Das blanke Chaos
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Nicht nur im Kleiderschrank im Flur (der scheint sogar noch recht aufgeräumt), aus dem ich gestern meinen Gehrock hervorholte, sondern vor allem in der Schrankwand, die in meinem Zimmer steht.
Am ordentlichsten sind Kühlschrank und Küchenschränke sortiert, vor allem der Kühlschrank glänzt durch aufgeräumte Leere. Gut, er ist nicht ganz leer, doch er quillt nicht über. Auch Geschirr, Vorräte und Gewürze habe ich nicht soooo wahnsinnig viel. Es paßt alles in 1,5 m Hängeschrank.
Aber in der Schrankwand. Ein Teil voller Bücher, und trotzdem muß ich eine ganze Menge davon noch außerhalb lagern. In einem Teil befinden sich oben meine Medikamente und etwas anderer Kleinkram, darunter meine CDs, Schallplatten, Spulentonbänder. Vielleicht sollte ich die mal wieder durchsuchen, vielleicht finde ich noch die eine oder andere Rarität?
In einem anderen Teil (2 m x 0,6 m x 0,4 m) das ganze Fotogeraffel. Einschließlich der Negative und Fotoalben. Und natürlich einschließlich einer Kiste voller Photographien, die (also die Kiste) ich vor Jahren auf einem Sperrmüllhaufen entdeckte und mitnahm. Darunter befinden sich Aufnahmen aus den Jahren 1910 bis 1920, Schätzchen, die es heute nicht mehr oft gibt.
Und dann noch ein Teil (mit Schubkästen) mit lauter Spittel und Kram. Meine Kugelschreibersammlung oder das, was von ihr übrig blieb; Bauteile für den PC, die aber heutzutage zu nichts mehr passen, es sei denn, jemand möchte seine alte Kiste reparieren … Dutzende von Kabeln, darunter einige, die zur Verbindung von Digitalkamera bzw. Handy und PC dienten – nur habe ich die Handys und Kameras nicht mehr …
Naja, und dann sind da noch jede Menge unsortierter Papiere. Vor allem unter denen herrscht das Chaos. Nur: Ans Sortieren traue ich mich nicht, weil ich nicht weiß, was da alles wieder zum Vorschein kommen könnte!? Eine vollständige Obduktionsakte, aber bin ich in der Lage, die Bilder wieder anzusehen? Rechnungen, Vollstreckungsbescheide. Briefe.
Ich glaube ja, daß jede(r) eine solche Ecke hat, in der etwas Unsortiertes, Unangenehmes aufbewahrt wird. Ich weiß, daß ich so langsam, aber sicher damit anfangen müßte, dort einmal aufzuräumen. Noch fühle ich mich nicht stark genug dafür, noch habe ich zuviel Angst vor dem, was sich dort verbirgt – was ich dort vergraben habe.
Na gut: Am Wochenende werde ich wenigstens eines der Schubfächer nehmen, durchsehen, aussortieren und die notwendigen und wirklich brauchbaren Reste ordnen. Dann ist ein Anfang gemacht.
Drückt mir mal die Daumen …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 12. September 2011 war mein Umstieg auf eine andere Entspannungsart, der Tag überhaupt und die Vereinsversammlung.
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Ok 😉 ♥
Dann wünsch ich Dir gutes Aufräumen. LG
Die Idee ist gut: Ganz langsam herantasten an Bereiche, in denen es weh tun könnte. Vielleicht noch warten, bis du therapiegestärkter bist.
Ich habe eben erst gelesen, was Du vorhast. Ich finde solche Schritte immer mutig. Ich war zweimal in einer psychosomatischen Klinik, einmal vier Monate, einmal 12 Wochen. Mir hat es geholfen. Die Diagnose Borderline ist mir wieder aberkannt worden 🙂 Trotzdem war es gut, mir helfen zu lassen und ich wünsche Dir, das Du Hilfe bekommst. Annehmen kannst Du sie ja. Irgendwann geht es halt nicht mehr anders und es ist gut, wenn man an diesen Punkt kommt. Es ist die Chance, wirklich etwas zu verändern.
Alles Liebe und Gute für Dich.
Du ?
DANKE !
dir einen wunderschönen Abend
herzlichst
Christin
Wir haben auch eine große Brötchenkiste mit allen möglichen Kabeln drin. Die braucht nur niemand mehr.
Aber die alten Tonbänder, die klebten richtig. Also waren sie nicht mehr zu gebrauchen. Die haben wir dann ganz schnell in den Restmüll-Container getan.
Dir viel Erfolg ♥