fourty eight (Nº 164 #oneaday)

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Nach den ersten drei Anrufen heute sitze ich jetzt, am 13. Juni 2011 kurz nach 00.15 Uhr, mit einem Bier vor dem Rechner und laß es mir gutgehen.

Das Fenster ist weit offen, von draußen strömt frische Nachtluft herein, Gut, daß es nicht regnet. Meine Fenster werden nicht nur von mittags bis zu ihrem Untergang von der Sonne beschienen, sondern zeigen damit alle auch zur Wetterseite. Und bei Regen und offenem Fenster wird es hier drin naß.

Jetzt aber, während dieser Text ganz geplant veröffentlicht wurde (ich liebe diese Funktion von wordpress.com), sitze ich hier, höre eine alte Silly-Platte mit Tamara Danz und freu mich meines Lebens. Das konnte ich im vergangenen Jahr nicht oft. Viel zu selten hatte ich die Gelegenheit dazu; und noch seltener hab ich es mir erlaubt.

Am meisten von allem vermisse ich beim Zurückblicken die Unbekümmertheit, mit der ich früher manches tat oder begann. Heute denke ich viel zuviel über die negativen Auswirkungen meiner Taten auf mein Leben. Und so lasse ich viel zuviel unversucht, vieles ungeschehen – aus Angst vor den Konsequenzen.

Gestern las ich noch in einem Blog «Nur, weil wir es nicht wagen, ist es schwer …» Ich glaube, das stimmt bei mir zu oft. (Und ich glaub, ich find den Blog nicht wieder.)

Vielleicht tu ich einfach wieder im kommenden Jahr. Ja, genau, ich tu einfach. So schwer kann’s ja nicht sein?!

Und darauf stoße ich jetzt mit euch an. Auf das «Mach es!»

Auf mein Wohl!

Auf mein Vorhaben und das nächste Jahr!

Prost!

P.S. Von Beileidsbezeugungen und Glückwünschen bitte ich abzusehen – macht das in zwei Jahren zu meinem Fünfzigsten.

Der Verfasser des Blogs schleicht schmunzelnd davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

164 / 365 – One post a day (WP-count: 300 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu fourty eight (Nº 164 #oneaday)

  1. mayarosa sagt:

    Ich hab‘ mir das grad‘ bei deinem vorherigen Post schon gedacht, aber dann doch nicht geschrieben. Kennst du das Buch „Simplify your life“? Da geht es darum, dass du in dir und um dich herum „aufräumst“ und ausmistest, dann kommen Energie und Mut und alles andere zurück. Ist natürlich auch nur so ein „Ratgeber“ wie all die vielen. Aber ganz dumm ist der nicht, finde ich. Der hat was. LG mayarosa

    • der_emil sagt:

      Ja – das wird …

      Simplify kenn ich seit irgendwann vor 2000 noch, aber irgendwie gab’s mir nicht viel. Zur Zeit ist die Baustelle eine andere.

  2. fudelchen sagt:

    Prost und das wird schon !!!!

  3. Follygirl sagt:

    Tja, dann eben nicht—
    …..
    Liebe Grüße, Petra

  4. sucherin sagt:

    auf Dein Wohl und die nächsten zwei Jahre

  5. puzzle sagt:

    Junger Hupfer, du. Und Zwilling auch noch – charmant, neugierig, tief- bis folgerichtigerweise abgründig, kreativ, spannend – die Details lasse ich weg – … aber lustigerweise sammeln sie sich in meinem Lebenslauf mehr an als etliche andere. Angeblich mein Aszendent (bei mir stünden mehrere zur Auswahl, da der Geb-Zeitpunkt und -Ort nicht exakt genug in die Tabellen passen^^) Das Leben wird durch Offenheit nicht leichter, aber reicher. Manchmal zu reich; weshalb ein Mensch, der alles erlebnis- und gedankenhungrig aufsaugt, ganz nachvollziehbar handelt, wenn er ab und zu den Input zu blockieren versucht, nicht nur, umnicht die Belastungen von außen aushalten zu müssen, sondern auch erschreckend vor dem, was innen möglich ist. So, du junger Hupfer, dann hab‘ einen schönen Tag.

  6. Als Wessi, Jahrgang 1977, stößt man ja eher kaum bis gar nicht auf „ostdeutsche“ Musikschätze, sehen wir einmal von den neu formierten Silly ab, die ja eine wirklich wunderbare gesamtdeutsche Auferstehung feiern – mit vollem Recht, wie ich denke. Ich habe in meinem Hauptberuf die Aufgabe gehabt mich tiefer mit vielen dieser sogenannten „Ostrock“-Bands auseinanderzusetzen und bin dadurch dann nach und nach auf die ein oder andere wunderbare Band, Stimme, Melodie gestoßen. Ich gebe zu, die Puhdys ertrage ich bis heute überhaupt nicht, City finde ich vom musikalischen Ansatz her sehr sannend, Karat fand ich von den Texten her immer eine Schippe zu, nun ja, abgedreht, Pantha Rei oder Lift gefallen mir jedoch sehr gut. Und das sich Tamara Danz nicht mehr erleben durfte ist tatsächlich ein Jammer, vielleicht unterstützt so ein tragischer Tod immer ein gewisses Charisma,, aber wenn ich die Silly-Platten aus dieser Zeit höre, dann finde ich da jede Menge an Wahrnehmung und Einsicht, die auch damals schon im Westen viel mehr anerkannt hätte werden müssen und die auch heute vielen jungen Leuten vielleicht zusagen könnte.

  7. Ilona Form sagt:

    Moin Emil, zu spät die Glückwünsche sind schon raus. Und dann hab ich erst Deinen Blog gelesen, von wegen keinen Anteil nehmen an deinem Geburstag. Naja, dann lösche eben. Aber bist mir die guten Wünsche wert.

    Joooi, Du wirst ERST 48 ???? Jepp,dann denk mal an den 1, September,da werd ich 62 hihihi. Ist mein Verfalldatum abgelaufen????
    Liebe Grüsse von Illo.********* und Prost !!!!!!!!!!

  8. mayarosa sagt:

    Uuups. Sorry, lieber Emil. Isch bin ja soooo blöd, äh doof meine ich. Ich habe das nicht geschnallt, gar nicht.
    Dafür umso herzlicher jetzt der Glückwunsch zum Geburtstag! Happy Birthday, Tanti auguri, feliz cumpleaños, joyoeux anniversaire…. ach ach ach. Es tut mir so leid, dass ich das nicht gecheckt habe. Verzeih.

    • der_emil sagt:

      Ach, ich wollte hier wirklich keine Gratulationsorgie drunterhaben. Ich teils zwar mit – aber feiern überlaß ich anderen. Und wenn es der eine oder andere oder die eine oder andere nicht merkt oder merkte – dann hab ich’s verquast genug formuliert 😉

  9. Tja, ich habe bewusst versucht das Thema wegzulenken und bin nicht drauf eingegangen. Geburtstage sind doch blöd, ich begehe meine auch nicht. Hat den Vorteil, dass ich immer jünger aussehe als ich bin und immer weiser, als man glauben mag.Alles eine Frage der flexiblen Handhabung.

  10. Gudrun sagt:

    Naja, so ist auch zu erklären, dass du zwischen 0:00 Uhr und 0:15 Uhr schon drei Telefongespräche hattest. 😀
    Glückwunsch, lieber Emil.
    Weißt du was? Ich bin jetzt einfach mal ein bissel schadenfroh: Ich freue mich, dass die anderen auch nicht jünger werden! So, das war der boshafte, unsentimentale Teil, und jetzt kommt noch ein Wusch. Ich wünsch mir, dass du in Zukunft immer recht zufrieden aus dem 9. Stock schauen kannst. Da geht noch so einiges.

    Liebe Grüße von gleich nebenan

  11. Anna-Lena sagt:

    Da reihe ich mich doch noch schnell in die Schar der Gratulanten ein und wünsche dir ein knallvergnügtes neues Lebensjahr 😆

    Mit lieben Grüßen
    Anna-Lena ( die stark auf die 60 zugeht 😉 )

  12. nextkabinett sagt:

    Lieber Emil,
    einen Tag später noch alles Gute zum Geburtstag, weiterhin viel Liebe, Glück und Erfolg und mögen Deine Wünsche in Erfüllung gehen. Hab noch einen schönen Nachgeburtstag.

    Germanys next Bundeskabinett und die Social Secretary gratulieren Dir auf’s Herzlichste!

  13. Mieze sagt:

    Ich habe das erst jetzt gelesen. Glückwunsch gibts dann, wenn ich es nicht vergesse, wir uns nicht aus den Augen verloren haben, in zwei Jahren.
    Seltsam: Je länger ich hier im Netz herumfuhrwerke, desto öfter denke ich an ein wirkliches Netz, das mich umschlingt, umgreift und mir Sachen, die ich vor Jahren heraus posaunt habe, vor hält. Ich bin vorsichtiger geworden, je länger ich herum streife.
    Mache auch weniger.
    Aber ich glaube nicht, dass Du darauf hinaus wolltest. Vielleicht später?!
    Lass es Dir gut gehen.

  14. freidenkerin sagt:

    Ja, ja, die selige Unbeschwertheit und der Leichtsinn, der Hang zum Abenteuer, zum Risiko, zum Hasardieren schwinden mit den Jahren…
    Ich freue mich, dass es dich real und im WWW gibt – und heb‘ mir die Glückwünsche auch für in zwei Jahren auf. 😉

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