Faul, ziemlich faul jedenfalls.
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Mit diesen Worten läßt sich mein gestriger Sonntag zusammenfassen.
Gut, ich habe meine Wäsche von der Leine geholt und alles ungebügelt in den Schrank geräumt (was ungewöhnlich ist, da ich sonst sogar meine Boxershorts bügele). Gekocht habe ich auch. Aber ansonsten?
Bei diesem Nichtwetter da draußen – bedenkt doch mal, wir hatten den 31. Juli und haben den 1. August! Das sind sonst die höchsten Höhen des Hochsommers! – habe ich auch zu nichts wirklich Lust.
So lag und saß ich herum, telefonierte, versuchte zu lesen und hörte Musik. Unter anderem kamen Epica, Minsk, Staubkind, Sopor Aeternus, Sirenia, To Die For, Elegeion, Theatre of Tragedy, Nenia C'alladhan – also eher düsterbunte Grufti-Mucke aus den Lautsprechern meines PCs. (Das alles verlinken? Viel zu faul.)
Getragene, sanfte, melancholische Melodien wechselten sich mit wenigen härteren Stücken ab. Alles entsprach meiner endzeitlichen Stimmung; als ob ich wüßte, daß ich mich von etwas / jemandem verabschieden muß. Nein, es gibt keinen Grund für diese Stimmung – jedenfalls weiß ich keinen.
Obwohl …
Vielleicht …
Da ist so ein bittersüßes Verlangen in mir.
Und ich streite mit mir.
Nein, in ruhigem Ton streiten Der Emil und der, der ich früher *) war (und lange nicht sein wollte), in mir miteinander, wer wie weiterleben wird. Ich stehe vor der Aufgabe, aus den beiden wieder einen zu machen. Vielleicht rührt meine Melancholie ja daher, daß ich einen Teil von mir gehen lassen, aufgeben muß?
Noch allerdings ist es nicht soweit. Aber ich bin schon (zeitlich gemeint) damit beschäftigt, weil ich ja auch mehr mit meiner fernen Vergangenheit beschäftigt bin. Und mit einer mir wirklich wahrscheinlich erscheinenden, erwünschten Zukunft, die untrennbar und unmittelbar mit der fernen Vergangenheit zusammenhängt.
Damit erklärt sich auch, daß ich – obwohl ich es tun wollte – heute kaum weitergelesen habe im “Ein Tag im Jahr”. Auf mich selbst zurückgeworfen, das scheine ich zu sein, zumindest in großen Bereichen.
Chaos im Kopf. Aber sonst ist Sonntagsruhe gewesen und soweit alles in Ordnung.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 31. Juli 2011 war trotzdem die Ruhe in mir.
*) – Zuerst stand hier zum ersten Mal irgendwo im Netz direkt neben meinem “Künstlernamen” mein richtiger Name. Aber es fühlte sich nicht richtig an, deshalb ist er wieder gelöscht.
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Lieber Emil, ich geb‘ zu, in den letzten Wochen bin ich Deinem Blog ein wenig „untreu“ gewesen, da habe ich wohl viel verpasst … hmmm, hin und wieder warf‘ ich zwar einen Blick bei Dir hinein, aber wie das so ist, wenn man hauptsächlich kurze Texte schreibt …
Irgendwie verdirbt’s „die guten Lese-Sitten“, ähh, oder so ;-)! Habe wohl so manches „Blatt“ hier nachzuholen …
Interessant, dass mit mit Deinem „richtigen Namen“, andererseits, wozu ist dann der Künstlername gut?! Von daher hast Du dich vielleicht richtig entschieden …
Ab morgen soll es ja wieder Sommer werden, ist auch das Mindeste!!!
Schliesslich ist in diesem Monat mein Geburtst … ups^^!
Grins, glG, Die (meistens) Hellwache 🙂
Hmmm … ich hab da immer so meine Probleme, mit den vielen No Names und den Dunkelmännern und -frauen … WARUM nicht zeigen wer man ist? oder werden so viele Pinocchio Geschichten verzaft?
LG, Petra
Ich kann nur für mich sprechen. Ich wollte ein radikal anderes Leben haben und möglichst nichts sollte an mein altes Leben erinnern.
Wie ein Eintritt ins Kloster (der mir später verwehrt blieb) – denke ich.
Das Video ist ja gruselig:-) Aber der Sommer ist echt nicht doll, da kann man ja auch nur krause Gedanken bekommen.
Wenn man sich von einem Teil seiner selbst verabschiedet, tut das immer auch ein wenig weh. Denn man hat mit dieser Facette des Ichs ja eben auch lange zusammen gelebt. Es ist ein bisschen wie durch eine Schleuse fahren, danach geht es auf einem anderen Wasserspiegel weiter, doch vorher kämpft man mit dem Brausen der einströmenden Fluten und tanzt auf den Wellen wie ein Stück Kork…