… ich gestern über «Lügen» schrieb
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Remark for English readers: Yesterday I leaked that not only real things are posted here but also fictional stories.
Am Sonntag hatte ich nichts geplant. Nach dem Mittelalterspektakel vom Sonnabend wollte ich nur ausschlafen und faulenzen. Aber meine allerallerallerbeste Freundin rief mich an: "Kommst Du mit aufs Brauereifest in Landsberg?" Warum nicht? Früher war es dort immer sehr lustig.
Über diesen kurzen Moment in der Brauerei wollte ich schreiben, doch das bißchen reichte nicht für eine 300 – Wörter – Kurzgeschichte. Am Nachmittag passierte noch mehr – davon mag ich jedoch nichts veröffentlichen. Und so grübelte ich heftig im Bus während der Heimfahrt. Soll ich eine frei erfundene Geschichte um diese kurze Szene herumschreiben? Will ich das so schreiben? (Ihr wißt doch, daß ich meist in Bus oder Straßenbahn schreibe.)
So kam ich zu der Frage, ob ich erfundene und wahre Geschichten zusammen veröffentlichen kann? Ob ich sie vielleicht entsprechend kannzeichnen sollte? Was die Leser bevorzugen würden? Und darüber schrieb ich dann …
Heute stellt sich mir diese Frage nicht mehr. Auch wegen Pete Davidsons Blog Spotlight – Week 15. (Thus I replied at oneadaybloggers with an own blog post.) Boah – ich bin deshalb ziemlich durcheinander und auch ein bißchen stolz!
Und wegen der Kommentare zu meinem gestrigen Beitrag. Auch Schreibende empfahlen mir, die Texte nicht als erfunden oder wahr zu kennzeichnen. Wenn eine Geschichte nämlich Bestandteil meines Denkens ist, ist sie doch auch Bestandteil meiner Realität. Auch weiterhin werde ich deshalb die Wahrheit mit meiner Realität mischen …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
109 / 365 – One post a day (WP-count: 326 words)



Jede Geschichte, jede vermittelte Wahrheit ist nicht mehr wahr. 😉
Und abgesehen davon gibt’s eh keine wahrheit die als solche bezeichnet werden könnte.
Grüße
Hast ja nicht unrecht damit 😉 Aber ich denke hier doch auch öffentlich ein wenig nach …
Wahrscheinlich ist, daß du, indem du dich damit als „Schreibender“ positionierst, auch den Lesenden eine neue Einstellung zu deinen Texten nahelegst. Freiwillig oder unfreiwillig – ich bin gespannt, was geschieht. Zum Wahrheitsempfinden des Lesers kommt ein interessantes Phänomen: alte Blogs werden nicht mehr als „wahr genug“ empfunden, wie ich seit eingen Wochen experimentell erfahre, obwohl ich beim Lesen genau gegenteilige Gefühle habe. Wir sind, scheints, in erster Linie dann unterhaltsam, wenn unsere beschriebenen Erlebnisse als aktuell angenommen werden. Ich verstehe es entweder nicht (was ich manchmal noch hoffe), oder zu gut (was ich befürchte).
Es ist eine Darstellung auch als Schreibender.
Über Deinen Text denk ich jetzt gleich in der Straßenbahn nach 😉
Konfabulieren = gut
Leser auf Geheimnisse anfixen = schlecht
Und: Hab ich jezt was Gutes oder was Schlechtes getan? 😉
Das weiss nur Emils Katze… 😛