Am Fernsprecher.
Wieso heißt das Ding eigentlich nicht mehr so? Fernsprecher ist ein schönes deutsches Wort, welches durch das Telephon (Fern-Laut) oder gar durch das Händieh abgelöst wurde …
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Manchmal ist es schon ein Kreuz. Mit den Kindern. Oder etwa nicht?
Ich erlebe das zur Zeit ziemlich oft am Fernsprecher. (Ja, nur am Telefon. Wie’s früher mit meinen war, daran muß ich mich erst wieder erinnern.)
Ein Elter (ist doch die Einzahl von Eltern, oder?) versucht zu telefonieren. Es ist egal, in welche düstere, abgeschiedene und abgeschlossene Kemenate oder Kammer sich derjenige zurückgezogen hat. Spätestens, wenn es am Telefon auf genaues Verstehen ankommt, brüllen Kinder im Hintergrund so laut herum, daß genau dieses genaue Hören und Verstehen nicht mehr möglich ist.
Entweder streiten sich zwei oder mehr Knirpse lauthals um einen Apfel oder einen halbaufgegessenen Joghurt, ningeln lautstark wegen des falschen Fernsehers oder des falschen Fernsehprogramms, quengeln überlaut, weil sie überhaupt fernsehen (computerspielen, rausgehen, nicht essen etc. ad lib. ad inf.) wollen.
Selbst spätabends oder nachts, wenn die Geister eigentlich (!) schon schlafen (sollten), werden sie immer dann wach oder aktiv, wenn das Telefonat in die entscheidende Phase eintritt: Dann müssen Kinder was trinken / aufs Klo / was essen / wegen eines schlechten Traums getröstet werden …
Es ist schon ein Kreuz mit den Kindern. Vor allem mit denen im Alter zwischen vier und neunzehn Jahren.
Aber wenn sie die Mutter / den Vater verschmitzt oder dankbar anlächeln oder stolz sind auf etwas Geschafftes oder wenn nachts winzige Eisfüße plötzlich sich unter unsere Decke schieben und die Tränen mit einem letzten Schluchzer versiegen: Dann ist alles Ungemach vergessen.
Auch dann, wenn sie manchmal dem Menschen am Telefon ein freundliches “Hallo Du da!” zurufen …
Und mal ehrlich: Unsere Eltern hatten uns doch immer schon gewarnt …
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 19. September 2011 war das unverhoffte Treffen mit einem alten Bekannten und andere positive Rückmeldungen.
P.P.S.: Danke der Ideengeberin für diesen wundervollen Einfall.
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Kinder sind schon ein wunderbares buntes und goldenes „Kreuz“, das fast alle Eltern und andere Generationen gern tragen.
Hier gibt es auch ein neues Hintergrundoutfit – schön.
Die müssen auch immer auf’s Klo, wenn ich in der Badewanne liege (Gibt es für Badewanne eigentlich auch schon ein modernes Wort oder erübrigt sich das, weil die jüngere Generation eh nur noch duscht, und zwar täglich- waschen scheint ja irgendwie unhygienisch geworden zu sein)
Fernsprecher … was für ein tolles Wort, man sricht mit jemandem in der Ferne …
ich spreche manchmal per Fernsprecher mit meinem hübschen Mitbewohner, der im Nebenzimmer die Mucke volle Pulle aufgedreht hat und nix, aber auch gar nix hört … bis auf den grausamen Klingelton seines tragbaren Fernsprechers, um ihn höflichst um eine geringere Phonzahl zu bitten.
Du meine Güte, was leben wir abartig!!!
Gerne gelesen, lieber Emil !