Handschrift-Deutung (Nº 140 #oneaday)

Aber ob das stimmt?

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Es befällt mich – zwar selten, aber doch durchaus regelmäßig – die große graue Langeweile. Manchmal beginne ich im Internet irgendwas zu suchen, manchmal beschäftige ich mich dann mit Hausarbeit. Manchmal habe ich einen Hang zu makabren Spielen – und dazu auch gleich die passenden Links:

 
«Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:

Der Emil ist eher bescheiden und zurückhaltend. Es reicht ihm, wenn er nicht im Mittelpunkt steht.

Der Emil ist ein Gewohnheitsmensch. Er ist mit einer praktischen Intelligenz ausgestattet, die ihm erlaubt, rationell zu arbeiten, und zwar im Privat- wie auch im Berufsleben. Für ihn ist verbindliches Auftreten und Arbeiten selbstverständlich.

Er ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll. Im Großen und Ganzen wirkt er gelassen bis uninteressiert, wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Er besitzt so etwas wie einen Beschützerinstinkt. Ein wenig ist diese Eigenschaft von einer Tendenz zum Beherrschen anderer getrübt, weshalb dieses Beschützen oft als nicht uneigennützig eingestuft werden muß.

Er besitzt einen schöpferischen Schwung. Originelle Ideen zu finden, fällt ihm leicht.

Der Emil ist eigensinnig, geradlinig, konsequent und widerstandsfähig. Die eigene Meinung wird durchgesetzt, er ist durch andere nur schwer zu beeinflussen.

Der Emil wirkt oft etwas nervös und wenig entspannt.»

Diese Deutung wurde auf den Seiten von Graphologies.de erstellt.
 

Interessant jedenfalls, was herauskommt, wenn ich meine eigene Handschrift charakterisieren soll. Ich geh‘ es mal absatzweise durch:

Bescheiden? Zurückhaltend? Naja.

Gewohnheitsmensch ja. Aber rationell arbeiten? Wenn ich es nach meiner Methode machen kann, dann ja; andere Methoden erscheinen mir oft wenig rationell – und dementsprechend nutze ich diese Methoden dann auch. Und verbindliches Auftreten und Arbeiten kann ich leider nicht mehr in allzugroßem Umfang bieten.

Gemütlich heißt bei mir auch: Faul. Und von der Phantasie habe ich sogar nach meinem Dafürhalten einfach zuviel abbekommen.

Den Beschützerinstinkt nenne ich mittlerweile Helfersyndrom, in einer abgeschwächten Form.

Der schöpferische Schwung ist so ziemlich das einzige, dem ich völlig uneingeschränkt zustimme. Und meine Ideen sind berüchtigt …

Geradlinig und widerstandsfähig bin ich auch eher nicht. Aber vielleicht leigt diese Einschätzung auch nur an einer dejustierten Selbstwahrnehmung?

Nervös? Ja. Angespannt? Ja. Ich wirke tatsächlich oft so.

Nun seid ihr alle dran und könnt selbst ausprobieren, was eure Handschrift über euch aussagen kann. Sicherlich gibt es noch mehr solcher Seiten, aber ich probiere hin und wieder Graphologies.de.

Vielleicht ähnelt diese “Analyse” den vielen Tests in den sogenannten Frauenzeitschriften. Vielleicht aber auch nicht. Ich habe diesen Test nicht zum ersten Mal gemacht. Es sind nur ein paar handgeschriebene Zeilen notwendig und etwas Geduld. Und bitte: Ehe ihr das mit den Handschriften anderer Menschen macht, testet es mit eurer eigenen. Dann könnt ihr beurteilen, wie sehr ihr dem Ergebnis trauenkönnt

Viel Spaß wünsch ich euch dabei.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

140 / 365 – One post a day (WP-count: 486 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Handschrift-Deutung (Nº 140 #oneaday)

  1. fudelchen sagt:

    Hab den Test gemacht und bin erstaunt, wieviel davon wahr ist…bohh 😉

  2. puzzle sagt:

    Vor mehreren Jahren habe ich den Test mal gemacht, genau den – ich erinnere mich an einzelne Passagen, die du auch als Ergebnis bekommen hast, die Ergebnisse sind aus verschiedenen Textbausteinen zusammengesetzt, und im Großen und Ganzen sieht meins dann doch wieder anders aus. Ich konnte mich damals mit meinem Ergebnis gut wiedererkennen, es gab nichts, was ich anders gesehen habe, bis dahin höchstens nicht als dermaßen gut – ich mach den nicht nochmal, mein Größenwahnsinn sollte nicht bereits am frühen Morgen gefüttert werden 😀
    Ahja: ich erinnere mich an den Vorwurf des Kryptischen. Stimmt; ich habe eine dekorative, aber schwierige Handschrift, wenn ich nicht jemandem Kleinen zuliebe ausdrücklich Schulschrift schreibe, die habe ich systematisch wieder lernen müssen, sowohl die deutsche als auch die österreichische. Meine eigene ist eher ‚Phantasie mit Schneegestöber‘.

    • der_emil sagt:

      Soooo schlimm wird das mit dem „Größenwahn“ nicht sein. Ich mein, ich schmunzel ja auch nur drüber …

      • puzzle sagt:

        Über diese Art Auswertung kann man nur schmunzeln, an einer ernsthaften Betrachtung von Handschriften kann man aber tatsächlich einiges erkennen. Es verhält sich nur wie mit der Traumdeutung: „Schema F“ und Tabellen-Ablesen sind weit entfernt vom Sinnvollen.

  3. sucherin sagt:

    Auch ich konnte mich nicht beherrschen und habe es gleich ausprobiert. Einiges stimmte genau, anderes nicht. Nach der Auswertung kam eine Übereinstimmung von 63% raus. Ich weiß nicht, ob solche Tests wirklich viel bringen, aber ich mache so etwas ab und zu immer wieder gerne. Irgendwie scheinen solche Selbsttests eine Art magische Wirkung zu entfalten. Was hoffen wir dabei zu finden? Was suchen wir?

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