Die Geschenke müssen eingepackt werden!
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Das ist der 14. Adventskalender hier. Ich widme ihn allen, die krank sind oder Unterstützung benötigen, und allen, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen wieder für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
Wie haltet ihr’s damit? Es gibt Geschenk-Tüten, fertig geschmückte Geschenkboxen oder -schachteln. Und es gibt noch immer das gute, alte, weihnachtliche Geschenkpaier oder gar irgendwelche Folien zum Einwickeln. Versucht es denn jemand mit diesen kleinen kartoffelsackähnlichen Beuteln?
Geschenkpapier wurde früher nicht mit durchsichtigem Klebeband fixiert. Nein. Um Himmels Willen! Textiles Geschenkband wurde verwendet; auch das gab (und gibt) es in weihnachtlichen Farben oder gar mit weihnachtlichen Motiven. Von etwa 3 mm bis ca. 3 cm Breite ist alles dabei, es gibt für besondere Zwecke auch noch breitere Varianten. Und alle Geschenke wurden vorsichtig ausgepackt, denn sowohl das Papier als auch die Schleifen wurden recht bald geglättet, gebügelt – alles wurde wiederverwendet. Ein Geschenk einfach aufzureißen wie ein Westpaket: Nein, das tat zumindest bei uns niemand (auch das Westpaket wurde vorsichtig, sehr vorsichtig ausgepackt).
Alle Geschenke mußten jedenfalls „richtig” eingepackt werden. In Geschenkpapier. Egal ob Schuhe, Schlafanzüge, Bücher, Süßigkeiten, Spielzeuge: Alles wurde eingepackt. Natürlich übernahmen die Erwachsenen den Großteil dieser Arbeit, aber auch ich packte als Kind Geschenke ein. Und lernte ganz nebenbei den Trick, wie das überstehende Papier, meist ein Dreieck, in das um das Geschenk gewickelte gesteckt werden muß, damit alles von alleine hält. Ja, das geht! Da brauchte ich dann auch kein Klebeband, da reichte es, daß ich das Geschenkband drumband. Zumeist in der altbekannten kreuzweisen Form, doch irgendwann versuchte ich dieses „Geschenkband nur über die Ecken”. Ja, das funktionierte nicht gleich. Aber dann, irgendwann, da war es klar: So Verpacktes hatte ich eingewickelt.
Die Geschenketüten sind eine Verlegenheitslösung für mich, ich mag sie nicht. Und das, was ich an Geschenken verpacke, wird von mir noch heute in das entsprechende Papier eingeschlagen, das manchmal auch einfaches Packpapier oder gar Zeitung ist. Kommt eben auf Geschenk und Beschenkte an. Meist binde ich textiles Geschenkband drum und leider brauche ich mittlerweile auch durchsichtiges Klebeband. Schleifen werden von mir gebunden, die fertigen gefallen mir nur sehr selten. Ich bin eben sehr altmodisch, was das angeht.
Aber nun sagt schon: Wie packt ihr ein?
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Am 14. Dezember 2023 war ich zufrieden mit Linsensuppe aus der Dose (nachgewürzt), mit den Weihnachtsvideos aus dem Erzgebirge (auch, wenn ich damit viel Zeit vertrödelt habe: 's is aabn Haamit), mit den guten Nachrichten vom Stromversorger.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Oh, da bin ich recht vielseitig.
Aber in Geschenkpapier/Folie muss schon sein, mit Schleifenband und Co. Geschenke für mehrere Personen oder eine Familie kommen dann zusätzlich in eine Geschenktüte.
Einpacken ohne Tesafilm klingt interessant, den Trick kenne ich nicht.
Als ich noch klein war, wurden bei uns daheim (im Westen) die Geschenke auch immer ganz vorsichtig ausgepackt, damit man das Papier noch einmal verwenden konnte. Als Kind hätte ich meine Geschenke viel lieber aufgerissen, wie man das so im Fernsehen sah, aber so habe ich eine schöne Kindheitserinnerung an das aufgeregte Knibbeln an Tesafilmstreifen und Geschenkbändern.
Ich bin in der Verwandtschaft dafür bekannt, dass man meine Geschenke ohne Schere öffnen kann. Dh ich verwende auch keinen Tesa (nur in besonderen Ausnahmen) und knote das Geschenkband nicht, sondern binde eine Schleife. Dass jedes Fitzelchen Geschenkpapier aufgehoben und wiederverwendet wurde, kenne ich auch aus meiner Kindheit (im Westen). Lange habe ich das auch gemacht, aber das gebrauchte Papier dann doch nicht wieder verwendet, weil es mir nicht schön genug erschien. Und so wuchs der Inhalt des Geschenkpapierkartons … Heutzutage finde ich es befreiend, das gebrauchte Papier nicht aufheben zu müssen. Aber das Geschenkband wird weiter gesammelt 🙂
Schon ganz lange gibt es bei mir das typische Weihnachtspapier und die Plastikschnüre nicht mehr. Fäden spinne ich mir selber, Seidenpapier aus anderen Verpackungen hebe ich auf, ebenso Packpapier. Es ist alles rustikal, aber man kann es dennoch hübsch machen, mit allerlei Naturzeuchs. Schleifen gibt es bei mir natürlich auch, aus Jutebändern. Ich mache das schon seit Jahren so, weil ich so eine Naturtante bin und mir das auch so gefällt.
Es gibt 2 Kartons, in dem einen habe ich Bänder und im anderen Papiere gesammelt. Für eine CD habe ich aus Papier CD Hüllen gebastelt aus Geschenkpapier.
Manchmal habe ich Geschenkpapier noch verändert, indem ich z.B. eins mit bunten großen Punkten hatte, da habe ich aus den Punkten lachende Gesichter gemalt.
Meist wurde sehr kreativ verpackt, mit Bast, Filz oder ein Geschenk als Riesenbonbon…
Die Form konnte meistens nicht auf den Inhalt schließen lassen, damit die Überraschung größer war. Farblich sollte es stimmen und hier und da gab es auch noch eine Kleinigkeit an das Band – ein Holzanhänger oder eine getrocknete Blume oder etwas Süßes…
Heute feiere ich kein Weihnachten, Verschenken kommt nur noch gelegentlich vor, aber dann immer mit viel Liebe zum Detail, nie einfach verpackt.
…grüßt Syntaxia