Liebe und Sehnsucht
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Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.
Mahatma Gandhi
Über diesen Satz stolperte ich heute, denn ich fand ihn in einer der Beute-Zeitschriften meines Messebesuchs. Und ich dachte darüber nach.
Irgendwie hat er ja Recht, der Mahatma Gandhi. Ein Mensch, der liebt, bedingungslos liebt, wird demütig. Lernt leiden. Zum Beispiel unter einer Trennung. Und lernt, das Leiden zu ertragen. Liebe ist etwas, das mich an einen anderen Menschen fesselt. Das keine Forderungen stellt.
Liebe ist eine Macht. Sie verleiht ungeahnte Kräfte. Läßt einen Menschen unerhörte Dinge erleben. Bringt Freude und Nähe. Läßt die Seele fliegen – mit einer anderen Seele gemeinsam. Liebe gibt mir die Freiheit und den Mut zum Fliegen.
Der Liebende lernt auch hoffen. Die (Vor-) Freude auf ein Wiedersehen, die am Anfang einer Liebe riesengroß ist und mit dem Leid der Trennung einhergeht, ist gewaltig.
Mächtig ist auch die Sehnsucht. Dieses Ziehen im Herzen und in der Seele.
Und was wäre das ganze Leben ohne Sehnsucht? Würde ohne Sehnsucht, ohne Ersehnen nicht etwas ganz wichtiges im Leben fehlen?
Ehrlich: Wenn alle Wünsche erfüllt sind, bin ich dann glücklich?
Alles Schöne dieser Welt
Komp. & Text: Kurt Demmler
So ist man schon oft erwacht / und ein schöner Traum sinkt in die Nacht / zurück. / Der Traum vom Glück, / das sich halten läßt / und rest- / los zufrieden macht.
Alles Schöne dieser Welt, wenn ich es habe. / Alles Schöne dieser Welt, wäre es mein, / Wär es doch nicht mein, dann fehlte mir die Gabe, / nämlich so schön, so schön sehnsüchtig zu sein. / Alles Schöne dieser Welt, das ich ersehne, / wär nichts wert, wenn das Ersehnen mir dann fehlt. / Jedes Lachen trägt im Knopfloch schon ’ne Träne. / Freude wird durch ihre Endlichkeit beseelt.
Also dann: man zieht sich an / wo ein schöner Traum am Tag zerrann, / bleibt / zurück was treibt, / auf das sich erfüllt – / Bild, / das man schon malen kann.
Alles Schöne dieser Welt …
Eine Stelle zum Nachlesen ist ostmusik.de – das Lied ist hier zu finden …
Ich selbst sang dieses Lied sehr gerne, als Kurt Demmler noch lebte und alle seine Lieder ohne Geld dafür zu verlangen “lizensierte”
Und was soll ich sagen: Mir fehlte lange Zeit die Sehnsucht … Und die Liebe …
Beides fehlte mir zum Glück …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 25. November 2011 waren die Worte, die mir zum Abschied von jemandem mitgegeben wurden.
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Wünsch Dir ein besonders schönes Wochenende…
LG, Petra
‘s wird ein wenig melancholisch werden. Denn ich bau um auf Weihnachten …
Die Lieder von Kurt Demmler und Texte von Gisela Steineckert liebe ich heute noch, weil sie einfach gut sind, und weil sie oft genau das ausdrückten, was ich gerade empfand.
Ich finde es gut, dass du Gefühle wieder zulässt. Klar möchte man das, was weh tut, am liebsten „wegdrücken“, aber dann stirbt alles.
Lieber Emil, ich wünsche dir ein schönes Adventswochenende.
Pingback: Der Emil – Große Gefühle (Nº 330 #oneaday) und Triloff | Ministry of Love
ja, schönes Zitat. Doch muss ich erfahrungsgemäß auch anmerken, dass die Liebe genauso gut enttäuschen kann. Für die Wahrheit!!
Ganz sicher? Ich mein, daß die Liebe enttäuscht. Oder ist es eher das Leben, das nicht unseren hochgesteckten Erwartungen entspricht – und damit in uns Ent-Täuschung hervorruft? Ent-Täuschung, die zwar wehtut, die wir aber selbst vornehmen?
ja, ist es nicht so, dass die Liebe ent-täuscht. wenn man sich selbst was eingebildet hat??
„Und was wäre das ganze Leben ohne Sehnsucht?“
– eine gefühlsflache Angelegenheit. Das schliesst auch Sehnsüchte mit ein, die man aufgegeben hat, weil sie ziemlich weit weg zum Erreichen sind.
„Es strebt der Mensch so lang er lebt.“ oder ähnlich geht doch ein anderes Zitat..
So gesehen tötet die moderne Wohlstandsgesellschaft den Menschen die Gefühle bzw. sie sehnen sich maximal noch nach Gefühlen, die besonders sind – warme Bude und Essen gibt es ja für die meisten für lau (bzw. für eine Menge Formulare).
*wat binnich heut wieder pathetisch und schlecht reflektiert..*
Mir wurde vor kurzem die Frage gestellt, welche Bedürfnisse (abgesehen von den biologischen) ich denn hätte. Erschreckend mußte ich feststellen, daß ich mit dem Vermeiden / dem Verbot «schlechter» Gefühle (Ärger, Wut, Trauer, Scham usw.) auch alle anderen fast gänzlich verloren hatte – und nichts über meine Bedürfnisse, geschweige denn um sie selbst wußte!
Siehst du..
aber jetzt wird alles besser, schicker, fühliger…
obwohl: so absolut soll man ja auch nicht formulieren…