So vieles kann ich nicht anders machen als bisher.
Vorab: Von einem Dogma habe ich mich verabschiedet: #onepostaday. Damit kennzeichne ich meine Blogbeiträge nicht mehr und nehme mir so nun die (offensichtliche) Selbstverpflichtung (und das geflissentlich befürchtete schlechte Gewissen) … Das heißt allerdings nicht, daß es nicht täglich einen neuen Beitrag geben könnte.
Ein Neues nächstes Jahr in meinem Leben; in dem Leben, von dem ich noch im Alter von 27 Jahren dachte, daß es seinen geregelten sozialistischen Gang gehen könnte. Daß ich keine Angst vor der Zukunft haben bräuchte. Nun ja, das Leben ging mit der Zeit und es kam so vieles so anders. Für das meiste davon bin ich dankbar. Doch ich kann einfach nicht für alles dankbar sein.
Immer wieder bin ich allerdings dankbar für meine Phantasie, für meine (positive) Vorstellungskraft, für meine Fabulierlust, selbst dann, wenn ich mir das Herzeigen ihrer Ergebnisse besser nicht erlaube. Zum Beispiel diesen von mir seit Tagen vorbereiteten Neujahrstext, den ich doch so unbedingt die ganze Welt lesen lassen wollte: Beim Abschreiben heute merkte ich erst, wie flach und schwammig und oberflächlich ich da … fast wie von einer dieser widerallgegenwärtigen KI erstellt. Braucht es überhaupt einen solchen Text von mir?
Guter Gedanke: Was es von mir braucht. Was ich von mir brauche, für mich. Egoistisch, oder? Laßt mich mal noch eine Zeit auf dem herumdenken, mir das eine oder andere dazu noch klarwerden. Wer weiß, es wäre ja immerhin möglich, daß sich nicht nur diese eine Ziffer geändert hat, sondern noch mehr, das auch ich nach und nach erst kennenlernen, akzeptieren kann und/oder muß.
In diesem Sinne mache ich mich jetzt auf in meine nächste Reise durch bislang unentdeckte Zeiten. Obwohl sie mir alle bekannt sind, alle: von Januar bis Dezember, von Montag bis Sonntag, von Mitternacht zu Mitternacht. Das alles ist schonmal dagewesen, alles schon mehrfach erlebt, nur noch nicht in der konkret bevorstehenden Form. Die bleibt ungewiß bis zum tatsächlichen Erleben. Ein wenig muß ich mich noch sortieren, einiges muß ich mir noch zurechtlegen, ehe ich mich auf den unvermeidlichen Weg machen werde. Wenn ihr weiterhin Lust dazu habt, mich dabei zu begleiten, fühlt euch herzlich dazu eingeladen.
Erinnerung des Tages:
Die Geräusche draußen erinnerten mich in der Nacht und bis jetzt über den Tag verteilt an die akustische Gefechtsfeldsimulation der Übungen bei der NVA.
Ich danke fürs Lesen und schleiche mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 01.01.2026 ein verworfener Text, 160 Gigabyte gelöschter Dateien, das wiedergefundene Portemonnaie (ich suchte heute einige Zeit danach).
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wirklich schöne Gedanken zum ewigen Stirb und werde.
Vielen Dank.
Ob es wohl ewige Gedanken gibt (also solche, die sich Menschen zu allen Zeiten machten, machen und machen werden)?
Daran glaube ich ganz sicher.
Frohes neues Jahr Dir.❄️