Ernst. (Nº 18 #oneaday)

Wiederaufgetaucht und umgesetzt

Beim Durchforsten meiner Festplatte(n) fand ich einige uralte Textdateien, in denen ich mir bemerkenswerte Aussagen aufhob. Auch dieser war darunter:

 
Tagesprogramm von Hans Kruppa.
 
«Heute will ich
aus dem Rahmen fallen
und weich landen,
dann zu der Musik
in meinem Kopf …»

 

Leider brachte meine Suche mit Metager 2 und anderen Suchmaschinen … der Text dann auch schnell wieder gelöscht.
 
Vielen lieben Dank an meine liebe Freundin Bine, die mir den Hinweis auf Hans Kruppa schickte.

Das Gedicht ist auf der Site von Herrn Kruppa das dritte von oben, bitte ganz durchlesen.

In diesem Gedicht ist sooooo schön so vieles von dem zusammengefaßt, was ich gern tun möchte, mich aber viel zu selten getraue.

Na gut, zumindest optisch falle ich aus dem Rahmen, und manchmal tanze ich auch.

Ach ja, ziemlich häufig setze ich mich zwischen alle Stühle. Und das meist sehr effektvoll.

Gegen den Strom schwimmen – heißt das auch, sich mit allen zur Verfügung stehenden Kräften gegen Unrecht zu wehren?

Unterm Geschwätz wegtauchen, das tu ich, indem ich kein RTL, kein Sat1, kein Pro7 usw. usf. sehe. Fernsehen findet sehr ausgewählt statt.

Und ans Ufer der Phantasie schwimm ich in meinen Texten immer mal wieder.

Nur der Ernst des Lebens grinst mich noch dämlich an …

Aber das werde ich ihm abgewöhnen. Hab jetzt ja einen Spruch wiedergefunden, der mir dabei helfen kann.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil

P.S.: Der Herr Kruppa hat bezüglich des Urheberrechtes schon sehr seltsame Ansichten. Er meint nämlich,

«Jede Veröffentlichung oder Zitierung bedarf einer vorherigen schriftlichen Vereinbarung mit dem Rechteinhaber.»

Hier irrt der Herr Kruppa leider. Denn nicht umsonst gilt auch nach deutschem Urheberrecht (§ 51 UrhG) die Zitatefreiheit.
Literaturempfehlung: Gernot Schulze, Meine Rechte als Urheber. Urheber- und Verlagsrecht. München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG; 4., aktualisierte Auflage; 2001.

If you would try out Google translations of this post into english, use this link.

018 / 365 – One post a day

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, Geschriebenes, postaday2011 #oneaday abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Ernst. (Nº 18 #oneaday)

  1. Pingback: Tweets that mention Ernst. | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen -- Topsy.com

  2. kreadiv sagt:

    Vielen Dank, lieber Emil, für diesen Blog!
    Ich habe ein Buch von H. Kruppa, aber jetzt werde ich diese Seite meinen Lesezeichen hinzufügen und dort hingehen, wenn ich etwas Ermutigung und innere Ruhe brauche.
    Hab einen schönen Tag
    herzliche Grüße, Andrea

  3. frizztext sagt:

    das mit der Zitate-Freiheit ist ein sehr wichtiger Punkt. Vielen Dank, dass du das mal erwähnst. Leider lese ich das erst jetzt, nachdem ich vor ein paar Jahren schon mal 800– Euro an einen Journalisten gezahlt habe, den ich dummerweise zitiert habe. Er war das Zitieren überhaupt nicht wert. Und ich war zu ängstlich und un-informiert und habe gezahlt. FAZ-Journalist, Verdi-Mitarbeiter. Es tut mir bis heute weh, diesen Macht-Poker verloren zu haben damals. Ich wollte damals meiner Tochter eine Waschmaschine kaufen. Sie musste auf das Geschenk verzichten. Irgendwann haben die Schwiegereltern sie bezahlt. Dier arbeiten nicht im Internet.

  4. twixraider sagt:

    Warte nur ein Weilchen, dann kauft Disney die Rechte an „Die Gedanken sind frei“, dann müssen wir uns den Text dieses subversiven Gedankenallgemeinguts von WikiLeaks ziehen… wir hatten letzten Monat einen Artikel, in dem ein Beamter zitiert wurde. Mit seiner Einwilligung nach Lektüre der Endfassung, Formulierung und Kontext waren ihm also bekannt. Nach Erscheinen des Hefts hat er kalte Füsse bekommen und einen Zwergenaufstand veranstaltet. Unsere ahnungs-, rückgrat- und auch hodenlose Redaktion ist umgefallen wie Superman am Waschtag und hat eine Gegendarstellung versprochen…

  5. der_emil sagt:

    Daß die GEMA schon versucht, von Kindergartengruppen Gebühren zu kassieren, weißt Du?

  6. frizztext sagt:

    Ich überlege im Ernst, keine Gitarre mehr zu spielen. Meinen youtube-channel zu löschen. Da gab es neulich copyright-Theater, weil Musikverlage Anspruch erhoben auf „Silent Night“ und „Amazing Grace“. Gut, ich werde es nicht mehr spielen. Aber ich denke mir meinen Teil.

    • der_emil sagt:

      Das Problem ist doch nicht das Spielen der Gitarre, sondern das „Veröffentlichen“ …

      „Stille Nacht“ könnte allerdings hierzulande gemeinfrei sein – steht nämlich auch im EKG (Evangelischen Kirchengesangbuch {für Sachsen}). IANAL, aber da lohnt sich sicher eine Recherche …

  7. frizztext sagt:

    ja, ich veröffentliche keine gitarren-videos mehr;
    man kriegt eh nix dafür, lieber spiele ich zusammen mit freunden.
    ich hoffe, das weitet sich nicht auch aufs diskutieren aus
    dann müsste ich mit dem bloggen einfach aufhören …

  8. Lieber Emil, so langsam schreckt mich wordpress nicht mehr ab. im gegenteil ich fange an es zu mögen ,) lg die steff

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert