2025 – 069: Schneckenhaus

Vier Zeilen Unfug – allerdings ohne Unsinn.

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Eines meiner zumeist kruden und nicht herzeigbaren Morgengedichte, heute erst aufgeschrieben zwischen Nachtschlaf und dem am Vormittag.

 

 

Mal schau ich raus
aus'm Schneckenhaus –
oft bleib ich drin,
weil ich müde bin.

 

 

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich gefestigte Eule: Ich schlief von weit nach Mitternacht acht bis neun Stunden, kam also erst um Elf oder Zwölf aus dem Bett. Schlagartig, ohne äußeren Anlaß veränderte sich das. Seitdem gehe ich oft vor Zehn Schlafen und bin üblicherweise zwischen Fünf und Sechs wach, unwiedereinschlafbar wach; und da ist dennoch ein müdes Gefühl. Gegen das gehe ich immer öfter mit einem Nickerchen, einem kurzen Schlaf vor der Mittagszeit an – und siehe, das hilft. Vorher aber landen immer ein paar Zeilen in der Kladde …

An manchen Tagen brauche ich allerdings mehr Schlaf. Noch habe ich nicht heraus­gefunden, wodurch das verursacht und ausgelöst wird, ich weiß seit November allerdings sicher, daß es Tage gibt, an denen ich mehr als zwölf Stunden schlafe, wirklich schlafe und nicht nur luzide träumend liegenbleibe. Jeden Monat sind das bisher zwei oder drei Tage gewesen. Noch immer halte ich das ab und zu für ver­schwendete Zeit und weiß gleichzeitig, daß das nicht stimmen kann. Deshalb sage ich mir: Der Körper nimmt sich, was er braucht, ich soll und will mich da nicht selbst sabotieren.

Unabhängig von meinem Vierzeiler schau ich jeden, wirklich jeden Tag aus meinem Schnecken­haus. Ich treibe mich im #Fediverse herum (denn es ist nicht Mastodon, es ist viel, viel mehr; so wie ein Moped auch viel mehr ist als ein Auspuff oder ein Rückspiegel oder ein Getriebe). Ich bin jeden Tag draußen unterwegs, ich informiere mich hier und da. Ich lese. Insofern ist das Schneckenhaus, wie es üblicherweise als Metapher verwendet wird, bestimmt nicht ganz korrekt. Lustig finde ich meinen Viezeiler trotzdem, und daher zeige ich ihn gerne her.

Mit der passenden Melodie könnte er ein unendliches Lied werden, ein Kanon.

 

Erinnerung des Tages:
Etwa 10 Bücher stellte ich heute in einen Öffentlichen Bücherschrank, und zwei uralte kaputte Lampenschirme landeten im Müllcontainer.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 10. März 2025 war ich zufrieden mit der Begegnung mit dem Vor-dem-Haus-Kater beim Füttern, mit den morgens geschriebenen Zeilen, mit erledigten „Kleinigkeiten” in der Wohnung.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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