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Gestern habe ich versucht, aus den am Saalewehr entstandenen Worten und Kritzeleien etwas sinnvolles zu basteln. Ich habe die Zeilen umsortiert, Worte ausgetauscht, Rhytmik versucht – es ging Nichts. Aus meinen Ergüssen wurde nichts poetisches.
Allerdings erinnerte ich mich dabei gleich wieder an ein gelesenes Gedicht, das ich jetzt ohne weitere Anmerkungen dazu hier stehenlasse:
Alltäglich hingeben: Ergüsse
Manfred Schirch
da ist die Rede von
da gibt sich einer dem anderen hin
da gibt einer nicht an
da verschließt sich einer nichts
da bürgert sich was ein
da schwillt was an
da schwingt was mit
da wendet sich was um
da steht einer fest
da stellt einer was fest
da kommt was an
da geht einer ab
da schwillt in uns was an
da erregt sich einer
da regt sich einer ab
da reckt sich einer nicht
da packt einer zu
da legt einer los
da fragt einer nicht
da dämmert etwas
da zieht sich einer raus
da schrumpft was
da bleibt etwas zurückich greife in mich ein
ich greife ein
Ich greife
ICHTemperamente. Blätter für junge Literatur; 4/1985. S. 132
Verlag Neues Leben Berlin, 1080 Berlin, DDR
So.
Wenn doch noch was aus meinem Geschreibsel werden sollte, dann werde ich das natürlich gerne hier zum Besten geben.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
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emil, ich freu mich immer über deine „ausgrabungen“. :o)
Hm – ich bekomm ab und zu passende Stuppser …
Für mich ist Weihenmayers Leistung z.B. echt was besonderes, denn ich hab ja meine Höhenangst. Und dann noch nichts sehen können!? *schauder*
Und dieses Gedicht hier: naja, bei anderen frag ich mich immer, wo die die Dinge ausgraben – aber besser bin ich wohl auch nicht.