Ach, hätte ich doch nur so eine Art Speisekarte.
Nur selten ist mein Kühlschrank (und der restliche Vorrat) so reichlich bestückt wie heute. Ich weiß nicht, was ich zum Abend essen soll. Die Auswahl ist wirklich groß: Gnocchi, Brathering, Kartoffeln mit Quark und Leberwurst, Wurstbrote, verschiedene Käse … Am Ende wird es wohl eine von den Sachen werden, die kaum Aufwand erfordern (also ohne zu kochen machbar sind). Sonderbar, daß ich mit großer Auswahl mich überfordere, zuhause zumindest. Zu anderen Gelegenheiten ist das nicht so; selbst bei Joghurt und Marmelade greife ich immer zu ein und derselben mir bekannten Sorte – und beim Toilettenpapier sowieso. Und wenn ich wirklich einmal in einer Gaststätte esse, dann kann die Speisekarte nicht groß und vielfältig genug sein.
Heute aber fällt mir die Auswahl des Abendessens schwer. Sogar Pizza ist noch im Tiefkühlfach. Grad beim Verräumen der Einkäufe dachte ich, ich hätte mich festgelegt. Brathering mit Brot wird es wohl werden. Oder ich richte mir etwas Gehacktes an, ehe ich das ins Frostfach packe … Nein, ich weiß es wirklich nicht.
Erinnerung des heutigen Tages:
In der DDR bekam man am Sonnabend nur dann Brot beim Bäcker, wenn man es bestellt hatte.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 10.01.2026 der ruhige Vormittag, der erledigte Einkauf, doch noch gefundene Worte.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Also je größer und vielfältiger die Speisekarte, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Essen ais der Microwelle kommt.
Es mag sein, daß die Wahrscheinlichkeit dafür groß ist. Meine persönlichen Erfahrungen diesbezüglich machte ich allerdings in „Kneipen”, in denen ehrlich gekocht wurde/wird.
(Und ja, ich war sehr, sehr lange nicht mehr außer Haus essen.)
Da hattest du Glück. In unserer letzten verbliebenen Dorfkneipe, kocht Kallje der Chef noch selbst und da ist die Speisekarte sehr beschränkt, doch das macht gar nichts, er kocht wirklich gut und immer frisch.