Unsicherheit (mit als vorherbestimmt befürchtetem Ausgang).
To get a Google translation use this link.
Ich war Soldat, drei Jahre lang im Kalten Krieg. Nur ein einziges Mal gab es völlig unvorbereitet einen Alarm, zu dem die Einheit mit scharfer Munition und scharfem Waffensystem ausrückte, woandershin als in das übliche Übungsgelände (es war 1983 zu „Able Archer”).
Doch selbst in diesen zwei oder drei Tagen war die Angst vor der Zukunft nicht so groß, wie sie heute bei mir ist.
Vielleicht liegt das daran, daß viele Gewißheiten einfach keine mehr sind (wir glaubten fest an die Vernunft aller Menschen). Daran, daß selbst mein eignes kleines Leben in der sogenannten „sozialen” Marktwirtschaft immer unsicherer, immer prekärer, immer armseliger wurde mit der Zeit. Weil es eben (zum Beispiel) nicht so sehr viele (kulturelle) Veranstaltungen gibt, die ich eintrittsgeldlos besuchen kann oder zu einem Preis, der im Regelbedarf abgebildet ist … Außerdem sorgt schon seit einigen Jahren mein Alter für sinkenden Wert meiner Person und meiner Fähigkeiten und Fertigkeiten „auf dem Arbeitsmarkt” (der in meinen Augen noch nie ein Markt war, nebenbei bemerkt).
Die verschwundenen Gewißheiten in meinem Leben wurden durch immer mehr immer größere Unsicherheiten ersetzt; und mir scheint bei denen ein guter Ausgang für mich der wesentlich unwahrscheinlichere Fall zu sein.
Ich habe den von mir am 25. März 2025 auf meinem #WriteFreely im #Fediverse veröffentlichten Text hierher geholt.
Erinnerung des Tages:
An einem ersten April schaffte ich es vor Jahren, etwa 30 Menschen auf einmal in den April zu schicken.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 28. März 2025 war ich zufrieden mit etwas Mitgegebenem, mit unerwarteter Post (Danke!), mit dem beladenen Fliewatüüt.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Manchmal liege ich inzwischen nachts wach wegen ähnlicher Ängste.