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Nun, es war gestern nicht ganz so fürchterbar, wie es der Beitrag «schwarzer dienstag» im Tagwerk oder die Freidenkerin beschreiben – aber fürchterbar genug.
Der Tag begann sogar recht gut: neun Uhr aufstehen, Kaffee und Roggenbrot mit Orangenmarmelade. Gute Musik (jaja, immernoch Mingulay & Co.). Nicht zu warm draußen und kein Regen.
Im Netz sah auch alles gut aus, vieles entwickelte sich zu meiner Zufriedenheit. Und ich habe eine kleine Mail erhalten, die mich sehr freute («nur» ein Lebenszeichen).
Dann war ich nochmal im Bad, ehe ich losgehen hätte wollen.
Kurz flackerte das Licht, für vielleicht fünf Sekunden war es duster.
Seltsamerweise hatte der PC den Ausfall der Spannungsversorgung ohne Abschaltung und Neustart überstanden – aber der Netzzugriff war nicht mehr möglich. Hier kann ich nur per WiMAX ins Internet – und das WiMAX-Modem erhielt sichtbar keinen Strom.
Ach, das Problem hatte ich schonmal: Schaltnetzteil abziehen, fünf Minuten warten, wiederanstecken – nein, diesmal ging’s nicht wieder. Alles duster, die Anzeige am Netzteil und die Anzeigen am Modem. Hektisch versuchte ich alles nochmal und nochmal und …
Nichts. Mist. Jetzt stand ich unter Zeitdruck. Also Netzteil eingepackt und los zu meinem Termin.
Nach dem Termin fuhr ich zum einzigen Laden, der meines Wissens genau diese Technik hier in der Stadt verkaufte. Aber dort erntete ich nur ein Kopfschütteln und die Auskunft, daß es keine Händler vor Ort mehr gibt und der Anbieter nur noch per Versand arbeitet. Ich war geknickt, fertig. Kein Internet! Für Tage!? Traurig trottete ich aus dem Laden …
Jemand rief hinter mir her. Ich stutzte, drehte mich um und sah einen Herrn aus dem Laden auf mich zuhasten. Der hatte das Gespräch aus der angeschlossenen Werkstatt heraus mitgehört und nannte mir einen Anlaufpunkt, bei dem ich wegen des Netzteiles fragen sollte. Nicht weit weg von meiner Wohnung. Ohne große Hoffnung suchte ich zehn Minuten vor der Ladenschließung die genannte Adresse auf.
Und was soll ich sagen? Das Netzteil wurde mir nach vier Jahren Nutzung ohne Probleme kostenfrei gegen ein anderes umgetauscht (manchmal sind Mietgeräte von Vorteil). Nur gegen Nennung meiner Kundennummer! Ich eilte halbglücklich heim, steckte das Modem an und: Das Internet war wieder da!
Bis ich dann alles weitere erledigt hatte, war es 20 Uhr. Mich beschlich ein leichtes Hungergefühl. Also legte ich die zwei extra für heute Abend gekauften Bratwürste in eine Pfanne. Während ich mir nebenbei einen Tee kochte und den Tisch deckte, wurden die Würste goldbraun. Mir lief das Wasser im Munde zusammen, als ich den Teller mit den zwei Köstlichkeiten zum Tisch trug. Jetzt nur noch drei Scheiben Brot abschnei…
Prima. Was ist das grünlich-weiße da auf dem Brot? Oh. Danke. Das eß ich nicht. Prima. Hunger. Nichtmal Toast im Haus. Im Gefrierfach auch kein Brot mehr. Stimmt, das hatte ich am Freitag in der Mikrowelle aufgetaut, weil ich da auch schon gallopierendes Brot hatte. Und gestern schonwieder. Die Würste wurden langsam kalt, während ich schimpfend meine 5 m² Küche durchsuchte. 20.30 Uhr hatte ich aber auch keine Lust mehr auf einen durchaus möglichen Einkauf.
Am Ende aß ich lauwarme Würste mit Senf und ohne Brot. Satt wurde ich davon nicht.
Womit hab ich sowas verdient …
Der Verfasser des Blogs schleicht hungrig davon und dankt für’s Lesen.
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Da fing der Morgen eigentlich gut an und Orangenmarmelade ist meine liebste…leggger 😀
Die Bratwürste esse ich grundsätzlich ohne Brot und ohne Senf, aber ich weiß, dass das nicht jedem schmeckt.
Modem auch ok, da kannste doch zufrieden sein. Prima.
Gute Nacht und schöne Träume…ist Vollmond ♥
Aber auf diese beiden Momente absoluten Angekotztseins hätt ich wirklich gern verzichtet 😉
Ach ja, Bratwurst:=Rostbratwurst. Nich das, was hier Knacker oder Polnische heißt (und geräuchert ist) und woanders Bratwurst genannt wird.
Das war, für wahr, ein ereignisreicher Tag.
Ich wünsche dir für heute einen besseren Tag ;-),
Monika
Armes Tigerkatzitatzi!
Für solche Fälle lohnt es sich, Nudeln im Haus zu haben. Die haben ganz selten grüne Punkte! 😉
Nudeln? Aber Nudeln zu Bratwurst (oder Rollmops) …
Ich hab 15 Jahre im Schwabenländle verbracht. Nudeln kann man zu allen essen! Das hab ich dort gelernt. (Und wenn man es ein paar Mal gemacht hat, dann ist es auch gar nicht mehr schlimm. 😉
Oder du isst es nacheinander. Nudeln bianco als Vorspeise, Bratwurst als Hauptgericht. Schoki als Nachspeise.
Nix für ungut!
Ohhhhhhhhhhhhhhhhh ja das kenne ich. Armes, ich wünsche Dir heute einen besseren Tag 😉 kann ja nur besser werden 😉 liebe Grüße aus Köln die steff
Ich glaube, wenn jemand etwas genau so und nicht anders haben will, ist die Chance, positiv ankommende Alternativen vorzuschlagen, gleich Null. Ich schlage darum einen Lernprozess vor: erst Vorräte prüfen, dann Kochen. Befriedigt nicht in jedem Fall, enttäuscht aber weniger. Was übertragbar wäre.
Du hast ja Recht (wie so oft). Aber ich war gestern einfach viel zu stinkig.
Klar, Nudeln zu Bratwurst hätten mich sattgemacht. Aber – aber – aber ich war so sauer! Waaaah. Naja, und wenn meinereiner sich was vorgenommen hat undmit der Umsetzung begonnen hat, dann sollte das schon funktionieren. Wenn nicht, dann bin ich gereizt. Heftig gereizt. (Deshalb wohn ich lieber alleine.)
Nach dem Essen (und nach dem Schreiben) ging es mir schon besser – auch, weil ich eine ganze Menge Schokolade in mich reingestopft habe (was gleich wieder ein schlechtes Gewissen … Wegen des Diabetes … und schlechtes Gewissen mach auch wieder unzufrieden und gereizt).
Oooh womit hab ich das verdient???? (Grönemeyer) Der Oger sagt immer,wenn
was schiefgeht, dann aber richtig. Aber Emil,Bratwurst mit Nudeln und Ketchup
hatten wir auch schonmal. War garnicht schlecht. Armer Emil****
Wünsch Dir für heute einen Glückstag !!!(Haben schon Gewitter angesagt)
Grüsse Deine Illo.*******
Das mit dem Brot ist ärgerlich. Aber das mit dem Netzteil, dass ist doch super. Also die Wendung. Versuch‘ auf die schönen Dinge zu achten und dich darüber zu freuen.
Morgen fahre ich in deiner Nähe vorbei. War noch nie in der Gegend. Bin gespannt. Wobei ich vermutlich nicht viel sehen werde von Leipzig. Leider 😉
also ich habe beim Routenplaner gesehen, dass Halle ganz in der Nähe von Leipzig ist.
Von meiner Wohnung bis zum Hauptbahnhof in Leipzig: 42,3 km mit’m Fahrrad. Was treibt Dich in die Gegend?
Die Arbeit. Leider sind die Tage heute und morgen so voll, dass ich wohl keine Zeit haben werde, mir Leipzig ein bisschen anzuschauen. Schade. So, und jetzt muss ich den Laptop verstauen und unter die Dusche, sonst komme ich nicht rechtzeitig auf die Straße. LG