209.2026: Nicht viel

Und doch unvorstellbar viele. Und vor allem: Nix mit Politik und so.

 

Heute am frühen Morgen – nun, es war eher mitten in der Nacht, als ich erwachte um zwei Uhr. Und weil ich nicht gleich wieder einschlafen konnte, sah ich mir den Himmel an. Und ich fand den großen Wagen, der ja nur ein Teil des Großen Bären ist, fand darüber den Teil des Kleinen Bären, der kleiner Wagen genannt wird, und so wußte ich, wo Norden ist. Ja, ich gebe es zu, das weiß ich in der Regel auch so. (Aber ich möchte nicht wissen, wieviele sehr junge Menschen das ohne Schmardfohn nicht mehr herausfinden können, z. B. mit einer Armbanduhr mit Zeigern.)

Und so konnte ich bei klarem Himmel dann sogar große Teile der (gerade sichtbaren) Milchstraße sehen, dieses eigentlich helle, in Städten aber zumeist in der Licht­ver­schmutzung verschwindende Sternenband. Es ist nichts weiter als die Galaxie, in der das Sonnensystem zuhause ist! Und obwohl ich früher heftig der Lehrmeinung wider­sprochen habe, daß alle sichtbaren Sterne zur Galaxie gehören – das kann doch stimmen, wenn ich mich auf die mit bloßem Auge sichtbaren beschränke. Und auch hier die Frage: Wieviele junge Menschen haben die Milchstraße noch nie gesehen, würden sie am Himmel selbst bei besten Bedingungen nicht erkennen?

Himmelskiekerei. Besser als um diese Uhrzeit Spökenkiekerei zu betreiben. Kurz nach Drei war ich wieder im Traumland. Oder: Habe ich das alles nur geträumt?

 

Erinnerung des Tages:
Die WPA in der Schneeberger Sternwarte mit Planetarium war für mich sehr spannend, denn ich traf dort auch Waleri Bykowski.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 08.09.2026 der Himmelsanblick, der Einkauf zu Fuß, die Ruhe über den Tag.


© 2026 – Der Emil.
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Über Der Emil

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