Und dann kommt etwas scheinbar aus dem Nichts.
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Als heute für einige Minuten keine Besucher vor mir standen und ich sozusagen Leerlauf hatte und für eine Weile den Mund halten wollte, kritzelte ich mit Feder und Tinte herum. Nichts vom Geschriebenen schien mir gelungen, nichts stellte mich zufrieden. Doch irgendwie stand vor meinem inneren Auge ganz plötzlich ein sehr profaner Vorgang:
Hineinstecken und
Drehen im Uhrzeigersinn
Fallendes sehen
Grauer Staub zwischen Spänen
Der Bleistift ist wieder spitz
Ein Zufallsprodukt, dieses Tanka, das da auf dem Papier erschien. Denn es war weit und breit kein Bleistift in Sicht. Ich dachte auch nicht nach über die Worte und ihre Reihenfolge, schrieb sie „einfach nur” auf. War das eine Form von Absichtslosigkeit? Ist (bei mir) nicht beinahe jeder Text etwas, das eher zufällig entsteht? Aber Absichtslos? – Ich habe schon die Absicht, einen Text zu schreiben, den ich auch herzeigen kann.
Trotzdem: Woher kommen in solchen Momenten solche Ideen? Hm. Wie oft ich mir schon gewünscht habe, daß meine Phantasie zuverlässiger, planbarer, stetiger arbeiten würde …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 23. April 2023 war ich zufrieden mit dem dann doch guten Wetter, mit den Gesprächen unter Marktleuten, mit dem trockenen Abbau.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Man könnte ja froh sein darüber, dass überhaupt so etwas möglich ist…
Gruß von Sonja
Ich freue mich über solche Einfälle wirklich (hab es wohl nur nicht so ganz deutlich geschrieben). Aber da sitzt ein Teufelchen auf der einen Schulter …