Selbstzensur? Self censorship? (Nº 17 #oneaday)

Öhm – grad weiß ich nicht …

Eigentlich wollte ich heute über das Hochwasser hier in der Stadt schreiben. Aber dazu wurde bestimmt schon genug geschrieben.

Deshalb sitz ich nun hier – ohne Thema. Selbst Schuld, nicht wahr?

Noch etwas hielt mich ab vom Hochwasserthema. Ich weigere mich, das Leid anderer zu «vermarkten / verwerten». Ich heiße ja nicht RTL.

Möchtest Du sehen, wie Großmütter und Größväter um ihr Eigentum weinen, daß jetzt im Wasser verlorenging? Wie sie ihre Erinnerungsstücke verlieren?

Will ich Sensationsgier befriedigen? Nein.

Ist ein persönlicher Blog dazu überhaupt das geeignete Medium? (*)

Ich glaube nicht.

Ist das Selbstzensur? (*) Nein.

In meinem Blog kann ich nur einen schlaglichtartigen Einblick in mein Leben, meine Meinungen, meine Gedanken und meine Gefühle geben. Nicht mehr – und nicht weniger.

Was denkt ihr: Ist das genug für euch? (*) Wollt ihr mehr? (*)

Der Verfasser des Blogs schleicht davon, dankt für’s Lesen und bittet dringend um eure Meinungen zu den gekennzeichneten Fragen.

© 2011 – Der Emil

017 / 365 – One post a day

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Selbstzensur? Self censorship? (Nº 17 #oneaday)

  1. gisi sagt:

    Zur Schande muß ich gestehen, ich schaue schon Nachrichten, muss ja nicht bei RTL sein.
    Ja, ich würde gerne deine Version lesen, ansonsten würde ich hier
    bei dir nicht lesen.

    Meine Großeltern haben auch geweint um viele Erinnerungsstücke die sie verloren
    haben und nicht nur die, auch meine Eltern und ich auch, dabei war es bei mir nur ein dämlicher Wasserschaden, trotzdem sind dort viele aufbewarte und behütete Erinnerungsstücke aus meiner Kindheit vernichtet worden.

  2. frizztext sagt:

    Du hast Recht. Ich habe auch keine Hochwasser-Fotos gemacht, sondern lieber in mich hineingehorcht, über was sinnvoll zu schreiben wäre.

  3. Mieze sagt:

    Hey Emil,

    nein, es ist keine Zensur, denn 1. gibt esgenügend Fotos von Menschen, die ziemlich traurig aussehen; 2. wirst Du auch mit Texten darüber alles anschaulich machen können.
    Und auch wenn Du nicht darüber schreiben möchtest, ist das auch keine Selbstzensur, sondern die bewusste Entscheidung, es nicht zu tun. Du verbietest es Dir ja nicht.
    So, das in Kürze.

  4. frizztext sagt:

    Den Begriff der Selbstzensur wende ich nur an bei politischen oder erotischen Inhalten.
    Man sollte sich nicht durch übertriebene „political correctness“ von jedem gescheiten Urteil wegscheuchen lassen. Man sollte auch mutig für die Freiheit der Akt-Fotografie eintreten dürfen.
    https://flickrcomments.wordpress.com/2011/01/05/erotic-trends/
    In diesen beiden Bereichen würde Selbstzensur die Kreativität grauslig hemmen.
    In deinem Fall ist es ein sinnvolles Weglassen des täglichen Klamauks.
    Ich muss gestehen, ich habe auch geschrieben über Hochwasser:
    http://flickrcomments.wordpress.com/2011/01/11/flood-victim/
    Aber eigentlich nur, weil mich faszinierte, wie über ein Selbstporträt das Denken und Philosophieren in Gang kam.
    Aber nach deiner Bemerkung über das RTL-Niveau habe ich mich dann doch geschämt.
    Ein Blogger meiner Heimatstadt hat gestern einen langen Film übers Hochwasser ins Netz gesetzt.
    Dank deiner Überlegung, habe ich dem nicht mehr nachgeeifert.

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  6. Follygirl sagt:

    Hui.. schwere Fragen … kann ich eigentlich nix zu schreiben…
    Ich schreibe über (fast) alles was ich so sehe/erlebe. (niemals über Menschen persönlich, allgemein aber schon).
    Ob Du Bilder zeigst? oder nicht? Wenn ich Hochwasserbilder hätte würde ich sie bringen, (natürlich nicht um Leid und Elend zu zeigen…)
    Das ist immer schwierig, denke, das muß man selber entscheiden, wieweit oder auch nicht man geht.
    LG, Petra

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