Rosinen im Kopf (Nº 294 #oneaday)

Vom Schreiben, beim Schreiben, für’s Schreiben

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Bei mir sollte gestern Weihnachten ausbrechen. Warum das? Weil ich an meinen Adventsgeschichten arbeite.

Obwohl meine Rüsselseuche bereits im Abklingen ist (ihr wart alle sooooo lieb zu mir!), rieche ich noch nicht wieder. Deshalb hatte das abbrennende Räucherkerzchen auch nicht die erwartete, meine Weihnachtsstimmung fördernde Wirkung. Schon am Morgen die Live-Bilder aus den höheren Alpen (auf 3Sat, wo sonst) mit diesen wunderbaren Schneelandschaften richteten kaum etwas aus …

Zumindest Kerzen hatte ich angezündet, richtige Pyramidenkerzen. Nur nicht auf einer Pyramide – denn die stelle ich ja erst nach dem Totensonntag auf. Als ich das Zimmer verlassen wollte, blies ich die Kerzen aus. Ich sah den dünnen Rauchfäden nach, die von den verglimmenden Dochten aufstiegen und roch, was da geschah!

Es brauchte wirklich nur diesen kleinen Auslöser in Form eines Geruches. Und schon konnte ich, nach beinahe zwei Stunden vor leeren Blättern, Geschichten spinnen. Sie flossen aus meinen Erinnerungen. Phantasien erstanden in heimeligen Szenen. Und nach weiteren drei Stunden hörte ich mit dem Schreiben auf.

Allerdings hätte ich nicht diese Ausschreibung im Amtsblatt lesen sollen — für Interessierte: Der vollständige Ausschreibungstext ist auf der Website der Stadt Halle (Saale) veröffentlicht.

Gut, über die Konditionen mag ich mich hier nicht auslassen. Aber ich sitze tatsächlich an einer Fiktion und sammle Informationen dazu. Bis zum Abgabetermin sind noch vier Wochen Zeit!?

Jedenfalls gefällt mir meine Idee. Selbst wenn ich mich nicht traue, dort dann einen Text einzureichen, oder wenn ich nicht fertigwerde bis dahin: Eine gute Schreibübung wäre es allemal.

So gebe ich mir Zeit bis zum 13. November. Dann ist der Text entweder soweit fertig, daß ich ihn gut genug finde und einreichen möchte – oder ich laß es eben. Ich muß ja nicht, oder?

Oder ist dieses Ding einfach zu hoch angebunden und ich hab nur Rosinen im Kopf?

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 20. Oktober 2011 war der Schreib-Flow; so langsam geht es mir wieder etwas besser – aber ich werd heute noch nicht wieder zur Klinik gehen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Rosinen im Kopf (Nº 294 #oneaday)

  1. Jackson sagt:

    …also wenn ich nicht riechen könnte….das wäre schlimm…oh oh…
    TinaFrau hat so ähnliche Eingebungen, wenn sie bestimmte Gerüche wahrnimmt. Doch ich glaube, bei mir ist das heftiger!

  2. Follygirl sagt:

    Ich würde es auf jeden Fall versuchen…
    LG, Petra

  3. anniefee sagt:

    Verstehe ich recht, man soll einen Text schreiben, der im Spannungsfeld von Literatur und Wissenschaft liegt, und du schreibst eine Adventsgeschichte ?
    das wäre allerdings wahrlich innovativ..

    • der_emil sagt:

      Nein, so nicht. Ich schrieb nach Anfangsschwierigkeiten an meinen Adventsgeschichten.

      Machte eine Pause und las diese Ausschreibung. Und nun sammle ich für eine Fiktion, ein phantastisches Textlein (so Sci-Fi, weißte, aber ohne Advent).

  4. M. sagt:

    Vier Wochen, die du gut nutzen solltest, lieber Emil. Und wenns hilft, schicke ich dir auch noch ein Päkle Adventskerzen. Ja, so bin ich….

  5. sucherin sagt:

    Das klingt nach einem interessanten Projekt. Ich fände es gut, wenn Du teilnehmen würdest und wünsche gute Ideen und viel Freude beim Schreiben.

  6. Inch sagt:

    Ich habe erst mal einen halben Tag über Deinen Post nachgedacht. Und jetzt „tatarataa“ kommt mein wohlüberlegter Kommentar: Versuch es!!!

  7. Gudrun sagt:

    Warum traust du dich nicht? Wenn sich alle immer nie getraut hätten, hätte es nie ein geschriebenes Wort gegeben.
    Mit Recht will man jetzt in Halle ein breites Feld erschließen, um sich einfach auf viele, auch ganz andere Ideen ein zu lassen. Ich finde das gut.
    Mit Worten kannst du gut umgehen, lieber Emil. Was soll passieren? Im schlimmsten Falle: NIchts. Und das tut auch nicht weh. Aber an Erfahrung und Selbstvertrauen kannst du dazu gewinnen, egal wie alles ausgehen wird. Mach es! Reiche deinen Text ein. Ich bitte dich herzlich darum.

    Liebe Grüße von der Gudrun

    • der_emil sagt:

      Och Gudrun, (und auch all die anderen!)

      danke fürs Mutmachen. Zunächst muß der Text fertigwerden, und wenn er vor mir besteht (so wie meine Blogs), dann reich ich ihn auch ein.

      Ich bin dann mal wieder am Schreiben 😉

  8. Ich glaub nicht, dass du Rosinen im Kopf hast. Du hast Geschichten im Kopf. Also – schreib für Halle. Nur Mut!

  9. provinzler sagt:

    Dass du schreiben kannst, beweisen deine Texte hier. Also beteilige dich! Ich bin gespannt.

  10. Gabi sagt:

    Ich würde sagen, schreib es einfach. Was Du dann damit machst, kannst Du dann noch immer entscheiden.

  11. der_emil sagt:

    Muß ich ja nachreichen: Der Text wurde und wurde nicht fertig …

    Also nix mit der Teilnahme an der Ausschreibung – aber weiterarbeiten am Zitator ist angesagt.

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