🙂
Was steht denn da? Ja.
Zauberhafte Geschichte 😉
Wow, der konnte ja wirklich zaubern.
ich bin baff.
Toll erzählt, lieber Emil. großartig!
Weil der *sieh nach* in den Pfannkuchen getan hat?
„zwangslustig“ – die umfassendste Beschreibung von Karneval in einem Wort.
Wenn die Geschichte denn wahr wäre, wie könnte man sich freiwillig einem Zauberer zur Verfügung stellen? Es wurden schon Menschen zu FRÖSCHEN verwandelt!!!
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