Weitermachen.
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(Vereinzelter Beifall, als der Autor die Szene betritt.)
Liebe Fans, Leserinnen und Leser! Liebe Freunde und Bloggefährten.
Eigentlich könnte ich heute mal wieder feiern: den 250. Beitrag (naja, ein paar zusätzliche waren auch noch dabei) der täglichen Bloggerei.
(Beifall.)
Eigentlich.
Aber tatsächlich bin ich einfach nur kaputt. Müde vor allem, denn das Aufstehen um fünf Uhr morgens ist meine Sache nicht. Morgens brauche ich nämlich zwei Stunden, ehe ich aus dem Haus kann.
(Zwischenrufe: “Er wiederholt sich! Buuuh!” Vereinzelte Pfiffe aus dem Publikum.)
Und die Fahrt zur Klinik dauert mit dem ÖPNV im günstigsten Fall 35 Minuten, falls die Anschlüsse mal weg sind sogar 50 Minuten.
(Zwischenrufe: “Nimm's Fahrrad, fauler Kerl!” Buh-Rufe und Beifall aus den Reihen der Fitneß-Apostel und Auto-Hasser.)
Kurz nach sieben also geht üblicherweise mein Bus. Ach – nachher, aber eben erstmal nur heute, muß ich schon 7.15 Uhr erscheinen, nach Möglichkeit nüchtern. Heißt für mich: Kurz nach vier Uhr Aufstehen. Und drei Stunden nach dem Aufstehen noch keinen Kaffee und (weil ich nicht rauche, ehe ich nicht wenigstens drei kleine Kekse gegessen habe) kein Essen und keine Zigarette!?
(Zwischenruf: “Rauchem ist sowieso ungesund! Elender Luftverpester!” aus dem Block der militanten Nichtraucher.)
Morgendlicher Streß ist noch ungesunder! So!
(Beifall und zustimmendes Husten aus der Raucher-Ecke. Vereinzelt werden aufleuchtende Feuerzeuge geschwenkt.)
Jedenfalls bin ich abends und nachts, also zu der Zeit, da ich bisher meine Blogtexte verfaßte und in den PC eingab, einfach nur kaputt bzw. schon im Tiefschlaf. Und nun überleg ich, ob ich den Veröffentlichungszeitpunkt, also 00.15 Uhr beibehalten soll. Ob ich nicht einfach das tagtägliche Bloggen aufgeben, beenden soll?
(Deutlich lautes Aufschluchzen der Damen in den ersten Reihen, einzelne erschreckte Ausrufe: “Nein, bloß nicht!”)
Der Wille ist ja da, allein es fehlet mir die Kraft …
(Ruf: “Weitermachen!” Anschwellendes, lang anhaltendes, rhytmisches Klatschen, unterlegt mit dem Ruf: “Weitermachen”)
Okay, okay, ihr habt mich überredet, ich muß nur zu anderen Zeiten schreiben. Ansonsten bleibt alles beim alten!
(Lang anhaltender stürmischer Beifall)
Danke, liebe Fans, Leserinnen und Leser! Also auf Wiederlesen!
Der Verfasser des Blogs schleicht sich verbeugend unter großem Applaus davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 6. September 2011 war – naja, ich habe mich gewehrt gegen meine Verhaltensmuster und einen Teilsieg errungen. Und ich hatte richtig viel Spaß daran, diesen Text hier mit diesen kommentierenden SED-Parteitags-Berichterstattungs-ähnlichen Elementen auszustatten.
250 / 365 – One post a day (WP-count: 400 words)



Pausen sollten erlaubt sein, lieber Emil,
auch wenn ich DICH gerne lese!
DENK an dich!!!
Es wird schon werden… und ich war früher auch mal so, meinte ich kann nicht früh ausstehen, kann nicht ohne Kaffee kann nicht ohne Rauchen… kann man liebsten gar nichts… Wie man sieht es geht alles auch anders und es geht gut.
Wünsch Dir viel Erfolg … LG, Petra
Die Berichtselemente bringen wirklich Heiterkeit in die Szene *g*
Zeitig aufstehen ist Horror, mühevoll habe ich mich an 6.30 bis 7 Uhr gewöhnt. Im Zweifelsfall würde ich aber lieber zerknittert irgendwo erscheinen, als zwei Stunden vorm Losgehen aufzustehen. Kaffee gibt es ja auch oft noch an den Zielorten der morgendlichen Wanderung.
(naja, ist schwierig auszumalen, was du da wichtiges zwei Stunden lang machst, wird sicher seine Berechtigung haben..)
Du kannst ja richtig witzig und selbstironisch sein!
Eine Pause für die Zeit, bis du dich an den neuen Rhythmus gewöhnt hast, hätte ich dir auch zugestanden.
Lasse dich nicht von Beifallsklatschern zu sehr beeinflussen, sondern gehe deinen Weg!
Ich wünsche dir Kraft – auch ohne Kaffee, Kekse und Zigarette!
Etliche Tage mußte ich sehr früh aufstehen, daran kann ich mich nicht wirklich gewöhnen.
Herzlichst ♥ Marianne
Ich bin total stolz auf Dich! Das musste mal gesagt werden.
Das mit dem Nüchternsein ist ja wohl nur gestern gewesen. Also, alles halb so wild. Jammern ist trotzdem erlaubt. Gut, dass Du Deinen Humor bewahrt hast, ein toller Blogartikel.
Ich denke, Du wirst während des Tages auch noch etwas Leerlauf finden, um Deine Artikel zu verfassen. Such Dir in der Tagesklinik ein nettes Eckchen, wo Du für Dich sein kannst. Du schreibst doch ohnehin alles in Dein schwarzes Büchlein. Schreiben werden die Dich schon lassen, denn das gehört einfach dazu.
Notfalls gehst Du halt abends eine Stunde früher schlafen, wo Du sowieso abends schlagskaputt bist und stehst morgens noch eine Stunde früher auf und tickerst Deinen Blog dann halt ins Maschinchen. Alles eine Frage der Gewöhnung, des Rhythmus, eines guten Weckers und des eigenen Willens. Gelle!
Jetzt kannst Du wieder weiter jammern. 😉
Alles Liebe,
Renate
Das noch früher als früh Aufstehen war heute. Und dann noch umsonst – man fand keine blutabgabebereite Vene in meinen Armen. (Hätte man mich mal meinen Kaffee trinken lassen; nur ein Liter Wasser bringt den Blutdruck – 130/85 – nicht auf Trab …)
Irgendwie schaff ich mein Ziel ja trotzdem.
Jetzt schnell zwei Stündchen Schlaf, Blog fertigmachen, zur Session gehen, dann nochmal vier Stunden Schlaf und dann wieder: Wach werden (die ersten 20 – 30 min, nochmal unter der warmen Bettdecke rumkuscheln mit dem Kissen), Kaffee ansetzen, Morgentoilette Teil 1, Frühstück, wegräumen, Klamotten zusammensuchen, Morgentoilette Teil 2, anziehen – das dauert bei mir schon zwei Stündchen.
Hallo Emil,
ich fände es sehr schade wenn du mit one post a day 2011 nicht weitermachst. Jetzt hast du schon so viel geschafft.
Wenn du zu kaputt bist, schreib doch nur ganz wenig, z.B. „Heute mach ich Pause“.
Das ist doch dann trotzdem ein Post.
Viele herzliche Grüße
Fidibimm
ist doch egal, welche Zeit – schon toll wenn du es täglich irgendwann schaffst …
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