Ich habe etwas vor
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Vor vielen, sehr vielen Jahren (1977 – wenn ich mich recht erinnere) lernte ich, zum Teil unter Anleitung im Kulturbund der DDR, Autogenes Training. Nur aus Interesse, ehrlich. Und in der Grundstufe habe ich seither ziemlich regelmäßig “trainiert”.
Nun habe ich auch schon Entspannung als Therapie gemacht. Ausgerechnet direkt nach der Mittagspause, also zu der Zeit, da mein Körper sehr gern in das sogenannte “Freßkoma” fällt, diesen Zustand der Sättigung und absoluter Schlaffheit. Wenn ich nicht direkt nach dem Essen weitermachen muß, gönne ich mir gern etwa 30 Minuten Schlaf.
In diesem Zustand der Entspannung soll ich dann noch Entspannung durch Progressive Muskelentspannung (in einer Kurzform) betreiben. Das lief dann damals in etwa so ab:
- Einleitende Worte der Therapeutin und Zeitvorgabe 30 min.
- Denkformel «Ich bin ganz ruhig.»
- Worte der Therapeutin – wie durch Watte wahrgenommen.
- Denkformel «Wärme- und Schwereformel».
- Abschalten der äußeren Wahrnehmung.
- Automatischer Ablauf der Grundstufe des AT
- Etwa 20 min Tiefschlaf, z. T. mit durch andere wahrnehmbarem Schnarchgeräusch.
- Aufwachen, Rücknahme.
- Persönliche Belehrung durch die Therapeutin.
Es ist bekannt, daß das Einschlafen nicht geschehen soll. Doch selbst, nachdem ich dann mehrmals gesagt hatte, daß ich a) zu müde bin und b) einen AT-Automatismus und c) eine Abneigung gegen diese PM habe, gab es nur den Rat, mich ein wenig zu bewegen, um das Einschlafen zu verhindern. Toll! Im Liegen? Bewegen? Und dann nur so wenig, daß es von anderen nicht wahrnehmbar ist? Wie soll das gehen?
Mir wäre viel mehr damit gedient, wenn ich irgendwo in Droschkenkutscherhaltung (dabei ist Einschlafen weniger wahrscheinlich) diese halbe Stunde hätte sitzen dürfen. Aber nein, Gruppentherapie war Gruppentherapie und da durfte ich eben einfach nicht …
Außerdem war ich gestern unterwegs. Dabei habe ich mir bei einem Kurzbesuch der Moritzburg, der dort gezeigten Dauerausstellung Appetit gemacht auf mehr, soll heißen: Da muß ich nochmal hin. Da gehe ich auch nochmal hin, mit richtig viel Zeit.
Ich habe etwas vor. Und am 11. September ist schonwieder Tag des offenen Denkmals hier in der Stadt (auf der verlinkten Seite wird das vollständige Programm zum Download als PDF angeboten – runterscrollen!).
Ich habe viel vor.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 7. September 2011 war der Spaziergang zur und der Besuch der Daueraustellung in der Moritzburg. Außerdem habe ich bemerkt, daß ich auch ohne konkrete Anleitung einiges von dem berücksichtige und beherzige, das mir erst beigebracht werden soll. Ich fühl mich richtig gut!
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Deine Entspannungsübung erinnert mich sehr an eine Musikmeditation, an der ich einmal teilgenommen habe. Es war so beruhigend und entspannend, dass nach einer Zeit von mehreren Teilnehmern Schnarchgeräusche aus allen Ecken zu vernehmen waren. Gute Nacht 🙂
Tja, wenn wir nach der Gymnastik entspannen, haben wir auch zwei, die regelmäßig einschlafen. Ich finde, das macht nichts.
Ja, Tag des offenen Denkmals, haben wir 2 x mitgemacht. So richtige interessante Angebote gibts nicht, die die Erlebnisse toppen könnten. Also werden wir vermutlich nicht hingehen.
Dir viel Freude dabei und schöne Fotos!
Ja ja, die Progressive Muskelentspannung. Würde man sie regelmäßig anwenden, würde sie bestimmt was bewirken, aber nicht jeder ist der Typ dafür.
Ich denke auch, dass Du intuitiv schon einiges beherzigt, was die standardisierten Psychokliniksverfahren im Programm haben. Aber … das ist ja gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Die eigentliche Arbeit liegt noch vor Dir und zwar noch lange, nachdem Du diese Kliniksphase abgeschlossen hast. Wie lange geht die Tageskliniktherapie eigentlich? Drei Monate?
Heute hatte ich die anstrengendste halbe Stunde Entspannungstherapie meines Lebens. Ich habe mich krampfhaft bemüht, nicht einzuschlafen – und hatte Erfolg damit.
Also mit dem Nicht-Einschlafen.
Nicht mit der Entspannung.
Soll das jetzt noch zehn oder elf Wochen so weitergehen?
Zum Tag des offenen Denkmals habe ich hier in Halle zumindest drei Dinge, die ich gern sehen möchte: Mansfelder 59, Kleine Ullrich7 und die Goldene Rose …
Was würde passieren, wenn Du Deine Haltung, die Dir zusagt, einfach versuchen würdest durchzusetzen? Wäre schon mal spannend, wie Du dann eingeordnet wirst. Entweder als verbockt, anpassungsgestört oder aber auch als selbstbewusst, eigenbestimmt. Wer z.B. ein mittleres bis stärkeres Rückenproblem hat, kann durchaus auch in einer Gruppe Liegender in der Droschkerhaltung entspannen.
Ich muß mich durchsetzen.
Habe ich heute leidvoll gelernt.
Ach Emil, andere flätzen ständig und überall. Da wird dir die Droschkenkutscherhaltung doch mal erlaubt sein. Unfein ist sie ja nicht.
Das liest sich gut, dass du noch viel vor hast. Gut so.
Liebe Grüße von der Gudrun
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